Milchreis, Mamma und Modellstudiengang Medizin an der Charité – eine Medizinstudentin berichtet

28. Januar 2014

in Chancen in Deutschland, Medizinstudium, Ratgeber, Studium in Deutschland

„Damals“, im April 2013, begann mein Medizinstudium im Modellstudiengang an der Charité. „Könnt Ihr Euch noch an unsere erste Vorlesung erinnern?“, fragt einer meiner Kommilitonen in die Runde und schiebt sich dabei einen weiteren Löffel süßen Milchreis in den Mund. „Und das erste Seminar?“, wirft gleich jemand anderes vom anderen Ende des Tisches hinterher. „Also ich werde auf jeden Fall unseren ersten Patienten nie mehr vergessen!“ ertönt es dann neben mir.

Auf in die beste Mensa Berlins

Charité Mensa-Nord
Charité Mensa-Nord

Es ist 12:30 Uhr und wir betreten gerade die Mensa. Das nächste Seminar soll erst um 14:00 Uhr beginnen – Thema „Physiologische Umbauvorgänge in der Mamma“ – und bis dahin sind wir noch vollends damit beschäftigt, die Vorzüge der besten Mensa Berlins, die sich praktischer Weise direkt neben dem Charité – Campus in Mitte befindet, auszukosten. Das Salathochstapeln und Käseunterschmuggeln gehört wohl zu den Grundfähigkeiten, die dabei jeder Student in Berlin mit der Weile erwirbt. Da machen wir Medizinstudenten auch keinen Unterschied.

Man trennt sich im wirren Chaos der Self-Serve-Essenstände. Hier ist jeder auf sich alleine gestellt. Wie auf einem orientalischen Basar geht es hier manchmal zu. Die nächsten Minuten sind zwar nicht mit Feilschen, dafür aber damit verbracht, den Durchmesser des Tellers bis auf das Maximale auszureizen. Wir sind ja schließlich arme Studenten und bekommen sonst nichts Richtiges in den Magen. Nach dem bargeldlosen Bezahlen mit der Mensacard findet man sich hinter den Kassen beim Salatdressing wieder, um sich auf die Suche nach einem ausreichend großen Tisch zu machen.

Heute sind wir zu neunt. Das ist auch jeden Tag anders, wenn man überhaupt jeden Tag die Zeit findet, zur Mensa zu gehen. Unsere Stundenpläne sind nicht ganz so studentenfreundlich, wie das bei manch anderer Fachrichtung der Fall sein mag und variieren auch semesterintern sehr. Die Gruppe von heute setzt sich aus meiner Pol-Gruppe zusammen. Zumindest mit ihr habe ich für ein Jahr immer die gleichen Pausenzeiten, was sie zur perfekten Mensa-Begleitung macht.

„POL“ – Problem Orientiertes Lernen – ist ein neues Lehr- und Lernformat, welches so noch recht einzigartig ist an deutschen Medizinhochschulen. Es wird im Kleingruppen-Format (8-9 Studenten) unterrichtet und bietet die Möglichkeit, mit selbstständiger Lernzielsetzung zu unterschiedlichen Patientenfällen auch einmal über den Tellerrand des Studiums hinaus zu blicken.

„Damals“ begann es.

Charité-Universitätsmedizin-Berlin-Campus-Mitte
Charité-Universitätsmedizin-Berlin-Campus-Mitte

Geschafft. Ein Tisch ist gefunden. Bis jetzt hatte sich das, wenn zwar manchmal als problematisch, so doch nie als unmöglich heraus gestellt. Seit dem ersten April 2013 wiederholt sich dieses Ritual ein paar Mal in der Woche. An diesem Tag hatten wir alle mit dem Medizinstudium, genauer gesagt mit dem Modellstudiengang der Charité – Universitätsmedizin Berlin, begonnen. (Der Regelstudiengang Medizin ist mit dem Wintersemester 2010 ausgelaufen.) Mehr als acht Monate ist das jetzt schon her und es fühlt sich mittlerweile schon nach einem nicht mehr ganz greifbaren Zeitvakuum an, in dem alles parallel geschah und zugleich die Zeit still zu stehen schien. So vieles hat sich für uns verändert, so vieles haben wir schon gelernt und so sehr hat uns „Die Zeit an der Charité“ damit bereits geprägt, dass wir nicht mehr die gleichen Menschen von, ja, ich sage schon „damals“, zu sein scheinen.

