Assistenzarzt Allgemeinmedizin in einer Landarztpraxis in Rheinland-Pfalz

30. Oktober 2012

in Arzt Niederlassung in Deutschland, Assistenzarzt in Deutschland

Rheinland-Pfalz, Winterburg (Oktober 2012)

Ich habe meinen Wechsel aus der Klinik in die Allgemeinmedizin zu keinem Zeitpunkt bereut. Es ist vielmehr so, dass meine Liebe für dieses Fachgebiet geweckt wurde. Nach einer kurzen Zwischenstation in einer allgemeinmedizinischen Stadtpraxis bin ich seit einem Jahr in einer Landarztpraxis als Weiterbildungsassistent beschäftigt. Die Allgemeinmedizin stellt aus meiner Sicht das abwechslungsreichste Fach der Medizin dar.

Motivation

Der Entschluss zur allgemeinmedizinischen Weiterbildung erfolgte nach fast dreieinhalb Jahren Tätigkeit in der Inneren Medizin eher spontan. Am Anfang stand zunächst mehr der Klinikfrust als die Lust auf eine Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. Zuerst erfolgte eine halbjährige Weiterbildung in einer allgemeinmedizinischen Stadt-Praxis. Dort war ich allerdings mit den Bedingungen sehr unzufrieden. Daher entschied ich mich zur Fortsetzung meiner Weiterbildung in einer Landarztpraxis in Winterburg.

Sich wohl fühlen in einer Landarztpraxis

In dieser Landarztpraxis in Winterburg fühlte ich mich von Beginn an sehr wohl. Der Grund war und ist, dass es in dieser Landarztpraxis aus meiner Sicht optimale Arbeitsbedingungen für den Weiterbildungsassistenten gibt. Es bestehen gute Fortbildungsmöglichkeiten wie z.B. fünf Tage bezahlter Fortbildungsurlaub und die Übernahme der Kursgebühren sowie eine durchgehend gute Betreuung durch die zwei Ärzte dieser Gemeinschaftspraxis – Dr. Nicole Wagner und Dr. Christian Schulze. Ebenso ist nach Rücksprache mit den beiden Weiterbildern die Durchführung von Nebentätigkeiten, in meinem Fall beispielsweise nebenberufliches NEF-Fahren zur Aufbesserung des Einkommens, möglich, wobei ich erwähnen muss, dass in dieser Landarztpraxis schon von Grund her ein übertarifliches Gehalt gezahlt wird.

Als einziger negativer Aspekt ist lediglich die weite Entfernung von der „Stadt“ zu nennen. In meinem Fall ist ein tägliches Pendeln von einer Stunde hin sowie einer Stunde zurück notwendig, aber dieser Aufwand lohnt sich allemal für die hier gebotenen Weiterbildungsbedingungen. Das gesamte Spektrum der Allgemeinmedizin ist vorhanden. Es erfolgen Behandlungen und U-Untersuchungen von Kindern, ebenso wie die „normale“ allgemeinmedizinische Betreuung von Erwachsenen und die Heimbetreuung von geriatrischen Patienten.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Landarztpraxis liegt auf der Chirotherapie/Orthopädie, denn Dr. Schulze verfügt hier über ausgesprochen gute Kenntnisse. Diese werden dem Weiterbildungsassistenten gut vermittelt. Die Technische Ausstattung der Praxis ist fast mit einer internistischen Facharztpraxis zu vergleichen. Es steht ein gutes Sonographie-Gerät für Abdomen- und Schilddrüsenultraschall zur Verfügung. Ebenso verfügt die Praxis über EKG und Belastungs-EKG sowie die Möglichkeit zur Durchführung von Lungenfunktionsprüfungen.

Besonders hervorzuheben ist ferner die sehr gute EDV- Ausstattung dieser Praxis. Es handelt sich um eine papierlose Arztpraxis, in der sämtliche Patientendokumente digital archiviert werden und somit jederzeit abrufbar sind. Zu erwähnen ist des Weiteren die gute und enge Zusammenarbeit des Ärztlichen Personals mit den Medizinischen Fachangestellten. Hier herrscht ein sehr angenehmes kollegiales Miteinander, welches das Arbeiten weiter unterstützt.

Mein Arbeitstag in der Landarztpraxis Winterburg

Im Folgenden möchte ich den typischen Arbeitstag eines Weiterbildungsassistenten in dieser Landarztpraxis in Winterburg kurz darstellen. Dienstbeginn ist morgens um 7:30 Uhr. In den ersten beiden Stunden eines Tages stehen vor allem Akutfälle an. Es erfolgen orientierende Untersuchungen und oftmals Krankschreibungen wegen Atemwegsinfekten oder Magendarmbeschwerden.

