PJ in Kanada – Radiologie

9. September 2016

in Chancen im Ausland, Kanada, Praktisches Jahr im Ausland, Radiologie

Kanada, Montreal, Jewish General Hospital (16.05.-10.07.2016)

PJ in Montreal! Ich erwartete kaltes, regnerisches Wetter, viel Arbeit und wenig Freizeit. Meine Erwartungen wurden dann aber zum Glück extrem vorteilhaft „enttäuscht“. Es war ein Sommer mit strahlendem Sonnenschein und wunderbaren Temperaturen in einer pulsierenden Metropole! Und fast wie nebenbei lernte ich auch noch viel und kann jetzt in dem grauen Schneegestöber im PACS tatsächlich grundlegende Befunde erheben!

Wie ich von Kanada vorteilhaft „enttäuscht“ wurde!

Auf dem Mont Royal in Montreal
Auf dem Mont Royal in Montreal

„ Sie haben die Prüfung zum 2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung bestanden und dürfen das Praktische Jahr beginnen.“  Ist ja ganz nett vom Landesprüfungsamt, für den unbedarften Medizinstudenten stellt sich spätestens jetzt aber die Frage, wie er oder sie kurz vor Torschluss nochmal neue Reize entdecken kann. Schließlich soll nicht nur die zu vertraute Uniklinik als Kulisse für diesen letzten Akt in der Rolle des Studenten dienen.

Also geht man für diese Frage in einen inneren Konvent – in meinem Fall beim Pipettieren für die Doktorarbeit –­ und hat hoffentlich eine Eingebung, was man machen könnte, um den eigenen Horizont zu erweitern.  Irgendwo zwischen Temporal- und Parietallappen schleicht  sich dann der Gedanke ein, wie „Breaking Bad“ wohl in Kanada funktioniert hätte, denn dort gibt es ja angeblich eines der fairsten und bestorganisierten Gesundheitssysteme. Wahrscheinlich hätte „Walter White“ einfach seine Chemo-Therapie bekommen und hätte nicht zum kriminellen „Master Mind“ werden müssen, da die Gesundheit in Kanada von allen Bürgern steuerfinanziert wird. So hat jeder dort denselben offenen Zugang zu medizinischer Behandlung.

Allein dieser Umstand führt dann zu einer vertieften Reflexion, auch als Google-Recherche bekannt, und 20 Minuten später weiß man, dass man unbedingt nach Kanada möchte. So gesellen sich zu dem genannten Pluspunkt auch noch eine den USA ähnlich strukturierte Ausbildung, unendliche Weiten unberührter und einmaliger Natur sowie in einigen Orten augenscheinlich lohnende Kulturveranstaltungen. Dass Kanada wahrscheinlich auch noch weniger Überlaufen durch (deutsche) Medizinstudenten als andere anglophone Länder der ersten Welt ist, ist quasi die „cherry on top“.

„AFMC“ oder das besondere Bewerbungsverfahren in Kanada

Die Gebäude des alten Royal Victoria Hospitals nahe des Campus der McGill University in Montreal
Die Gebäude des alten Royal Victoria Hospitals nahe des Campus der McGill University in Montreal

Doch vor das Abenteuer hat der Mensch die Bürokratie gestellt, ein Drama in mehreren Akten, wie man bei den ersten Überlegungen vermutet. Das Organisatorische stellte sich in-vivo dann aber als weniger schlimm als befürchtet heraus. Der medizinische Fakultäten Tag Kanadas, die „Association of Faculties of Medicine of Canada“ (AFMC), hat nämlich das Bewerbungsprozedere für Studenten aller Couleur massiv vereinfacht, indem er das „AFMC Student Portal“ (www.afmcstudentportal.ca) gezaubert hat. Durch dieses Portal kann man die allgemeinen Formalien der meisten Medizinischen Fakultäten Kanadas für ausländische Studenten einsehen und zentralisiert Bewerbungen einreichen.

Wie sich zeigte, steckt dieses Projekt aber noch in den Kinderschuhen. So nehmen einige der 17 Medizinischen Fakultäten noch nicht am Portal teil und haben zum Teil noch eigene Bewerbungsprozesse, beispielsweise die Université de Montréal, welche eventuell für Leute interessant ist, die sehr gut Französisch bzw. „Québecois“ sprechen. Außerdem ist nach der Registrierung über das Portal – für 500 CAD (etwa 350 €) – keine Platzierung garantiert! Hinzu kommen außerdem je nach Universität weitere Gebühren, in meinem Fall 875 CAD (etwa 630 €) als Studiengebühr und 75 CAD (circa 52€) Bewerbungsgebühr. Die Bewerbungsgebühr zahlt man auf alle Fälle, auch wenn man keinen Platz bekommt.

Nach Einigem an Recherche hatte sich für mich die McGill University in Montréal herauskristallisiert. Zum einen, weil ich gerne englischsprachig arbeiten wollte. Zum anderen, weil man nur dort als Deutscher die von meinem Landesprüfungsamt geforderte, minimale Zeit von zwei Monaten ableisten konnte. Andernfalls wäre ich lieber für vier Monate nach Kanada gegangen, aber kanadische Visaregularien erlauben maximal drei Monate für ausländische Medizinstudenten.

