stadtlandpraxis – eine Initiative mit interessanten Perspektiven für den Ärztenachwuchs

22. Juli 2014

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Wer als Mediziner eine eigene Praxis eröffnen will, der sollte den Landkreis Harburg genauer unter die Lupe nehmen. Die Initiative „stadtlandpraxis“ unterstützt interessierte Medizinstudierende und Ärztinnen/Ärzte auf ihrem Weg vom ersten Praktikum bereits während des Medizinstudiums, über die Weiterbildung bis hin zur späteren Niederlassung.

Eine besondere Chance für junge Ärztinnen und Ärzte

S-Bahn Station Berliner Tor
S-Bahn Station Berliner Tor

Mit seiner Initiative „stadtlandpraxis“ präsentierte sich der Landkreis Harburg Ende Juni 2014 auf dem Nachwuchskongress „Operation Karriere“ des Deutschen Ärzteblattes im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) als attraktive Region für junge Ärztinnen und Ärzte, die einen Standort zur Praxisniederlassung suchen. Am Rande der Metropole Hamburg und doch mitten im Grünen gelegen, bietet der Landkreis Harburg nahezu perfekte Voraussetzungen für alle, die Leben und Arbeit harmonisch miteinander verbinden wollen. Dies ist ein Punkt, der gerade auch vielen jungen Ärzten und insbesondere jungen Ärztinnen, die als Mutter Beruf und Familie in Einklang bringen müssen, wichtig ist.

So war es auch nicht verwunderlich, dass viele junge Medizinstudenten und Absolventen sich am Stand dieser Initiative aus erster Hand über Möglichkeiten zur Gründung einer eigenen Praxis im Landkreis Harburg informieren wollten. „Wir hatten zahlreiche Gespräche mit Medizinstudierenden und konnten sie umfassend über die Möglichkeiten und Vorteile unserer Region beraten“, sagt Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales beim Landkreis Harburg. „Vor allem die Nähe zu Hamburg und die reizvolle Lage im grünen Süden der Metropolregion ist für viele sehr attraktiv.“

Interessante Perspektiven für den Medizinernachwuchs

Kaminski rief die Initiative „stadtlandpraxis“ im Jahr 2011 gemeinsam mit den Kreiskrankenhäusern Winsen und Buchholz, den Hausärzten des Landkreises und der Kassenärztlichen Vereinigung ins Leben. Ziel der Initiative ist es, Ärztinnen und Ärzten nach ihrem Studium den Weg zur eigenen Praxis zu ebnen, ihnen Möglichkeiten zur Weiterbildung etwa als Assistenzärztin/Assistenzarzt in den Kreiskrankenhäusern aufzuzeigen und sie für die Region Harburg als Praxis-Standort zu begeistern.

Die Beratungsangebote richten sich bereits an Oberstufenschüler und Medizinstudierende, zu denen die Initiative frühzeitig Kontakt aufbaut und sie regelmäßig über Neuigkeiten informiert. Dazu gehört die Vermittlung von Praktikumsstellen ebenso wie die Unterstützung bei der Suche nach Assistenzarztstellen in Praxen und Krankenhäusern. Hierbei kooperiert die Initiative mit den Kreiskrankenhäusern in Buchholz und Winsen, der Waldklinik Jesteburg, dem Krankenhaus Salzhausen und rund 80 niedergelassenen Hausärzten im Landkreis Harburg ebenso wie mit den Kommunen und der Kassenärztlichen Vereinigung.

Erste Erfolge dieses Engagements im Landkreis Harburg

Drei Jahre nach dem Start der Initiative kann Reiner Kaminski erste Erfolge vorweisen. „Wir haben schon sieben Ärztinnen und Ärzte bei ihrer Niederlassung im Landkreis begleitet, davon fünf bei der Anstellung als Ärztin/Arzt in einer bestehenden Praxis“, freut sich Kaminski. Weitere Praxisniederlassungen und Übernahmen sind in der Vorbereitung. Darüber hinaus konnten insgesamt acht junge Ärztinnen/Ärzte als Weiterbildungs-Assistenten in Krankenhäuser oder ambulante Praxen vermittelt werden. Darüber hinaus pflegt die Initiative über 120 Netzwerk-Kontakte zu interessierten Medizinstudierenden und Ärzten.

„Angesichts des sich abzeichnenden Ärztemangels müssen wir aktiv um den Ärztenachwuchs für den Landkreis werben“, betont Kaminski. Allein in den nächsten sieben Jahren würden etwa 50 Hausärzte im Landkreis ihre Praxis aus Altersgründen schließen, weil sie keinen geeigneten Nachwuchs für die Praxisübernahme finden. „Dem wollen wir gegensteuern, indem wir frühzeitig schon den Medizinstudierenden Angebote zur späteren Weiterbildung als Assistenzärzte geben, sie über Stellenangebote und Möglichkeiten zur Praxisübernahme informieren und sie in Fragen der Existenzgründung umfassend beraten.“

Eines dieser zusätzlichen Informationsangebote von „stadtlandpraxis“ war der Vortrag des Winsener Facharztes für Allgemeinmedizin, Dr. med. Rainer Hennercke, den dieser als einer der Partner der Initiative auf dem Kongress „Operation Karriere“ am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf hielt. Unter dem Thema „Vorteil Niederlassung – Arzt und Manager?“ zeigte er die Chancen und Möglichkeiten einer eigenen Hausarztpraxis im aktuellen Kontext auf.

Hier erfahren Interessierte mehr

www.stadtlandpraxis.de
www.stadtlandpraxis.de

Informationen zur Initiative „stadtlandpraxis“ des Landkreises Harburg finden Interessierte auf www.stadtlandpraxis.de . Diese Seite dient sowohl interessierten Medizinstudierenden, Ärztinnen und Ärzten als auch den Mitgliedern der Initiative als zentraler Treffpunkt und Informationsbörse.

Wer sich aus erster Hand über die Möglichkeiten zur Gründung einer eigenen Praxis im Landkreis Harburg informieren möchte, wer einen Partner für eine neue Praxisgemeinschaft sucht, ist hier genau richtig. Zudem findet man hier Infos, falls irgendwo im Landkreis Harburg eine Nachfolgerin, ein Nachfolger für eine Hausarztpraxis gesucht wird. Ferner findet man Tipps und Ratschläge speziell zu betriebswirtschaftlichen Fragen. Und auch wenn es um Fragen der Weiterbildung geht, werden hier Antworten gegeben.

Kontakt

Reiner Kaminski
Reiner Kaminski

Reiner Kaminski
Landkreis Harburg
Fachbereichsleiter Soziales

Tel. 04171-693423
Fax: 04171-693566
www.stadtlandpraxis.de

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