PJ in den USA – Innere Medizin

16. Januar 2012

in Innere Medizin, Praktisches Jahr im Ausland, USA

USA, New York City, Mount Sinai School of Medicine (04.07.-18.08.2011)

Endlich einmal über den großen Teich nach New York. Für viele ist dies ein Traum – so auch für zahlreiche Medizinstudierende, die eine Famulatur oder einen Teil ihres Praktischen Jahres (PJ) in der Stadt, die niemals schläft, absolvieren möchten. Ein sehr beliebtes Ziel hierbei ist die Mount Sinai School of Medicine. Und immer wieder wird dieser Plan von Medizinstudentinnen und Medizinstudenten auch erfolgreich in die Tat umgesetzt.

Entscheidung für die Mount Sinai School of Medicine

Ausblick auf New York vom Helikopter aus
Ausblick auf New York vom Helikopter aus

New York ist schon lange mein Lieblings-Reiseziel, diese lebhafte und vielfältige Stadt hat es mir einfach angetan. Deshalb beschloss ich, zum Ende meines Medizinstudiums noch einmal den Sprung über den großen Teich zu wagen und für acht Wochen meines Innere PJ-Tertials in meine Traumstadt zu gehen.

In New York gibt es zum Glück einige Medical Schools. Durch eine Bekannte erfuhr ich, dass die Mount Sinai School of Medicine (MSSM) des Öfteren deutsche Medizinstudenten annimmt. Außerdem liegt der Hauptcampus dieser Universität direkt am Central Park in Manhattan. Da ich gerne in die Kardiologie wollte, traf es sich gut, dass die Kardiologie am Mount Sinai Medical Center sehr renommiert ist und ein umfassendes Programm für Austausch-Studenten anbietet.

Bewerbung

Empfangshalle des Mount Sinai Medical Center in New York
Empfangshalle des Mount Sinai Medical Center in New York

Zum Glück hatte ich bereits lange im Voraus begonnen, meinen Aufenthalt in New York zu planen, denn bei der MSSM sollte man sich schon einige Monate, mindestens neun, vor dem Beginn des Praktikums bewerben. Bei mir betrug die Vorlaufzeit ca. ein Jahr. Die Bewerbung ist sehr umfassend, für viele Unterlagen und für das Visum muss man extra bezahlen. Hinzu kommen die Bewerbungsgebühren. Doch alles der Reihe nach.

Bewerben muss man sich am Office of Student Affairs. Alle relevanten aktuellen Informationen finden sich auf der entsprechenden Homepage der Mount Sinai School of Medicine.

Im Einzelnen muss man für die Bewerbung einreichen:

  • eigentliches Bewerbungsformular (Foreign/Visiting Student Application), mit Angabe der gewünschten Rotationen. Man sollte unbedingt im aktuellen Kalender nachschauen, ob die gewünschten Rotationen auch wirklich für Austauschstudenten angeboten werden und ob auch zum gewünschten Zeitpunkt Plätze angeboten werden und wie viele. Hinzu kommt die Angabe der bereits abgeleisteten Rotationen. Hier gilt es unbedingt zu beachten welche „pre-requisites“ nötig sind, d.h. welche Rotationen abgeschlossen sein müssen. Dies kann man bei der jeweiligen Info für die Rotation sehen. Am besten Famulaturen etc. als Rotationen hinschreiben.
  • Bewerbungsgebühr von 500 USD/Monat, bei mir waren es noch 300 USD, in Form von Traveler’s Checks, International Money Order or Bank Draft.
  • Medical School Transcript“ = Notenauflistung (vom Dekanat bestätigt)
  • TOEFL (Test of English as a Foreign Language). In allen Kategorien sollte man mindestens 22 von möglichen 30 Punkten haben.
  • Dean’s Letter: Schreiben vom Dekanat über Studienleistungen. Dieses muss beinhalten: Ende des Medizinstudiums, dass dieses Praktikum im Ausland erlaubt ist, dass USMLE Step 1 Äquivalent (= 1. Staatsexamen mit Note) abgeschlossen ist.
  • Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung für Mediziner
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung
  • CV
  • Letters of Recommendation
  • Medical Status Form (positive titer serology for measles, rubella, mumps, varicella, hepatitis B, vaccination for seasonal flu and H1N1, Tbc skin test, Drogentest. Alle Tests innerhalb eines Jahres vor Beginn der Rotationen)

Bewerbungen müssen an das Office of Student Affairs, an den Visiting Student Coordinator geschickt werden und dies mind. 8-9 Monate vor Beginn der Rotationen. Je früher, desto besser.

