Wohnungssuche im Ausland und in Deutschland: Worauf Studenten achten müssen

11. November 2016

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Ein Auslandsstudium ist heutzutage eine der Voraussetzungen für eine anschließende Karriere und zu Beginn eines jeden Semesters ist es wieder soweit, dass Tausende an Studienanfängern und Austauschstudenten eine Unterkunft in den Universitätsstädten im Ausland, aber auch in Deutschland suchen. Studenten sollten jedoch einiges beachten, bevor sie sich auf den Wohnungsmarkt stürzen. „Uniplaces“, ein online-Marktplatz zum Buchen von Studentenwohnungen, möchte an dieser Stelle einige Tipps geben.

Planung des Budgets

Um im Ausland nicht plötzlich ohne Geld dazustehen, ist es wichtig, dass man die Lebenskosten vor Ort kalkuliert, denn nur so lässt sich abschätzen, wie viel Geld man letztlich monatlich für die Miete aufbringen kann. Zu den Lebenskosten sollten neben den Ausgaben für Nahrung, Hygiene und Kleidung auch eventuell anfallende Studiengebühren, Kosten für die Mobilität vor Ort, für benötigte Papiere, natürlich für erforderliche Lehrbücher als auch z.B. Kosten für Handy etc. berücksichtigt werden. Im Internet finden sich zahlreiche Webseiten, die dabei helfen können, die Lebenskosten für die jeweilige Stadt zu errechnen

Entscheidung für Studentenwohnheim oder Wohnung

Madrid - das Ziel vieler ERASMUS-Studierender (Foto von Uniplaces)
Madrid – das Ziel vieler ERASMUS-Studierender (Foto von Uniplaces)

Im Ausland gilt nicht überall, dass Studentenwohnheime billiger sind als Privatwohnungen. Oft sind die Preise ähnlich und durch die Nähe zum Campus wird mangelnder Komfort gerechtfertigt. Dabei sollte, gerade in einer völlig fremden Umgebung, die Wohnung ein Rückzugsort sein, an dem man sich sorglos auf seine Studieninhalte besinnen kann. Dies heißt nicht, dass Wohnheime automatisch die schlechtere Wahl sind. Ihre Qualität kann aber insgesamt stark schwanken, sodass in jedem Fall auf geprüfte Angebote zurückgegriffen werden sollte.

Zudem sollte man überlegen, was für ein Typ man ist. Wie wichtig ist Geselligkeit und damit das Ziel, schnell Anschluss zu finden? Dann ist eine WG oder ein Wohnheim das Richtige. Falls man jedoch eher ein Einzelgänger bist, der sich auf das Studium konzentrieren möchte, dann ist man mit einer eigenen Wohnung besser aufgehoben.

Die richtige Lage wählen

Universitätsstandort Berlin - in bei vielen Studierenden (Foto von Uniplaces)
Universitätsstandort Berlin – in bei vielen Studierenden (Foto von Uniplaces)

In Großstädten wie Berlin, Barcelona, London und Paris suchen Studierende oft zuerst im Zentrum oder in Szenebezirken nach Unterkünften. Doch die Lage der Wohnung treibt den Preis nach oben. Wohnungssuchende können aufgrund des lückenlosen Nahverkehrs beruhigt auch nach Wohnungen in Randbezirken suchen. In kleineren Orten kann es jedoch klüger sein, eine Unterkunft in der Nähe der Universität zu suchen, anstatt jeden Tag auf den Bus warten zu müssen.

Wir von „Uniplaces“ empfehlen daher, sich im vornherein online mit der örtlichen Infrastruktur vertraut zu machen, denn indem mehr Aufwendungen für die tägliche Mobilität anfallen, steigen natürlich die Lebenshaltungskosten vor Ort. Man tut also gut daran, sich zu erkundigen, wo Studenten normalerweise wohnen und eventuell hat man ja auch Freunde oder Bekannte, die sich in der Stadt auskennen und wertvolle Tipps geben können.

