Das PJler-Camp 2011 der Marienhaus GmbH – ein Teilnehmer berichtet

3. November 2011

in Fördermöglichkeiten, Förderung durch Klinikträger

„Jetzt einsteigen und durchstarten“ hieß es für Medizinstudenten im Praktischen Jahr, die am PJler-Camp der Marienhaus GmbH im Medical Center am Nürburgring im September 2011 teilnahmen. Und zahlreiche PJler aus dem gesamten Bundesgebiet waren dieser Aufforderung und Einladung gerne gefolgt.

„Studentische Klassenfahrt“

Das Team 2011

Bereits während der Vorstellung der verschiedenen Lehrkrankenhäuser für angehende PJ-Studenten hinterließ das St. Elisabeth Krankenhaus Neuwied einen überdurchschnittlich guten Eindruck. Ein Grund dafür war das als Highlight angepriesene „Famulanten- und PJler-Camp“ der Marienhaus GmbH, das 2011 in seine dritte Auflage gehen sollte. Ob die hohen Erwartungen gerechtfertig waren, konnten gut 40 Teilnehmer vom 19. bis 22. September am Nürburgring live erleben.

Zum Start wurden wir durch Bernhard Inden, Leiter Marketing der Marienhaus GmbH, und Dr. Masanneck, dem Ärztlichen Leiter des Medical Centers am Nürburgring, freundlich begrüßt. Bevor es dann tatsächlich losging, stärkten wir uns zunächst bei einem leckeren Mittagsbüffet. Für unser leibliches Wohl war also erstmal gesorgt. Dies sollte sich die nächsten Tage auch nicht ändern. Neben einem reichhaltigen Frühstück, Mittag- und Abendessen konnten wir uns in den kleineren Pausen zwischendurch noch an Kaffee und Kuchen gütlich tun. Der einzige negative Punkt hinsichtlich des guten Essens wird dem einen oder anderen leider bei seinem nächsten Besuch auf der Waage ins Auge gesprungen sein.

Befunden und untersuchen mit Chefärzten

Praktische Sonographie-Übung in einer Kleingruppe

Man sollte allerdings erwähnen, dass die Teilnehmer des Camps sich das Essen in gewisser Weise auch verdienen mussten. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten galt es ein straffes medizinisches Programm zu absolvieren. Innerhalb der vier Tage konnten die Teilnehmer ihren Wissensschatz in den verschiedensten Kategorien auffrischen oder gar erweitern.

Größtenteils getrennt wurden die Famulanten und PJler von Chefärzten und Oberärzten der Marienhaus GmbH in Kleingruppen unterrichtet. Hier wurden die verschiedensten Fähigkeiten, die als Handwerkszeuge für den ärztlichen Alltag unerlässlich sind, vertieft, aufgefrischt oder auch komplett von Grund auf erlernt.

Wie oft bietet sich schon die Gelegenheit, mit einem Chefarzt der Kardiologie zusammen reihenweise EKGs zu befunden oder das Herz mit dem Ultraschall zu untersuchen? In wieder einem anderen Kurs wurde unser Blick für Röntgenbilder geschärft und in den Pausen konnten wir an einem Nebentisch mit Schweineknochen erfahren, wie es sich anfühlt, einen ossären Zugang zu legen. Im Kontrast zum klinischen Alltag gab es ab und zu sogar etwas überschüssige Zeit. Wer sich also traute, konnte die Gelegenheit nutzen, um sich in Ruhe die eine oder andere Unklarheit durch die Chefärzte und Oberärzte noch mal erklären zu lassen oder aber einfach ein bisschen Smalltalk zu führen.

… und drei Highlights besonderer Art

Rettung aus einem Autowrack

Es gab jedoch, wie im letzten Jahr, noch ein ganz besonderes Highlight. Montagabend ereigneten sich natürlich „rein zufällig“ direkt vor dem Medical Center drei Unfälle bzw. Notfälle. Kurz nachdem ein Junge mit dem Skateboard gestürzt war und von einer Gruppe Famulanten behandelt wurde, erlitt ein Mann einen akuten Herzinfarkt und musste ebenfalls notfallmäßig versorgt werden.

Doch ein Unglück kommt selten allein und so dauerte es keine halbe Stunde, bis die beiden, wie durch ein Wunder genesen, sich in einem Auto überschlugen. Diesmal mussten wir PJler ran und taten unser Möglichstes, um die zwei im Auto eingeklemmten, schwerverletzten Pechvögel zu retten, was aber nur erfolgreich gelingen konnte, da die Feuerwehr rechtzeitig alarmiert wurde, um das Auto fachgerecht in seine Einzelteile zu zerlegen. Dank guten Teamworks konnten die Verunfallten erneut gerettet werden und waren kurze Zeit später bereits wieder auf den Beinen.

Auf der Pole Postion

Gott sei Dank waren die beiden folgenden Abende ruhiger, sonst wäre das tolle abendliche Freizeitprogramm vielleicht ins Wasser gefallen. Dienstags konnten die Schwindelfreien sich in einem Kletterparcours beweisen, während sich am Mittwochabend ein Hauch von Formel 1 in der Gruppe breit machte. Dreißig Medizinstudenten und einige Chefärzte gaben sich dem Geschwindigkeitsrausch hin, um den schnellsten Mediziner vom Nürburgring im Kart-Grand-Prix zu ermitteln.

Nachdem wir uns durch die gemeinsamen Aktivitäten etwas kennen gelernt hatten, fand am letzten Abend im Lindner Ferienpark, in dem wir komfortabel in Doppelhaushälften untergebracht waren, eine kleine Hausparty statt. Dann jedoch neigte sich das „Famulanten- und PJler Camp“ am Donnerstag langsam aber sicher dem Ende zu.

Fazit und Ausblick

Im regen Austausch mit dem Medizinernachwuchs

Erschöpft, aber größtenteils zufrieden, trennten sich nach dem Mittagessen unsere Wege. Der eine oder andere Famulant wird vielleicht als PJler an der vierten Auflage des Camps teilnehmen.

Den meisten PJlern wird auf jeden Fall mehr Sicherheit in ihrem zukünftigen Tun und eine schöne Erinnerung an vier Tage Nürburgring bleiben.

Julian Weilbacher
PJ-Student
Marienhaus Klinikum Bendorf – Neuwied – Waldbreitbach
Oktober 2011

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