Rotationen für „visiting students“ sind möglich am Mount Sinai Medical Center, in Elmhurst und am Bronx Veterans Medical Center. Rotationen in der Anästhesie, Sub-Internships, Emergency u.a. sind nicht möglich. Ausnahmefälle gibt es aber manchmal an den „Affiliates“ (Bronx, Elmhurst).

Die Zu-/Absage erfolgt dann ca. 10-12 Wochen vor Beginn der Rotationen. Bei Zusage benötigt man dann noch einen „Letter of Eligibility“ von New York. Diesen erhält man vom New York State Department of Education. Wieder einmal muss man etwas zahlen (30 USD). Weiter braucht man dann einen „Dean’s letter“, „Letter of acceptance“, den Nachweis des 1. Staatsexamens und einen „Infection control course“. Diesen kann man online machen. Dieser kostet mit Code von Mt. Sinai 15 USD, sonst ca. 30 USD. Hierbei ist besonders ärgerlich, dass man die 30 USD für den Letter nicht in Traveler’s Cheques oder Bargeld bezahlen kann, sondern nur mit einem Money Order Bank Draft. Dies erhält man bei der Bank. Die Ausstellung kostet nur leider mehr als die eigentlichen 30 USD …

Wenn dann endlich alles geklappt hat, muss man noch 2.000 USD/Monat – die eigentlichen Studiengebühren – bezahlen. Und eine zusätzliche Health Fee (aktuell 100 USD).

Visa-Modalitäten

Freiheitsstatue - Willkommen in New York
Freiheitsstatue – Willkommen in New York

Wenn man dann endlich eine lang erwartete Zusage in den Händen hält, gilt es noch ein Visum zu ergattern. Die Mount Sinai School of Medicine akzeptiert nur ein F-1 Visum. Eigentlich hätte laut US Botschaft auch ein B1/2 Visum genügt, aber MSSM akzeptiert nun mal nur F-1.

Dazu sind folgende Unterlagen in der US Botschaft (Standorte Berlin, Frankfurt, München) vorzulegen:

  • zunächst online Anmeldung bei der US-Botschaft zur Terminvergabe für Interview
  • I-20 Formular (= Certificate of Eligibility), das von der Gast-Universität in den USA ausgestellt werden muss. Darin enthalten ist die SEVIS-Nummer. Dafür braucht man die I-20 request form, CV, Dean’s letter, Pass, copies of prior visas, proof of funding (Minimum 1.600 USD/Monat) und health insurance. Für die Zusendung sollte man vier Wochen einplanen! Für das eigentliche Visum – von Antrag bis Ausstellung – dann noch einmal ca. sechs Wochen. Also mit anderen Worten: die Zeit ist knapp, sehr knapp.
  • Die SEVIS-Nummer braucht man zur Zahlung der SEVIS-Gebühr (200 USD) (Zahlungsbeleg mitbringen!)
  • Letter of acceptance der Gast-Universität
  • Gesundheitsnachweise (Formblatt der Bewerbung bei der Universität)
  • Bestätigung vom Dekanat, dass Praktikum im Ausland gemacht werden darf
  • Reisepass
  • evtl. vorherige US-Visa
  • Formular DS-160 (online ausfüllen), inkl. Sicherheitsfragen, Fragen zur Heim-Universität, zu Kontakt an der Gast-Universität, Adressen, Studium, vorherige USA-Aufenthalte, etc.
  • digitales Foto (Bestimmungen online unbedingt beachten, beim Fotograf machen lassen!)
  • frankierter Rückumschlag
  • Visaantragsgebühr (98.- EUR)
  • Finanzbeleg Dies um sicher zu gehen, dass man sich in den USA selbst finanzieren kann. Dazu habe ich von meiner Bank ein Schreiben ausfüllen lassen, aus dem mein Kontostand hervorging. Pro Monat in den USA sollte man ca. 2.000 EUR auf dem Konto haben…)
  • Beleg dafür, dass man wieder zurück nach Deutschland kommt (z.B. Flugticket, bezahlte Studiengebühren, laufender Mietvertrag etc.)
  • Dean’s Letter

