Famulatur in Frankreich – Gynäkologie und Geburtshilfe

26. Januar 2018

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Frankreich, Bordeaux, Maternité der Université de Bordeaux (01.07.-31.07.2017)

Famulieren in Frankreich, denn manchmal liegt das Gute so nah! Wer sich für die Gynäkologie und Geburtshilfe interessiert, sich zudem sprachlich gut vorbereitet, für den ist eine Famulatur an der Maternité der Université de Bordeaux sehr zu empfehlen. Es ist eine Zeit, die sich sehr lohnen wird.

Warum Frankreich?

Blick auf Bordeaux von oben
Blick auf Bordeaux von oben

Während meines Erasmus-Jahres in Frankreich hatte ich mich in dieses Land verliebt und wollte unbedingt noch eine Famulatur dort machen. Es muss nicht immer ein exotisches Reiseziel sein, sondern tolle und lehrreiche Famulaturen finden sich auch ganz in der Nähe.

Meine Motivation nach Frankreich zu gehen, lag vor allem darin, möglichst viel Praktisches aus dem Klinikalltag zu lernen. Medizinstudierende in Frankreich sind sehr stark in den Krankenhausalltag eingebunden und man erhält dadurch einen sehr guten Einblick in das spätere Berufsleben.

Da ich mir zwar vorstellen konnte, später in der Gynäkologie und Geburtshilfe zu arbeiten, aber noch nie wirklich in diesen Bereich hineingeschaut hatte, wollte ich mit einer Famulatur herausfinden, ob dies ein zukünftiges Fachgebiet für mich sein könnte.

Die Bewerbung

Tripode Pellegrin - das größte Krankenhaus von Bordeaux
Tripode Pellegrin – das größte Krankenhaus von Bordeaux

Die Bewerbung erfolgte über das Büro „Mobilité Internationale“ der Université de Bordeaux bei der zuständigen Ansprechpartnerin. Daraufhin muss man einen sogenannten „Contrat pédagogique“ für eine Sommerfamulatur („stage d’été“) ausfüllen und sich gleichzeitig noch an der Universität in Bordeaux einschreiben.

Hinweis: Die Fächer Pädiatrie und Gynäkologie werden in Bordeaux nur in den Sommermonaten Juli und August angeboten. Außerdem ist es wichtig, dass man ein sehr gutes Französisch-Niveau, B2 oder besser, hat. Eine gynäkologische Untersuchung ist eine sehr intime Untersuchung und daher ist es wichtig, sich gut ausdrücken zu können, die Patientinnen zu verstehen und genau erklären zu können, was man tut. Hat man nicht ausreichende Sprachkenntnisse, wird man unter Umständen als Famulant abgelehnt.

Die Universität von Bordeaux verlangt für die Einschreibung eine Reihe von Formularen:

  • Krankenversicherungsnachweis
  • Berufshaftpflicht- und eine private Haftpflichtversicherung.

Außerdem musste ich noch ein ärztlich unterschriebenes Zeugnis einreichen, in dem ich meine Impfungen nachwies. In Frankreich braucht jeder, der im Krankenhaus arbeitet, eine BCG-Tuberkulose-Impfung. Diese wird in Deutschland seit 1998 nicht mehr von der „STIKO“, der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, empfohlen und ist ohnehin fast nur bei Kindern wirksam. Nach kurzer Diskussion wurde mir versichert, dass ein negativer Tuberkulin-Hauttest und ein Röntgen-Thorax für mich auch ausreichend seien.

Prinzipiell ist Frankreich ein sehr bürokratisches Land und deshalb sollte man sich auf einen „Papierkrieg“ vorbereiten.

Sprachliche Vorbereitung

Alle 15 Minuten findet in Bordeaux am Miroir d'eau (Wasserspiegel) vor dem Place de la Bourse ein Nebeleffekt statt.
Alle 15 Minuten findet in Bordeaux am Miroir d’eau (Wasserspiegel) vor dem Place de la Bourse ein Nebeleffekt statt.