Mit mehr oder weniger Aufregung und einer ganzen Horde Schmetterlingen im Bauch ging es für uns an einem verregneten grauen Aprilmontag los. Und nein, es war kein Aprilscherz! Doch das zu begreifen, fiel vielen von uns schwer. Wir alle hatten das nervenzehrende Auswahlverfahren, welches über Hochschulstart koordiniert wurde, durchstehen müssen. Wochenlanges Warten und unzureichende Informationsvermittlung hatten dabei unsere Tage diktiert. Vielleicht liegt auch darin einer der Gründe, warum sich unter Medizinstudenten so gut und so schnell eine Gemeinschaft bildet. Jeder hat vorab das Gleiche durchmachen müssen und mit zittrigen Händen auf eine Zu- oder Absage zu einem der begehrtesten und auch teuersten Studienplätze warten müssen. Immerhin bewerben sich halbjährlich um die 3.000 Bewerber und nur ein kleiner Teil von 350 Besten wird genommen. Das Bangen war also begründet.

Für mich stand schon früh fest: „Ich möchte Medizin studieren“.

Doch so ähnlich auch das Empfinden beim Abwarten war, so unterschiedlich waren die Beweggründe, sich für solch einen Lebensweg zu entscheiden. Naturwissenschaftliches Interesse, Spaß an der Arbeit mit Menschen, familiäre Vorbilder, das Streben, später einmal die Anerkennung zu bekommen, die mit dem Berufsbild des Arztes einher geht, oder auch der frühe Kontakt mit Krankheit und auch Tod bildeten das Grundgerüst einer so maßgeblichen Entscheidung, sich an der Charité in Berlin für Medizin zu bewerben.

Bei mir waren es die schon immer von Krankenhäusern ausgehende Faszination und eine gewisse Neigung, alles Gegebene zu hinterfragen, die mich diesen Schritt haben gehen lassen. In meiner Familie gibt es leider keine Mediziner. Genauso wenig war ich in der Schule ein Ass in Chemie oder Physik und doch traute ich es mir zu, eines der längsten und schwierigsten Studienfächer zu bewältigen. Es schien mir, der einzig zu mir passende Weg zu sein. Wer sich einmal mit dem Menschen als biologisches, chemisches und physikalisches Konstrukt beschäftigt hat und dabei nicht in Ekel oder Schrecken ausgebrochen ist, kommt davon nicht mehr los. Zu faszinierend ist es, in die Tiefen dieser belebten Materie zu schauen und vor allem, sie zu verstehen.

„Wisst Ihr noch“?

Mensa Charité Berlin
Mensa Charité Berlin

Im großen Essensbereich wird es nun langsam voller. Mein Menü heute besteht aus Suppe, Salat und Milchreis. Letzterer wird natürlich kameradschaftlich unter denen, die wollen, geteilt. So pflegen wir das schon seit dem ersten Tag zu machen. So eine Art Süßspeisenessen auf die Freundschaft, wie man das sonst nur mit hartem Schnaps oder ähnlichem machen würde. Ein paar von den neun Leuten sitzen also, mit einem kleinen Löffel bewaffnet, um einen mit wabbeliger süßer Grütze überquellenden Teller und bereden dabei das bisherige Tagesgeschehen, ziehen über unzulängliche Dozenten her oder planen die nächste Party.

So war das auch schon „damals“, nur dass da die meisten Gespräche von einem riesengroßen Fragezeichen maßgeblich dominiert wurden: Wo genau ist die nächste Vorlesung nochmal? Wann das nächste Praktikum? Wer war nochmal der coole Dozent vom Seminar eben? Und wie spreche ich bloß den süßen Typen im Semester über uns an?