Zum eigentlichen Interviewtermin darf man keinen Geldbeutel, Schlüssel, Handy mitbringen. Diese Dinge kann man am Eingang hinterlegen. Nur die Unterlagen, darf man also beim Gespräch dabei haben. Das Interview selbst war dann aber kein Problem. Ich wurde gefragt, wann ich denn Arzt geworden bin. Eine Fangfrage, denn das F-1 Visum darf man nur als Student beantragen! Insgesamt ist das Visum leider sehr zeitaufwändig und auch ganz schön teuer… Für sämtliche Visums-Fragen kann man sich an Tirado Kyoko (MSSM) wenden.

Wohnen in New York City

One World Trade Center (= Freedom Tower) am Ground Zero
One World Trade Center (= Freedom Tower) am Ground Zero

In New York ist es ratsam, sich zeitnah um eine Unterkunft zu kümmern. Die Mieten sind leider sehr, sehr teuer. Zum Glück wurde eine Unterkunft über eine Immobilienmaklerin des Mount Sinai Medical Centers organisiert (Angela Moura). Die Kosten beliefen sich auf 855 USD/Monat. Es war mehr oder weniger ein Studenten-Wohnheim und ich habe mir eine Wohnung mit einer anderen deutschen Medizinstudentin geteilt. Der große Vorteil: Nur ca. 5 min zum Klinikum!

Außerdem hätte ich für diesen Preis in Manhattan sicher keine andere Unterkunft bekommen – schon gar nicht im Sommer. Sobald also eine Zusage kommt, ist es ratsam, am besten sofort den „Student Coordinator“ nach einer Unterkunft zu fragen!

Kardiologie im Mount Sinai Medical Center

Erfreulicherweise hatte ich einen Platz in der Kardiologie bekommen. Das Kardiologie-Praktikum an der MSSM ist speziell für internationale Studenten organisiert und ermöglicht einen sehr guten Überblick über die Kardiologie. Die vier Wochen waren aufgeteilt in je eine Woche auf der Cardiac Care Unit (CCU), der CHF (chronic heart failure), dem Consult service und einem „elective“ (Electrophysiology and Interventional Cardiology, Echocardiography, Cardiothoracic Surgery oder Transplant). Insgesamt waren wir in dieser Rotation acht internationale Medizinstudenten. Dr. Dangas leitet dieses internationale Programm.

In jeder der vier Wochen war man einem „Fellow“ zugeteilt. Je nach „Fellow“ dufte man mal mehr, mal weniger selbst übernehmen. In der „Consult Woche“ durfte ich selbstständig die Patienten untersuchen, um sie dann anschließend meinem „Fellow“ vorzustellen. Außerdem war man immer einem Oberarzt („Attending“) zugeteilt. Je nach „Fellow/Attending“ fand mal mehr, mal weniger zugeschnittenes Teaching statt. Ein „Fellow“ hat sich mal zwei Stunden mit mir zu „Starbucks“ gesetzt, um mir in aller Ausführlichkeit die Behandlung von chronic heart failure (Herzinsuffizienz) näher zu bringen.

Wie in den USA üblich, fanden natürlich auch sehr viele Fortbildungen statt, so z.B. die „Morning Conferences“, d.h. Vorträge zu aktuellen Veröffentlichungen, „Noon Conferences“ speziell für „Interns“ und „Med Students“. Es folgten die „teaching rounds“ mit den Oberärzten sowie „cardiac und vascular surgery conferences“. Außerdem fanden spezielle Studentenkurse statt, z.B. ein sehr guter EKG-Kurs mit Dr. Zacks. Man hatte außerdem die Möglichkeit ins Echo zu gehen, zu Vascular Cardiology, Nuclear Cardiology, Electrophysiology, oder ins Katheterlabor.