Da ich bereits am Erasmus+ Programm in Frankreich teilgenommen hatte und schon fließend französisch sprach, hatte ich mich nicht explizit für die Famulatur vorbereitet. Nach sechs Jahren Schulfranzösisch hatte ich damals aber nicht das Gefühl, dass davon viel hängen geblieben ist und hatte mich motiviert, vor meinem Erasmusantritt einen Sprachkurs in Berlin zu absolvieren und mich auf einen Auslandsaufenthalt in Frankreich vorzubereiten.

Folgende Literatur kann ich jedem, der nach Frankreich gehen möchte, wärmstens empfehlen: „Französisch für Mediziner“ von F. Balzer (Elsevier-Verlag). Dieses Buch hatte ich stets in der Kitteltasche und es hat mir ungemein geholfen. Die einzelnen klinischen Fächer werden in kurzen Kapiteln mit nützlichen Sätzen und Fragen zu Anamnese und körperlicher Untersuchung vorgestellt. Am Nützlichsten jedoch ist das integrierte Wörterbuch mit medizinischen Abkürzungen am Ende des Buches. Die Franzosen lieben Abkürzungen! So gibt es in diesem Buch gerade einmal 10 Seiten deutsch-französische, jedoch 42 Seiten französisch-deutsche Abkürzungen.

Der Campus in Bordeaux

Der Hauptstandort des Universitätsklinikums „CHU Bordeaux“ („Centre Hospitalier Universitaire“) befindet sich direkt neben der Medizinischen Fakultät der Université de Bordeaux auf dem „Campus Carreire“. Dieser befindet sich ca. 15min mit dem Fahrrad von der Innenstadt entfernt. Neben dem großen Krankenhaus „Tripode Pellegrin“ befinden sich noch weitere kleinere Gebäude auf dem Campus wie die „Maternité“ (Frauenklinik), in der ich meine Famulatur absolvierte.

Es gibt noch eine Reihe anderer Krankenhäuser, die sich auf verschiedene Fachrichtungen spezialisiert haben und meistens nicht sehr zentral und außerhalb von Bordeaux gelegen sind. Im Vergleich zu Berlin sind die Entfernungen in Bordeaux jedoch nicht der Rede wert.

Das Medizinstudium in Frankreich

Das Medizinstudium in Frankreich ist etwas anders strukturiert als in Deutschland. Ab dem 4. Jahr werden alle Medizinstudenten als sog. „Externes“ in den Krankenhausalltag eingebunden und auch bezahlt.

Vormittags, von ca. 8:00-13:00 Uhr, sind die Medizinstudenten auf Station und nachmittags, von 14:00-19:00 Uhr, finden Vorlesungen in der Universität statt. Im Allgemeinen finde ich dies ein gutes System, weil man so viel schneller eine Idee davon bekommt, wie ein Stationsalltag aussieht und man viel Einblick in verschiedene Fachgebiete erhält. Dadurch, dass man stark eingebunden ist, bekommt man viel Verantwortung zugeteilt und kann viel Praktisches lernen. Auf der anderen Seite ist es allerdings sehr anstrengend, jeden Tag lange zu arbeiten, zu studieren und am Wochenende noch Nachtschichten und 24-Stunden-Schichten zu absolvieren.

Das System ist sehr kompetitiv in Frankreich und die Franzosen sind unglaublich viel am Lernen für das Abschlussexamen. Am Ende des Medizinstudiums steht das Staatsexamen („Concours“) an, das für alle Medizinstudenten in Frankreich gleich ist. Daraus ergibt sich eine Punkte- bzw. Rangliste mit ca. 8.000 Absolventen. Derjenige, der die meisten Punkte im Staatsexamen absolviert hat, darf sich anschließend seine Facharztabteilung aussuchen und den Ort, wo er seine Ausbildung absolvieren möchte. Danach ist der Zweite an der Reihe usw., bis für Denjenigen mit der niedrigsten Punktzahl eine unbeliebte Fachrichtung in einer kleinen Provinz übrig bleibt, die er eventuell gar nicht machen möchte.

