Sachsen unterstützt Medizinstudenten und angehende Fachärzte

22. September 2010

in Fördermöglichkeiten, Weitere Förderungen

Das Netzwerk „Ärzte für Sachsen“ will Medizinstudenten und angehenden Fachärzten die Tätigkeit in Sachsen schmackhaft machen. Dazu wurde eine Koordinierungs- und Beratungsstelle eingerichtet, die unter anderem über die zahlreichen finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten informiert.

Finanzielle Förderung von Medizinstudenten

Praktika, Famulatur und Praktisches Jahr werden mittlerweile von vielen sächsischen Kliniken finanziell honoriert – teilweise sind sogar Unterkunft und Essen frei. Medizinstudenten aus ganz Deutschland, die das Physikum schon hinter sich haben, bietet Sachsen zudem eine monatliche Studienbeihilfe an. Über maximal vier Jahre erhalten sie eine gestaffelte finanzielle monatliche Förderung (1./2. Jahr: 300 EUR, 3. Jahr: 400 EUR; 4. Jahr: 600 EUR), wenn sie im Gegenzug nach Ende des Studiums und der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin mindestens vier Jahre als Hausarzt in einer ärztlich unterversorgten Region in Sachsen tätig sind. Außerdem gehen die Studierenden eine Patenschaft mit einem sächsischen Hausarzt ein. So können sie praktische Einblicke in das Fachgebiet Allgemeinmedizin und den Arbeitsalltag gewinnen.

Einige sächsische Kliniken bieten ähnlich funktionierende Stipendien-Programme an. Dabei wird den Studierenden monatlich ein Betrag zur Verfügung gestellt, wenn sie später einen Teil oder die gesamte Zeit der Weiterbildung im entsprechenden Klinikum absolvieren. Das ist für beide Seiten von Vorteil: Der Student muss sich nicht mehr um die Finanzierung des Studiums kümmern und der Weiterbildungsplatz nach Studienabschluss ist sicher. Und das Krankenhaus kann langfristig mit neuem Personal planen.

Finanzielle Förderung von Assistenzärzten

Auch die Weiterbildungszeit wird in Sachsen großzügig unterstützt. Für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin in den Praxen niedergelassener Vertragsärzte und in Medizinischen Versorgungszentren werden zum Beispiel monatlich 3.500 EUR zur Verfügung gestellt. Ab einem gewissen Grad der Unterversorgung des Gebietes können nochmal 250 bis 500 EUR hinzukommen.

Die Weiterbildung zum Facharzt in den anderen Fachgebieten in Praxen niedergelassener Vertragsärzte und in Medizinischen Versorgungszentren wird mit 1.750 EUR monatlich unterstützt. Darüberhinaus bieten verschiedene sächsische Kliniken Verbundweiterbildungen an und übernehmen die Kosten für Weiterbildungs- und Fortbildungskurse.

Kontakt Netzwerk „Ärzte für Sachsen“

Logo Aerzte fuer sachsenDie Website www.aerzte-fuer-sachsen.de bietet alle relevanten Informationen zur Organisation, Struktur, den Inhalten und Ansprechpartnern für die ärztliche Aus-, Weiter- und Fortbildung in Sachsen an. Insbesondere Medizinstudierende und Ärzte in Weiterbildung finden hier umfassende Informationen zu Fördermöglichkeiten in Sachsen. Auch können Interessenten alles Wichtige zur ärztlichen Tätigkeit in Sachsen aus einer Hand erfahren und sich ein Bild über die Lebensverhältnisse in den Orten machen, in denen Ärzte gesucht werden.

Martin Kandzia B.A.
Netzwerk „Ärzte für Sachsen“ – Koordinierungsstelle
Dresden, September 2010

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