Die Ärzte waren alle sehr freundlich und haben gerne und ausführlich erklärt. Am Ende der Rotation stand noch eine „Case Presentation“ vor den anderen Medizinstudenten an, sowie ein Treffen mit Dr. Fuster höchstpersönlich, dem Leiter der Kardiologie am Mt. Sinai, einem weltweit bekannten Kardiologen.

Insgesamt habe ich den vier Wochen sehr viel dazugelernt, auch über aktuelle kardiologische Studien oder z.B. über neue Methoden der Katheterablation.

Hämato-Onkologie

Im Anschluss an die Kardiologie war ich noch weitere vier Wochen in der Hämato-Onkologie, ebenfalls im Hauptkrankenhaus direkt am Central Park. Hier war ich die einzige internationale Studentin. Ich war je zwei Wochen in der liquid und in der solid oncology.

Im Gegensatz zur Kardiologie war ich nun Teil eines festen Teams, inkl. „Intern“, „Resident“, „Fellow“ und „Attending“. Morgens fand zuerst das „pre-rounding“ statt, d.h. ich habe meine eigenen Patienten besucht und mich für die Visite vorbereitet. Im Anschluss fand eine sehr ausführliche, bis zu drei Stunden! dauernde Oberarztvisite statt. Die Visite dauerte deswegen so lange, weil der Oberarzt glücklicherweise sehr motiviert war und bei jedem Patienten sehr viel zu Krankheitsbild und aktuellem Stand der Forschung erzählt hat. Es fanden auch regelmäßig kleinere Vorträge in dieser Konstellation statt und ich selbst habe drei kleinere Vorträge vor versammelter Mannschaft während der Lehrvisiten gehalten.

Bei der Visite waren „Med Students“, „Interns“, „Residents“, „Fellows“, „Nurses“, „Nurse Practioners“ und natürlich der Oberarzt dabei. Mittags fanden wieder die „Noon Conferences“ (Innere Medizin allgemein) statt, nachmittags spezielle Onkologie-Fortbildungen für Studenten, „Interns“ und „Residents“. Freitags gab es die „Bagel Rounds“, bei denen Studenten und „Interns“ Fälle vorstellen und nicht zuletzt dienstags die „Grand Rounds“, an denen die gesamte Abteilung der Inneren Medizin teilnahm und dabei Vorträge zu aktuellen Forschungsthemen gehalten wurden.

Nachmittags bin ich außerdem noch oft in die „Outpatient Clinic“ gegangen, wo ich zusammen mit Oberärzten in verschiedene Bereiche der Onkologie hineinschnuppern konnte, so z.B. in Breast Cancer, Gastrointestinal Cancer, multiple myeloma und sarcoma. Hier durfte ich z.B. bei Knochenmarkspunktionen und Aszitespunktionen assistieren.

In der Hämato-Onkologie hat mir besonders gut gefallen, dass ich so viel selbst machen durfte. Ich hatte meine eigenen Patienten, die ich von der Aufnahme bis zur Entlassung betreut habe. Natürlich standen mir dabei meine „Resident“ und eine „Fellow“ bei Fragen immer zur Seite.

Leben in New York City

Faszinierendes Nachtleben am Times-Square in New York
Faszinierendes Nachtleben am Times-Square in New York

New York ist eine atemberaubende Stadt, die unendlich viel zu bieten hat. In den acht Wochen habe ich längst nicht einmal ansatzweise alles gesehen und wie jedes Mal auf dem Rückflug von NYC habe ich mir auch diesmal wieder geschworen, zurück zu kommen, um noch mehr zu entdecken.

Ich bin meist abends nach dem Praktikum noch in die Stadt und habe natürlich an den Wochenenden sehr viel Sightseeing gemacht. Dafür lohnt sich auf jeden Fall eine Metro Card (ca. 90 USD/Woche), die im gesamten New Yorker Netz gilt. Das Mt. Sinai Medical Center liegt direkt am Central Park an der Upper East Side. Somit ist man mit der U-Bahn schnell in der Stadt.

Und eines ist garantiert: in New York wird niemandem langweilig! Nur sollte man auch bedenken, dass die Stadt ein sehr teures Pflaster ist. Für ein normales Essen mit einem Soft Drink zahlt man durchschnittlich 20 USD. Für ein Bier, je nach Location, etwa 6-15 USD.