Aus diesem Grund ist es schwierig, mit den Medizinstudenten außerhalb des Krankenhauses etwas zu machen, weil sie quasi dauerhaft am Lernen sind. Außerdem wird auch sehr viel auf Auswendiglernen gesetzt und daher kann es vorkommen, dass man sich einen abfälligen Kommentar eines Professors anhören muss, weil man die aktuellen Medikamente seines Patienten nicht auswendig kann. Einfach drüber stehen!

Meine Famulatur in der Gynäkologie und Geburtshilfe

Die Maternité der Université de Bordeaux
Die Maternité der Université de Bordeaux

Der erste Tag meiner Famulatur war der wohl strukturierteste Tag, den ich jemals in einer Famulatur erleben durfte. Es gab um 9:00 Uhr eine einstündige Einführung mit vorbereiteter PowerPoint Präsentation von einer der leitenden Oberärztinnen für alle Studenten, die ein „Stage“ in der Gynäkologie machen.

Prinzipiell rotiert man innerhalb von kleinen Gruppen zwischen folgenden Stationen/Bereichen:

  • Station für komplizierte Schwangerschaften („grossesse pathologique“)
  • Wöchnerinnen-Station („suites de couches“)
  • Gynäkologische Notaufnahme
  • Sprechstunden
  • Kreißsaal und OP

Leider waren wir in diesem Sommer nur 12 Medizinstudenten und mussten uns dementsprechend viel Arbeit aufteilen, die normalerweise auf deutlich mehr Personen (ca. 30-40) aufgeteilt wird.

In meiner Rotation ging es zunächst zwei Wochen auf die Station für komplizierte Schwangerschaften und danach zwei Wochen auf die Wöchnerinnenstation (Nachgeburtsstation). Ein typischer Arbeitstag auf Station ging von 8:45-13:00/14:00 Uhr. Zusätzlich mussten immer ein Medizinstudent nachmittags (14:00-19:00 Uhr) im Kreißsaal und ein weiterer in der gynäkologischen Notaufnahme sein. Die Schichten haben wir uns selbstständig untereinander aufgeteilt, so dass jeder im Durchschnitt zwei Tage in der Woche auch nachmittags gearbeitet hat.

Auf der „Grossesse pathologique“ und auf der Wöchnerinnenstation

Der Stationsalltag auf der „Grossesse pathologique“ hat mir sehr gut gefallen. Ich habe täglich circa sechs Patienten betreut, die ich visitiert und untersucht habe. Dann habe ich mir neue Ergebnisse angeschaut und mit der zuständigen Assistenzärztin („Interne“) besprochen. Es sind sehr interessante, komplizierte und teilweise auch emotional schwierige Patientenfälle, die auf dieser Station betreut werden. Wenn eine Schwangerschafts- oder Kontrollsonografie anstand, durfte ich immer mit und es mir wurde vieles erklärt. Wenn man sich mit den Hebammen („sage-femmes“) gut stellt, erklären diese einem auch viel über ein Kardiotokogramm (CTG) und deren Auswertung.

Auf der Wöchnerinnenstation gibt es unglaublich viel Papierkram zu erfüllen, für den die Medizinstudenten verantwortlich sind. Man verschreibt Medikamente, Stützstrümpfe, Nachsorgeuntersuchungen, füllt das Kindervorsorgeheft, Transportscheine, Krankschreibungen aus u.v.m. Man hat leider nicht viel Zeit, sich wirklich um die Patienten zu kümmern und hat das Gefühl, mehr eine Sekretärin als wirklich Medizinstudentin oder Ärztin zu sein. Ich habe, so gut es geht, versucht, diese Aufgaben schnell zu erledigen oder mich von ihnen zu lösen, damit ich überhaupt noch dazu komme, Patientinnen zu sehen.