Die Charité versuchte zwar, es uns mit einer eigenen Orientierungswoche so leicht wie möglich zu machen, bei der wir die wichtigsten Orte auf dem Campus kennenlernten, der sich ja immerhin über drei Stadtbezirke erstreckt. Doch viele Fragen blieben ungeklärt oder bildeten sich sogar erst noch mit jedem Tag neu heraus. Denn je mehr Informationen wir bekamen, desto wirrer und unübersichtlicher erschien uns das Ganze. Zu vieles blieb uns und vor allem denjenigen, die ihr Erststudium hier begonnen hatten, zunächst unerschlossen.

Heute beim Mittagessen müssen wir darüber lachen und beschmunzeln insgeheim die neuen „Erstis“, die dieses Jahr wohl das Gleiche durchzumachen scheinen wie wir vor nicht allzu langer Zeit. „Könnt Ihr Euch noch an unsere erste Vorlesung erinnern?“, fragt einer meiner Kommilitonen in die Runde und schiebt sich dabei einen weiteren Löffel süßen Milchreis in den Mund. „Und das erste Seminar?“, wirft gleich jemand anderes vom anderen Ende des Tisches hinterher. „Also ich werde auf jeden Fall unseren ersten Patienten nie mehr vergessen!“ ertönt es dann neben mir.

Der Modellstudiengang Medizin an der Charité – erste Eindrücke

Friedrich-Kopsch-Hörsaal
Friedrich-Kopsch-Hörsaal

In der Tat. Es gab viele „erste Male“ für uns. Ich kenne keinen, der kein Ehrfurcht erweckendes Gefühl in der Magengrube verspürte, als er zum allerersten Mal den „Friedrich- Kopsch“-Hörsaal betrat, den ältesten und größten Hörsaal der Charité. Schon Rudolf Virchow, der ganze Stolz der Charité, soll hier gesessen haben. Die Plätze für die Studenten sind in steil ansteigenden engen Sitzreihen im Halbkreis um das Podium angeordnet, von wo aus der Dozent, mit dem Laserpointer bewaffnet, seine an die Wand projizierten Folien erklärt. Früher wurden hier auch Sektionen an Leichen durchgeführt und ein Hauch von dieser wohl eher düsteren Vergangenheit liegt auch heute noch in der Luft.

Eine Vorlesung dauert zwischen 45 und 90 Minuten. Das hört nach nicht viel an, doch schon nach der Hälfte brennt einen manchmal der Kopf. Es ist natürlich, wie damals auch schon in der Schule, sehr vom Dozenten abhängig. Manch einer ist in der Lage, diesen riesigen Raum ganz ohne Mikrophon zu beschallen und ein anderer ist auch mit maximaler Verstärkung nicht zu verstehen. Bei dem Einen versteht man die gesamte Thematik ohne Probleme und bei einem Anderen muss man noch etliche Stunden darauf verwenden, komplizierte Bücher zu durchforsten, bis man endlich hinter die Thematik gestiegen ist. Mancher hat die Lacher der Studenten von vornherein auf seiner Seite, während manch Anderer höchstens verunsichertes Schweigen verursacht.

Wir haben weibliche und männliche Dozenten. Fachleute aus Forschung und Klinik. Kardiologen, Dermatologen, Nephrologen, Pädiater, Gerichtsmediziner und auch Soziologen. Menschen aus allen nur vorstellbaren medizinischen und gesellschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen kommen hierher, um uns etwas zu lehren. Und es geht darum, das Beste aus diesem riesigen und vielfältigen Wissensangebot für sich selbst mitzunehmen. Dabei profitieren wir nicht nur von der Größe der Berliner Universitätsklinik, die eine schier unerschöpfliche Menge an qualifizierten Vortragenden aus allen noch so kleinen Winkeln und Ecken der Medizin mit sich bringt, sondern auch vom Konzept des Modellstudiengangs.

Fachidioten sind hier fehl am Platz. Hier wird sich um eine ganzheitliche Ausbildung bemüht. Zu den naturwissenschaftlichen Kompetenzen sollen wir auch noch unsere sozialen Interaktionsqualitäten verbessern. Sollen von vornherein lernen, hinter die Psyche des Patienten zu blicken. Und lernen damit die Medizin als mehrdimensionale Disziplin zu verinnerlichen.
Dafür haben wir, zu den an allen Unis üblichen Vorlesungen, Seminaren und Praktika noch Fächer wie „KIT“.