Ich will hier nicht alles aufzählen, was man in NYC machen kann, sonst würde ich morgen noch hier sitzen, aber im Sommer sollte man sich die zahlreichen „Rooftop-Bars“ nicht entgehen lassen, wie sie überall auf den Hotels zu finden sind. Spektakuläre Aussichten über den Dächern von New York! Viele Konzerte in der Stadt sind kostenlos, am besten die kostenlosen Zeitschriften in der U-Bahn durchforsten. Ebenfalls kostenlos sind die Stadttouren von www.nycbyfoot.com – durch verschiedene Stadtteile oder eben eine „grand tour“.

Außerdem ist der Strand an Long Island mit der Bahn in einer Stunde erreichbar und dies für ca. 25 USD inkl. Strandeintritt. Ausflüge nach Philadelphia, D.C., und z.B. die Hamptons sind ebenfalls empfehlenswert.

Ein Tipp noch: Traveller Cheques lohnen sich eigentlich nicht, sie werden fast nirgends anerkannt. Man sollte besser ein Konto bei einer Bank haben, bei dem kostenlose Abbuchungen in den USA möglich sind oder natürlich eine Kreditkarte. Hier sollte man darauf achten, dass keine zusätzlichen Gebühren bei jeder Bezahlung fällig werden.

Mein Fazit

Atemberaubender Blick von oben auf die Skyline von New York
Atemberaubender Blick von oben auf die Skyline von New York

Wie Ihr beim Lesen meines Berichtes sicher schon gelesen habt, ist ein PJ-Abschnitt in New York ein sehr teurer Spaß. Ich hatte noch Glück und mich kurz vor einer Deadline an der Mount Sinai School of Medicine beworben, so dass ich nur ca. ein Viertel der heutigen Studien-/ Bewerbungs-/ Gesundheitsgebühren bezahlen musste. Offenbar bewerben sich mittlerweile so viele internationale Medizinstudenten an der MSSM, dass dort die Gebühren beinahe endlos nach oben geschraubt werden können und trotzdem noch genügend Bewerber auf der Matte stehen.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich bin mir nicht sicher, ob dieser erhebliche finanzielle Aufwand den Rotationen noch gerecht wird. Ich habe das Gefühl, dass mittlerweile aus den internationalen Medizinstudenten Profil geschlagen wird. Am Deutlichsten war dies in der Kardiologie deutlich. Dort wurde bereits ein Programm extra für die internationalen Medizinstudenten eingeführt. Zwar ist es toll, dass alles so durchorganisiert wird und dass so viel Lehre stattfindet, aber man ist in diesem Praktikum leider trotzdem oft außen vor, denn man ist als internationaler Medizinstudent eben nicht Teil des Teams, sondern quasi als Besucher zu Gast.

Ein normales Praktikum wie in anderen Disziplinen, z.B. vier Wochen in einer Abteilung mit eigenen Patienten etc. ist in der Kardiologie als internationaler Student gar nicht mehr möglich. Nichts gegen das jetzige Programm, aber es ähnelt eben doch mehr einem Studien-Semester als einem PJ-Tertial. Mit genug Eigeninitiative lässt sich dennoch sehr viel aus dem Programm gewinnen! Wenn man z.B. nach einem Kurs auf den vortragenden Oberarzt zugeht, dann wird man gerne auf personalisierte Streifzüge durch die Kardiologie mitgenommen.

Insgesamt habe ich mein Praktikum an der Mount Sinai School of Medicine in vollen Zügen genossen. Die Universität ist definitiv auf dem aktuellsten Stand der Forschung und sehr modern. Die Lehre ist sehr umfassend und Ärzte als auch Personal sind sehr freundlich und allzeit bereit, etwas zu erklären.

Und natürlich ist New York City allemal eine Reise wert!

R., S.
München, Januar 2012

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1 Kommentar

  • Danke für diesen umfassenden Bericht!!
    Ich hätte noch eine Frage an dich, könntest du mir an evt. bitte deine Emailadresse zukommen lassen?
    Darüber würde ich mich freuen!
    Liebe Grüße
    Lea

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