Von den Hebammen und Stillberaterinnen kann man einiges lernen und mit einem Kuchen zu Anfang hat man auch gleich viel Sympathie gewonnen. Außerdem habe ich versucht, wann immer ein Pädiater auf Station kam, mich an ihn oder sie zu hängen. So durfte ich dann alle anstehenden U-Untersuchungen unter Aufsicht durchführen und habe sehr vieles dabei gelernt. Neugeborene sind unglaublich süß und so kam es nicht selten vor, dass mir eine Mutter ihr Neugeborenes in die Hände gegeben hat und gefragt hat, ob ich kurz darauf aufpassen könne. Liebend gerne!

Im OP, in den Sprechstunden und in der Gynäkologischen Notaufnahme

An einigen Tagen bin ich nachmittags noch in den OP gegangen und habe bei verschiedensten gynäkologischen Eingriffen, u.a. Kaiserschnitten, assistiert.

Die Sprechstunden können ebenfalls sehr lehrreich sein und man erhält Einblick in Schwangerschaftsvorsorge, Pränatal Diagnostik und Krebsvorsorge. Wie lehrreich die Sprechstunden sind, hängt jedoch, wie immer, stark von den Ärzten ab, und ob diese motiviert sind, einem etwas zu erklären.

Wenn man Glück hat, kann man auch einen Tag bei Trophoblastenbiopsien dabei sein. Da wir allerdings zu wenig Studenten waren, kam dies für uns leider nicht in Frage.

In der gynäkologischen Notaufnahme ist man für die Erstvisite zuständig, d.h. man nimmt als erste die Patienten auf, macht eine Anamnese und notiert diese im Computer. Dem Assistenzarzt habe ich anschließend die aufgenommenen Patienten vorgestellt und wir sind anschließend gemeinsam zu der Patientin gegangen. Theoretisch hätte ich bereits eine gynäkologische Untersuchung alleine durchführen können, habe dies dann aber meistens mit dem Assistenzarzt gemacht, weil ich mich nicht sicher fühlte und es vermeiden wollte, zweimal eine gynäkologische Untersuchung bei der Patientin durchzuführen. Vaginale und abdominale Sonografien durfte ich unter Anleitung durchführen. Man hat viel Verantwortung in der Notaufnahme, sieht und lernt aber gleichzeitig viel. Bedauerlich ist nur, dass, wie in eigentlich jeder Notaufnahme, kaum Zeit ist, Befunde ausführlicher zu besprechen.

Im Kreißsaal

Am besten jedoch hat mir der Kreißsaal gefallen. Solange es sich nicht um eine komplizierte Geburt handelt, führen die Hebammen die komplette Geburt inkl. Anlage eines Periduralkatheters durch. Ärzte werden nur bei Notfällen oder Schwierigkeiten dazu geholt und sind mehr oder weniger in Rufbereitschaft. In Frankreich muss man, um Hebamme zu werden, ein Studium in Hebammenkunde absolvieren. Daher haben Hebammen in Frankreich viel mehr Verantwortung als beispielsweise in Deutschland.

Am Anfang einer Schicht im Kreißsaal muss man einmal die Hebammen lieb fragen, ob man bei einer anstehenden Geburt dabei sein darf. Unter Einverständnis der Patientin und ggf. des Partners kann man die einzelnen Phasen der Geburt mitverfolgen. Realistischer Weise kann man in einer Nachmittagsschicht eine, wenn man großes Glück hat, zwei Geburten verfolgen, aber es kann genauso gut auch vorkommen, dass man leider keine Geburt sieht, weil sich der Verlauf etwas zieht.

Meine erste Geburt, die ich gesehen habe, hat mich unglaublich fasziniert und ich werde sie niemals vergessen. Es war die erste Geburt eines jungen, sehr sympathischen Pärchens. Es waren ca. 38 Grad in dem Zimmer und der Partner der Patientin war dauerhaft dabei, ihr mit einem Nebelkühlungsspray übers Gesicht zu sprühen. Da es sich um eine Erstgeburt handelte, dauerte diese ein bisschen länger, aber als endlich der kleine Sohn geboren war und anfing zu schreien, war das junge Pärchen so glücklich und beide fingen sofort an zu weinen. Ich muss sagen, dass deren Glück auch mich übermannte und mir in diesem Moment ein paar Tränen in den Augen standen.