„KIT“ steht für Kommunikation, Interaktion und Teamarbeit und soll einem auch genau dies vermitteln. Das mag sich auf Anhieb etwas sinnlos oder überflüssig anhören. Doch unter anderem liegt hier der Unterschied zwischen dem Regel- und dem Modellstudiengang Medizin. In „KIT“ lernen wir mit Patienten auch in Ausnahmesituationen umzugehen, was sich unsere Universität einiges kosten lässt. Im ersten Semester hatten wir einen Simulationspatienten. Jetzt im zweiten sind es schon vier. Dies gibt uns die Möglichkeit, ein geordnetes Patientengespräch von der Pike auf zu lernen und wir werden nicht erst im Praktischen Jahr (PJ) ins kalte Wasser geworfen.

Zum Konzept gehört auch die enge Verbindung von Theorie und Praxis ab dem ersten Semester. Von Anfang an dürfen wir im Untersuchungskurs willige Patienten auf Station mit unbeholfenen Fragen und tapsigen Abhörversuchen ärgern. Angst vor Menschen, darf man hier nicht haben. Angst davor, Fehler zu machen und sie auch zuzugeben, erst recht nicht. Auch das ist wichtig für zukünftige Ärzte. Sie sind ja schließlich auch nur Menschen. Ich glaube mich sogar daran erinnern zu können, ein schlauer Mensch habe mal gesagt: „ Die richtig guten Ärzte, sind die Studenten gewesen, die sich getraut haben, Fehler zu begehen“. Und schnell wird man vertrauter mit dem Standardinstrumentarium und fühlt sich sicherer am Menschen.

Der „U – Kurs“ stellt das alles verknüpfende Netz unserer Ausbildung dar, welches unser theoretisches Wissen auf vielen Ebenen mit der eigentlichen Praxis verwebt. Alles neu Erlernte wird zunächst in Kleingruppen an den Kommilitonen erprobt und dann direkt am Patienten vertieft, sodass hierbei alles zusammenfließen kann, was man vorher relativ trocken vermittelt bekommen hat.

Seit Beginn dieses Studiums verging so nicht ein einziger Tag, an dem ich nicht mit dem Gefühl nach Hause gegangen bin, wieder etwas Neues gelernt zu haben.

Mein Erfolgskonzept – Lerngruppen

Charité Bettenhochhaus
Charité Bettenhochhaus

Am Ende einer Woche, die immer einem speziellen Thema, wie z.B. der Zellulären Kommunikation gewidmet ist, sollte man, mit etwas eigenem Fleiß, alles mehr oder weniger verstanden haben. Für zusätzliche Fragen, die immer wieder auftauchen und auch einfach nur zum gemeinsamen Lernen, haben sich bei uns schnell Lerngruppen etabliert. Dies geschah ganz automatisch. Alle hatten Spaß am Lernen und alle hatten ihre Probleme an anderen Stellen liegen. Oft hing dies zunächst auch mit den in der Schulzeit belegten Leistungskursen zusammen. Warum also sollte man sich nicht zusammentun und sich gegenseitig helfen?

Bis jetzt waren Lerngruppen mein Erfolgskonzept zum Bewältigen des Medizinstudiums und sie werden es fürs Erste wohl auch bleiben. Vor allem haben sie mir gezeigt, dass wirklich produktives, intensives Lernen mit den richtigen Leuten nichts Verrufenes oder Streberhaftes an sich hat. Es ist ein ganz und gar erfüllendes Erlebnis und macht zudem noch tierischen Spaß.