Komplettpaket buchen – möbliertes Zimmer, Strom, Heizung, Internetanschluss

Studenten können viel Aufwand sparen, indem sie bei der Wohnungsauswahl darauf achten, dass das Zimmer oder die Wohnung bereits möbliert ist. Einrichtung ist kostspielig, muss angeschafft und bei einem Aufenthalt auf Zeit auch wieder weggeschafft werden. Auch der bürokratische Aufwand für einen Internetanschluss, gerade falls man weniger als ein Jahr bleibt, sei es nur für ein Auslandssemester oder für einen Forschungsaufenthalt im Ausland z.B. im Rahmen des Medizinstudiums bzw. für einen PJ-Aufenthalt im Ausland, variiert und kann mitunter viel Zeit kosten. Mit der Strom- und Wärmeversorgung verhält es sich ähnlich. Es gibt daher mittlerweile viele Vermieter, die gezielt für Studierende genau solche Komplettpakete anbieten. Neben den vielen Vorteilen sind solche Lösungen häufig kurzfristig sogar günstiger.

Der richtige Zeitpunkt

Erasmus-Semester in Barcelona - das Ziel vieler Studierender (Foto von Uniplaces)
Erasmus-Semester in Barcelona – das Ziel vieler Studierender (Foto von Uniplaces)

Nun denkt man wahrscheinlich, dass noch viel Zeit bis zur Ankunft am Zielort ist. In diesem Zusammenhang gilt es jedoch zu bedenken, dass man nicht der einzige Student ist, der zu diesem Zeitraum anreist und eine Wohnung sucht. Zu Semesterbeginn suchen meist Tausende an Studierenden eine Unterkunft im In-und Ausland und da gilt, dass, wie auch in Deutschland, das Angebot an Zimmern bzw. an Wohnungen in guter Lage knapper wird.

Die meisten Studierenden beginnen mit ihrer Suche 20 bis 40 Tage, bevor sie ihr Heimatland verlassen. Eine Unterkunft kann man auf verschiedene Weisen finden. So kann man zum Beispiel seine Gastuniversität um Hilfe bitten oder im Internet verschiedene Informationen zu diesem Thema, z.B. auf Uniplaces, finden. Vor einer Onlinebuchung gilt es unbedingt nachzusehen bzw. nachzuprüfen, ob die Plattform, auf der man sucht, vertrauenswürdig ist. Informationen hierüber finden sich in Internetportalen sowie auf „Trustpilot“.

Wichtige Punkte vor der Abreise ins Ausland und vor Ort

Studieren am Tejo in Lissabon (Foto von Uniplaces
Studieren am Tejo in Lissabon (Foto von Uniplaces

Vor der Abreise in ein fremdes Land sollte man sich erkundigen, ob ein Visum für das entsprechende Land, in welchem das Auslandssemester, ein Forschungsaufenthalt im Rahmen des Studiums oder z.B. ein PJ-Abschnitt absolviert wird, erforderlich ist. Informationen hierzu bieten die jeweiligen Botschaften auf ihren Homepages an. EU-Bürger können mit dem Personalausweis in andere europäische Länder einreisen. Informieren sollte man sich zudem, ob vor Ort eine Anmeldepflicht besteht. Auch Fragen bezüglich einer Krankenversicherung und einer Haftpflichtversicherung sind vor Aufenthalten im Ausland unbedingt zu klären.

Mit der Anschaffung eines internationalen Studierendenausweises, mit dem man viele Ermäßigungen erhalten kann, so z.B. beim Besuch von Theatern, Museen, Konzerten als auch etwa bei Fahrten mit Bahn und Bus, lässt sich mitunter einiges an Geld sparen. Diesen internationalen Studierendenausweis beantragt man am besten vor der Abreise an seiner Universität in Deutschland.

Angekommen in der neuen vorübergehenden „Heimatstadt“, gilt es zudem nicht zu vergessen, eine neue Handynummer zu besorgen, falls man keinen Auslandstarif für seine deutsche Nummer gewählt hat. Um Gebühren zu sparen, macht eventuell auch die Eröffnung eines Bankkontos Sinn.

Weitere Informationen und Ansprechpartner bei der Suche nach Unterkünften finden Studierende auf der Homepage von „Uniplaces“.

Uniplaces

Berlin/Lissabon, November 2016

www.uniplaces.com

 

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