Bei anderen Geburten durfte ich gemeinsam mit den Hebammen eine sogenannte „Geburt mit vier Händen“ durchführen, die Nabelschnur durchtrennen und die Geburt der Plazenta anleiten.

Leben und Freizeit in Bordeaux       

Das moderne Weinbaumuseum Cité du Vin in Bordeaux
Das moderne Weinbaumuseum Cité du Vin in Bordeaux

Bordeaux hat einen wahnsinnig hohen Freizeitwert und wurde nicht umsonst dieses Jahr vom Lonely Planet zur „Best in Travel 2017“ Stadt gekürt und 2015 zur European-best-destination. Bis vor kurzem trug Bordeaux von den Franzosen noch den schönen Beinamen „La Belle Endormie“.

Vor ein paar Jahren wurden viele Häuserfassaden aus dem 17. und 18. Jahrhundert renoviert und die Uferpromenade an der „Garonne“ neu gestaltet. Man kann wunderbar am Kai entlangflanieren, Basketball, Volleyball oder Hockey spielen, den Skatern bei ihren Tricks zuschauen oder shoppen gehen. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und fast nur Fußgängerzone.

Natürlich ist der Wein in Bordeaux sehr präsent und so darf ein Weinmuseum in dieser Stadt nicht fehlen. Im Juli 2016 wurde die moderne „Cité du Vin“ eingeweiht. Es ist sehr interaktiv gestaltet und drei Stunden vergehen dort wie im Flug. Im Preis inbegriffen ist eine Weinverkostung in einer Panoramabar im 8. Stock mit Blick auf die Stadt.

Das Meer ist circa eine Autostunde entfernt. Ich war mit dem Auto in Bordeaux und nutzte oft meinen Van, um surfen zu gehen. Am Strand gibt es viele Surfschulen, an denen man relativ günstig ein Surfboard ausleihen oder einzelne Unterrichtsstunden nehmen kann. Aber auch wenn man „nur“ Baden geht, ist der Atlantik mit seinen wunderschönen Stränden und atemberaubenden Wellen immer eine Reise wert. Wenn man kein Auto hat, kommt man mit dem Bus („Transgironde“) für rund 4€ von Bordeaux hin- und zurück.

Außerdem liegen die Pyrenäen mit 3-4 Std. Autofahrt in Reichweite. Hier gibt es herrliche Wandertouren und im Winter eignen sich die Pyrenäen bestens zum Skifahren oder Snowboarden.

Auch das Baskenland an der südfranzösisch-spanischen Grenze um Biarritz/San Sebastian sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

Fazit

Wanderausflug in die Pyrenäen
Wanderausflug in die Pyrenäen

Die Famulatur in der Gynäkologie und Geburtshilfe in Bordeaux hat mir unglaublich gut gefallen. Ich habe Einblick in verschiedenste Bereiche bekommen und war im Stationsalltag, Sprechstunden, OP, Notaufnahme und im Kreißsaal tätig. Gynäkologie ist an sich ein sehr vielfältiges Fach, in dem man die Möglichkeit hat, sich auf verschiedenste Bereiche zu spezialisieren. Gleichzeitig ist es auch ein chirurgisches Fach. Ich fände es schön, später einen gemischten Alltag zu haben, der daraus besteht, Patienten in Sprechstunden zu sehen, zu untersuchen und zu beraten und regelmäßig Operationen durchführen zu können. Man hat einen viel umfassenderen Überblick über seine Patienten, wenn man diese, sowohl prä- als auch postoperativ begleiten kann.

Ich kann also jedem, der sich für die Gynäkologie und Geburtshilfe interessiert, empfehlen, eine Famulatur in Bordeaux zu machen. Die Universität von Bordeaux ist ein großes Zentrum und auf viele Fachgebiete spezialisiert, so dass sich auch eine Famulatur in einem anderen Fach definitiv lohnen wird.

J. Maidhof

Berlin, November 2017

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