Ab ca. 10:00 Uhr lässt dann der erste Patientenansturm nach. In der Folge kommen nun die Terminpatienten. Hier hat man dann die Möglichkeit, sich intensiver mit diagnostischen Möglichkeiten oder auch den Gesprächen mit den Patienten zu widmen. Zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr findet eine Telefonsprechstunde statt, in der meist die aktuellen Laborwerte mit den einzelnen Patienten besprochen werden. Aber auch andere Anliegen der Patienten werden durch die Ärzte beantwortet.

In der sich anschließenden Mittagspause ist zum einen etwas Zeit zum Ausruhen oder zum Nachlesen von Fachliteratur. Ebenso stehen beide Ärzte bei vorhandenen Fragen zur Verfügung.

Nachmittags folgen dann meistens noch zwei bis drei Hausbesuche, die selbständig durch den Weiterbildungsassistenten durchgeführt werden. Bei Nutzung des eigenen KFZ werden übrigens hierbei die Fahrtkosten mit 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer erstattet. So werden die Patienten in ihrer häuslichen Umgebung besucht und Therapien angepasst bzw. geändert. Am Nachmittag findet schließlich ab 16:00 Uhr eine weitere Terminsprechstunde statt. Hier kommen vor allem berufstätige Patienten zur intensiveren Diagnostik oder auch zur Besprechung ihrer Befunde. Der Arbeitstag endet in der Regel um 18:00 Uhr.

Fazit und persönliche Empfehlung

Sitz der Gemeinschaftspraxis Drs Wagner – Schulze

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich meinen Wechsel aus der Klinik in diese Landarztpraxis zu keinem Zeitpunkt bereut habe. Es ist vielmehr so, dass meine Liebe für die Allgemeinmedizin geweckt wurde. Die Allgemeinmedizin stellt aus meiner Sicht das abwechslungsreichste Fach der Medizin dar. Es ist auch keineswegs so, dass in einer Allgemeinmedizinischen Praxis nur Krankschreibungen und Überweisungen ausgestellt werden. Man ist vielmehr der vielbeschriebene „Lotse im Gesundheitssystem“ für den Patienten und trägt eine weitaus größere Verantwortung als ein Stationsarzt in der Klinik, wo durchgehend ein oberärztlicher Hintergrunddienst vorhanden ist.

Die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin kann vor allem den Kolleginnen und Kollegen empfohlen werden, die Freude an einer kompletten und langjährigen Betreuung der Patienten haben. Es ist allerdings auf jeden Fall zu berücksichtigen, dass entgegen anders lautender Vorurteile nur ca. 30 Prozent der Fälle in der Allgemeinmedizin als internistisch zu betrachten sind. Weitere 30 Prozent entfallen auf orthopädische Fragestellungen, meist Rückenschmerzen, und 30 Prozent in den Bereich der Psychosomatik. Die zukünftigen Allgemeinmediziner sollten daher neben einer fundierten Ausbildung in der Inneren Medizin, inklusive notfallmedizinischer Erfahrung, zumindest ein grundsätzliches Interesse an orthopädischen sowie psychosomatischen Fragen haben.

Aufgrund der oben genannten Anforderungen im allgemeinmedizinischen Praxisalltag ist es zweckmäßig, den ambulanten Teil der Weiterbildung erst nach Abschluss des klinischen Teils zu absolvieren.

Kontakt Landarztpraxis Winterburg

Dr. med. Christian Schulze – ein junger Landarzt aus Leidenschaft

Dr. med. Christian Schulze

Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin – Chirotherapie – Sportmedizin – Tropen- & Reisemedizin – Gelbfieberimpfstelle Nr.8 – Bereitschaftsarzt Bad Kreuznach – Leiter der BDZ Bad Kreuznach
Mühlenstraße 3, 55595 Winterburg
Tel.: 06756.232
Fax: 06756.410
www.dr-christian-schulze.de
www.jameda.de [search for Christian Schulze]

Winterburg, Oktober 2012

Stellenausschreibung 12.04.2013

Die oben beschriebene Stelle ist ab sofort wieder zu besetzen. Die Bezahlung ist deutlich überdurchschnittlich, es fallen keine Dienste an. Arbeitszeiten, auch Teilzeit sind frei vereinbar.

Wer in einem jungen, dynamischen und freundlichem Hochleistungsteam arbeiten möchte, ist bei uns gut aufgehoben! Wir versuchen möglichst effizient zu arbeiten und eng am Patienten zu sein mit guter Anamnese und klinischer Untersuchung als Grundlage. Näheres finden Sie auch hier: http://www.jameda.de/winterburg/aerzte/innere-allgemeinmediziner/dr-christian-schulze/bewertungen/80031739_1/

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung an , lernen Sie die Praxis kennen unter www.dr-christian-schulze.de

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1 Kommentar

  • Hallo Christian,-Hut ab vor Dir.War interresant zu lesen,-Dein Vater kann Stolz auf Dich sein und ich bin es auch, denn schließlich verbinden mich 30 Jahre mit dieser Praxis, und Du bist ein sehr guter Hausarzt.L.G.Christa Bauer

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