docs@work – Praxistest auf dem Raketenprüfstand

14. Juli 2011

in Fördermöglichkeiten, Weitere Förderungen

Was haben das Energieunternehmen RWE, das Chemieunternehmen Lyondell Basell, der Westdeutsche Rundfunk und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt gemeinsam? Sie sind große und renommierte Arbeitgeber – für Arbeitsmediziner! Erleben Sie das Abenteuer Arbeitsmedizin am 21. und 22. September als Teilnehmer der Aktion docs@work – einer Initiative des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte. Mehr praktische Erfahrung an zwei Tagen geht nicht! Der Countdown läuft: Approbierte Ärztinnen und Ärzte können sich bis zum 31. Juli anmelden.

Eine gelungene Initiative

Dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) ist es gelungen, bekannte Unternehmen wie RWE, Lyondell Basell, Westdeutscher Rundfunk und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt für die dritte Staffel des Betriebsärzte-Castings zu gewinnen. Am 21. und 22. September öffnen diese Unternehmen ihre Tore für die Teilnehmer der Aktion docs@work. An Ort und Stelle können interessierte Ärztinnen und Ärzte quasi den Praxistest für Arbeitsmediziner direkt am Raketenprüfstand ablegen. Mit dieser Initiative will der VDBW dringend benötigten Nachwuchs für den Beruf des Arbeitsmediziners begeistern. Interessierte Ärztinnen und Ärzte können sich bis zum 31. Juli unter www.vdbw.de/docsatwork anmelden.

„Wer die besten Mitarbeiter haben will, der muss ihnen auch etwas bieten“, davon ist Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) überzeugt. „Mit docs@work geben wir potenziellem Nachwuchs Gelegenheit, den Beruf zwei Tage lang unter Realbedingungen zu erleben“, so Dr. Panter. Docs@work ist ein Betriebsärzte-Casting, das sich seit 2009 bewährt hat. Der VDBW-Präsident ist sich sicher, dass Arbeitsmedizin eine echte Alternative für Ärztinnen und Ärzte ist: „Arbeitnehmer werden in Zukunft länger arbeiten müssen, und Unternehmen befinden sich in einem permanenten Konkurrenzkampf um die besten Fachkräfte. Dadurch werden Prävention und Gesundheitsförderung in Betrieben elementar, um auch in Zukunft die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten.“

Zudem müssten in den kommenden Jahren Betriebsärzte neue Aufgaben übernehmen. Fakten, die auch die aktuelle Studie „Vorteil Vorsorge“ im Auftrag der Felix Burda Stiftung bestätigt. Deren zentrales Ergebnis: Weder aus betrieblicher noch aus volkswirtschaftlicher Perspektive gibt es eine Alternative zu verstärkter Prävention in den Firmen. Der Trend geht danach zur Erweiterung des Aufgabenspektrums von Betriebsärzten und betrieblichem Gesundheitsmanagement.

Arbeitsmediziner sind unverzichtbar!

Nicht nur die Arbeit mit Gefahrstoffen kann die Gesundheit beeinträchtigen. Auch die Arbeit im Fernsehstudio muss gezielt gesundheitsförderlich gestaltet werden – wenn beispielsweise die Redakteure im Großraumbüro erhöhter Lärmbelästigung ausgesetzt sind. „Wir wollen bei docs@work die Bandbreite der Aufgaben abdecken: vier unterschiedliche Unternehmen in zwei Tagen“, betont Dr. Panter, „denn Angestellte, die am Schreibtisch arbeiten, brauchen eine andere arbeitsmedizinische Betreuung als Mitarbeiter in einer Chemiewerkshalle“.

Das docs@work-Programm startet bei RWE Power in Bergheim, das es sich zum Ziel gesetzt hat, ein „Null-Unfall“-Unternehmen zu werden. Wie kann das beispielsweise in Kraftwerken erreicht werden? Wie sind Mitarbeiter mithilfe von Betriebsärzten über Präventiven aufzuklären und zu motivieren? Weiter geht es zum Westdeutschen Rundfunk in Köln, wo die Teilnehmer sich auch mit der gesundheitlichen Situation von Kameraleuten auseinandersetzen müssen. Am größten, europäischen Polymer-Standort des Chemieunternehmens Lyondell Basell in Wesseling steht Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit Chemikalien und Kraftstoffen im Vordergrund.

Den Abschluss bildet ein Besuch im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln, wo die Kandidaten – ready for take-off – in die Rolle eines Gesundheitsmanagers schlüpfen, der z.B. für den Gesundheitsschutz bei Flugexperimenten im Simulator, im Windkanal oder an Raketenprüfständen zuständig ist. Mehr praktische Erfahrung an zwei Tagen geht nicht!

Jetzt bewerben!

docs@work
docs@work

Bis Ende Juli ist noch Zeit für die Bewerbung zum Mediziner-Workshop docs@work. Angesprochen sind junge, approbierte Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland, die Lust haben, in zwei ereignisreichen Tagen Krankenhausstation, Arztpraxis oder Rettungswagen gegen ein neues Terrain einzutauschen und in Unternehmen – Arbeitsplatz und Wirkungsstätte für Betriebsärzte – Praxiserfahrung zu sammeln.

Jene acht docs@work-Kandidaten, welche die Jury mit ihrer Bewerbung auf www.vdbw.de/docsatwork überzeugen, treten am 21. und 22. September zu einer außergewöhnlichen Stippvisite in die Welt der Arbeitsmedizin an. „Wir freuen uns sehr, renommierte Unternehmen im Rheinland gewonnen zu haben, die unseren Kandidaten Tür und Tor öffnen, damit sie am konkreten Beispiel die unterschiedlichen Anforderungen kennenlernen, vor denen ein Arbeitsmediziner steht“, betont Dr. Panter. Das Team, das den docs@work-Test zum präventiven Allround-Arzt besteht, erhält am 23. September im Rahmen des Deutschen Betriebsärzte-Kongresses in Bonn den docs@work-Award.

Der Preis ist mit attraktiven Fortbildungsgutscheinen dotiert. Sämtliche Reise- und Übernachtungskosten der ausgewählten Teilnehmer werden übernommen. Mitzubringen sind – neben der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen – drei Tage Zeit.

Infos zum VDBW

Der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) ist der Berufsverband deutscher Arbeitsmediziner und der größte arbeitsmedizinische Fachverband Europas. Er vertritt seit 61 Jahren die Interessen seiner rund 3.000 Mitglieder. Zu den Aufgaben des VDBW gehören die Förderung der Qualität arbeitsmedizinischer Betreuung, die Integration des präventiven Fachgebietes Arbeitsmedizin in das medizinische Versorgungssystem und die Unterstützung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention in den Betrieben. Der VDBW unterstützt gemeinsam mit anderen maßgeblichen Fachdisziplinen und Institutionen die Gewinnung und Auswertung neuster arbeitsmedizinischer Erkenntnisse sowie deren Weitergabe in die Praxis und wirkt an der Gestaltung arbeitsmedizinischer Programme mit. Die Zentrale des VDBW ist in Karlsruhe. www.vdbw.de

Verbandskontakt:

Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.
Hauptgeschäftsführer Jochen Protzer
Friedrich-Eberle-Str. 4a
76227 Karlsruhe
Tel.: 0721. 933 81 81
Fax: 0721.933 81 86
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