Man wirft sich gegenseitig Begriffe an den vorerst leer erscheinenden Kopf, mit denen man zunächst nichts anzufangen weiß. Bringt diese Stück für Stück in einen logischen Zusammenhang bis am Ende wirklich jeder in einem erlösenden Aha-Seufzer ausbricht und das Gefühl hat, wieder ein kleines Stückchen weiter gekommen zu sein. Wieder eine kleine Stufe höher auf der Leiter der Erkenntnis, von der Charité auch liebevoll Lernspirale genannt. Lachanfälle und aufreibende Streitgespräche sind hierbei unwiderruflich vorprogrammiert und zudem unabdingbar. Gegenseitiges Helfen ist natürlich das Grundideal, doch man misst sich auch aneinander, versucht sich anzugleichen oder hervorzustechen. Der Ehrgeiz wird angestachelt. Damit hasst und liebt man sich innerhalb einer Gruppe und weiß doch, dass man die Prüfungen am Ende des Semesters wohl nicht oder nur halb so gut ohne sie bestanden hätte.

Das nächste Seminar ruft

Charité Universitätsmedizin Berlin
Charité Universitätsmedizin Berlin

Langsam bewegt sich der Zeiger meiner Uhr auf 14:00 Uhr zu. Wir packen unsere Teller wieder auf die Tabletts und machen uns gemächlich fertig. Auf dem Weg nach draußen werden die vollen Tabletts auf den dafür vorgesehenen Laufbändern verstaut. Wir reihen uns noch schnell in die Schlange für den Studentenkaffee ein. Ein paar gestresst wirkende „Erstis“ kommen uns dabei entgegen. „Oh verdammt, ich muss mir noch einen Kittel besorgen! – Und eine Pupillenlampe brauche ich auch noch“, hören wir nur so im Vorbeigehen und werden damit wieder unmittelbar zurück in unsere eigenen Erinnerungen gezogen.

Man kam sich schon unglaublich cool vor in seinem weißen Kittel, mit dem Stethoskop in der Tasche dem Arzt hinterherdackelnd. Wir hatten alle keine Ahnung! Manche, wie auch ich selbst, hatten ihr Krankenpflegepraktikum schon absolviert und hatten damit zumindest einige Erfahrungen, was in einem Krankenhaus vor sich geht. Der Rest konnte sich nur an diversen nicht sehr wirklichkeitsgetreuen Fernsehsendungen orientieren, bei denen jeder zweite Patient einem fast vor den Augen verblutet oder es mehr um die Dinge geht, welche die Atmosphäre zwischen Ober- und Assistenzarzt zum Knistern bringen. Kein Wunder, dass wir so ein verdrehtes Bild von der Wirklichkeit hatten.

Alles halb so schlimm! Von uns wurde zunächst erst einmal nichts erwartet, weder eine lebensbedrohliche Blutung zu stillen, noch unseren Dozenten zu verführen, auch wenn manche dies wohl gerne getan hätten.

Also los ging es. Wie war das nochmal? Erst Hände desinfizieren und dann die Hand geben oder anders herum? Dann erst die Brust von vorne oder hinten abhören? Und wo lag nochmal das Herz?
Kein Problem, im eins zu eins Kontakt mit unseren kranken Übungsmodellen gilt vor allem ein Hauptsatz, den ich schon oft von Rettungssanitätern gehört habe: „Selbstsicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit“. An der Sicherheit lässt sich bestimmt arbeiten, aber wir haben schließlich noch viel zu lernen. Wirklich viel zu lernen!

Es macht Spaß und darauf sollte es bei einem Studium ankommen. Wir werden immerhin die nächsten 12 Semester, wenn nicht sogar länger, damit verbringen, die Natur des Menschen immer besser kennenzulernen und dabei bestimmt einige Male auf die Nase fallen.

Apropos auf die Nase fallen. Wir sollten uns langsam auf den Weg machen, sonst kommen wir viel zu spät zu den „Physiologischen Umbauvorgängen in der Mamma“. Vor allem da wir immer noch nicht genau wissen, wo sich der Seminarraum befindet. Aber das ist nicht schlimm. Wozu gibt es denn Studierende aus den älteren Jahrgängen? Vielleicht ergibt sich hier auch endlich eine Chance, mit dem Typen aus dem höheren Semester ins Gespräch zu kommen?!

 

Nadja Kutschke
Berlin, November 2013

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