Assistenzarzt in Bitburg – Gastroenterologie

29. Juni 2010

in Assistenzarzt in Deutschland, Chancen in Deutschland, Deutschland, Gastroenterologie

Rheinland-Pfalz, Bitburg, Marienhausklinik Bitburg (Juni 2010)

Bitburg – Das einzig Wahre! Dr. Stefan Hilgers, Assistenzarzt im Marienhaus Klinikum Bitburg-Neuerburg, berichtet über die Erfahrungen, die er in den zurückliegenden Jahren gemacht hat und beschreibt, warum es ihm in der Eifel so gut gefällt. Nach seinem Medizinstudium in Köln arbeitet der 35-Jährige seit Oktober 2003 im Marienhaus Klinikum Bitburg, seit Juni 2007 in der neu geschaffenen Medizinischen Klinik II.

Marienhaus Klinikum Bitburg

Buntes Treiben in Bitburg
Buntes Treiben in Bitburg

Wer Bitburg hört, der denkt zunächst einmal an die ortsansässige Brauerei, die der größte Arbeitgeber der Stadt ist. Hier in der Südeifel, in der Nähe von Trier und Luxemburg, wird jedoch nicht nur eine Weltmarke hergestellt, hier wird auch gute Medizin angeboten.

Und so wie sich die Brauerei seit Jahrzehnten immer wieder durch neue Produkte auf einem hart umkämpften Markt behauptet, hat sich auch das Marienhaus Klinikum in Bitburg durch innovative Entscheidungen auf die sich ändernden Bedingungen eingestellt und besitzt einen guten Ruf bei den Menschen der Region – und mittlerweile auch darüber hinaus.

Einrichtung einer neuen Fachabteilung

Bitburg und Marienhausklinik
Bitburg und Marienhausklinik

Für mich persönlich war die Einrichtung einer neuen Fachabteilung für Gastroenterologie und Stoffwechselerkrankungen wegweisend; denn im Zuge der Vorbereitungen wurde ich gefragt, ob ich bereit wäre, in dieser neuen Abteilung mitzuarbeiten. Diese Aufgabe hat mich, trotz des damit verbundenen Risikos, gereizt und so habe ich kurz entschlossen zugesagt. Am 1. Juni 2007 wurde es dann ernst, der neue Chefarzt, seines Zeichens Gastroenterologe und Diabetologe, trat seinen Dienst an und wir machten uns gemeinsam auf den Weg.

Von Anfang an war zu erkennen, dass vieles anders werden würde. Glücklicherweise wurden die Veränderungen behutsam vorgenommen, so dass das Team der Klinik nicht überfordert wurde. Selbstverständlich wurden rasch neue Therapie- und Diagnoseverfahren eingeführt – insbesondere auf dem Gebiet der interventionellen Endoskopie können wir jetzt eine Vollversorgung von Stentanlagen bis Ösophagusvarizenbanding anbieten.

Neuerungen in der Klinikorganisation

Große Umbrüche gab es auch in der Klinikorganisation: Eine wesentliche Neuerung, die bereits am ersten Tag umgesetzt wurde, war die Einrichtung der Nachmittagsvisite. Jeden Tag um 15:30 Uhr kommt einer der Oberärzte oder der Chef auf die Station, sieht sich alle Neuaufnahmen und die Problempatienten an. Dies bedeutet eine erhebliche Erleichterung des Arbeitsablaufs, da man nun nicht mehr, wenn Fragen auftreten, hinterher telefonieren muss, sondern weiß, dass diese spätestens am Nachmittag beantwortet werden. Auch die Patienten waren von dieser Neuerung sehr angetan. Nach kurzer Zeit waren die 30 Betten voll belegt.

Im Weiteren folgte eine Neustrukturierung der Erstaufnahme. Sie wird jetzt als eigenständiger Funktionsbereich von einem Arzt, der keine Stationsarbeit mehr verrichten muss, betreut. Die Patienten kommen jetzt erst dann auf die Station, wenn alle bei der Aufnahme erforderlichen Untersuchungen erfolgt und sie primär versorgt sind.

Schichtdienstsystem und Fortbildung

Eine weitere Arbeitserleichterung für meine Kollegen und mich war die Umstellung auf ein Schichtdienstsystem, welches – und das ist sicher bemerkenswert – ohne finanzielle Einbußen für die Assistenten umgesetzt wurde. So entstand rasch ein enger Zusammenhalt in der Abteilung, der sich zu Gunsten der Patienten bis heute positiv auswirkt.

Die Oberärzte und der Chefarzt sind beispielsweise bereit, mal eben in der Ambulanz auszuhelfen, wenn ein Assistent noch eine Koloskopie durchführt – auf der anderen Seite arbeite ich mittlerweile auf Augenhöhe mit den Fachärzten und fühle mich als vollwertiges Teammitglied anerkannt. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und meine Meinung zählt mit.

Auch das Pflegepersonal lebt die neue Zeit mit und führt mit der größten Selbstverständlichkeit auch ärztliche Aufgaben aus. Das morgendliche Blutabnehmen ist für die Assistenten mittlerweile ein Fremdwort.

Zu Beginn des Jahres wird ein Fortbildungsplan erstellt – der Besuch des Endoskopiekongresses in Hamburg wird finanziell unterstützt und wöchentliche, zertifizierte Fortbildungen runden das Angebot ab. Zudem erhalten wir jedes Jahr ein persönliches fachliches Fortbildungsbudget.

In Sachen Vergütung steht das Marienhaus Klinikum Bitburg als kirchliches Haus kommunalen Kliniken in nichts nach. Wir erhalten hier Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine zusätzliche Altersversorgung. Bei der Eingruppierung wird sogar die AiP-Zeit als ärztliche Tätigkeit anerkannt.

Rückblick und Ausblick

Marienhausklinik Bitburg
Marienhausklinik Bitburg

Rückblickend auf die vergangenen Jahre stelle ich fest, dass meine damalige Entscheidung für die Gastroenterologie richtig war, auch wenn der Weg manchmal holprig und steinig war und wir noch lange nicht alles erreicht haben, was wir uns vorgenommen haben. Aber es ist ja noch viel Zeit und die Richtung stimmt.

Es ist ein gutes Gefühl, nach Hause zu gehen und zu wissen, dass es „unsere Klinik“ ist, die wir nun gemeinsam aufgebaut haben und weiterentwickeln.

Kontakt

Marienhaus GmbH Waldbreitbach
Marienhaus GmbH Waldbreitbach

Marienhaus Klinikum Bitburg-Neuerburg
Krankenhausstraße 1
54634 Bitburg
Medizinische Klinik II
Chefarzt Dr. Thomas Koch
Telefon: 06561 64-2511

Dr. Stefan Hilgers
Bitburg, Juni 2010

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1 Kommentar

  • Ein Endokrinologe interessiert sich für alles, was im Körper hormongesteuert ist. Nebennierenrinden, Schilddrüse etc. Die machen sehr umfassende Bluttests, es ist einen Versuch wert.

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