Mit der Wahl der Universität landete ich dann aber einen Glückstreffer, wie die in diesem Bericht angerissenen Vorteile zeigen werden. Wie sich dann noch im Laufe meines Aufenthaltes herausstellte, hat die McGill University ferner einen exzellenten Ruf und gilt laut einigen Quellen als das „Harvard Kanadas.“ Folglich standen alle Ampeln auf Grün. An der McGill kann man sich ab sieben Monaten vor Beginn des gewünschten Zeitraumes bewerben. Auswüchse wie in Südafrika, dass man sich drei Jahre vorher einen Platz sichern kann/muss, werden so vermieden. Zur Vorbereitung Eurer Bewerbung würde ich Euch dennoch empfehlen, alle Dokumente ausgefüllt beisammen zu haben.

Über folgende Informationen/Impfungen solltet Ihr verfügen:

  1. Impfungen nach deutschem Impfkalender inklusive Hepatitis B (Titer Nachweis nur erforderlich, falls nicht nach Schema immunisiert wurde) und Varizellen-Impfung oder Titer Nachweis.
  2. IGRA Tbc Test (Quantiferon-Test) -> Für ca. 100 €. Ein echtes Schnäppchen, was aus eigener Tasche zu bezahlen ist. Kann man beim Hausarzt durchführen lassen.
  3. Nachweis einer Auslandshaftpflichtversichung und einer Auslandskrankenversicherung.

Für die im Übrigen visafreie Einreise braucht Ihr außerdem eine Untersuchung von einem Arzt, der von Kanada zu diesem Zweck ernannt worden ist. Ich habe diese Untersuchung von Herrn Dr. Borberg in Hannover durchführen lassen, seine Praxis liegt praktischerweise am Bahnhof. Auch für diese Untersuchung müsst Ihr aus eigener Tasche aufkommen. Wie hoch der zu zahlende Betrag dann sein wird, teilt man Euch bei der Terminvergabe mit. Ich habe 250 € bezahlt.

(Anm.d.Red. Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich immer rechtzeitig bei der Botschaft des jeweiligen Landes nach den aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen. Hierbei sollte man unbedingt erwähnen, dass man sich nicht zu Urlaubszwecken, sondern zu einer medizinischen Tätigkeit im Rahmen seines Medizinstudiums im betreffenden Land aufhalten wird.)

Wahl des Fachgebietes/Zuteilung zum Hospital

Für welches Fachgebiet entscheidet man sich für die Auslandserfahrung? In meinem Fall hatte ich bei der Bewerbung drei Fächer angegeben, mit denen ich sehr gut leben konnte:  Anästhesie, Neurologie und Radiologie. Da ich das Wahlfach in Kanada absolvieren und unbedingt einen Platz haben wollte, war mir das Festlegen auf ein Fach auch weniger wichtig. Schlussendlich hat die Koordinatorin der McGill University, Mme. Cecere, mich dann in die Radiologie des Jewish General Hospitals (JGH) eingeteilt.

Die McGill University verfügt über vier verschiedene Universitätsklinika. Als größter und modernster Standort das Royal Victoria Hospital, das Jewish General Hospital, das Montreal General Hospital sowie das Montreal Neurological Institute. Alle haben einen unterschiedlichen Schwerpunkt, so ist beispielsweise das Jewish General Hospital onkologisches Schwerpunktzentrum und das Montreal General Hospital das englische Trauma Zentrum der Stadt.

Mit Radiologie hatte ich zwar meine Drittwahl zugeteilt bekommen, was sich aber im Nachhinein als positiv herausstellte. Dieses Fach ist meiner Meinung nach gut geeignet für ein Auslands-PJ, weil es international sehr einheitlich ist. Für Interessenten mit schlechten Französisch-Kenntnissen ist der wenige Patientenkontakt sicher auch von Vorteil, da einige Patienten in Montréal nur Französisch sprechen. Für mich persönlich war die geringere Interaktion mit Patienten jedoch ein Nachteil. Im Folgenden einige Quellen, falls Ihr Euch während Eurer Zeit in der Radiologie weiterbilden möchtet:

  1. www.learningradiology.com
  2. www.radiologyassistant.nl
  3. www.med-ed.virginia.edu/courses/rad/
  4. www.radiopaedia.org
  5. „Radiologie in Frage und Antwort“, Elsevier Verlag
  6. „Radiologische Normalbefunde“, Thieme Verlag

Wohnen in Montreal

Blick auf die Skyline von Montreal
Blick auf die Skyline von Montreal

Als die Organisation erledigt war, konnte das „Abenteuer“ beginnen. Ich stieg in Luxemburg in den Flieger und flog über London nach Kanada. Für günstige Flüge empfehle ich, auch nach Verbindungen von kleinen, grenznahen Flughäfen zu schauen. Mit einem Bus der Linie 747 fuhr ich zum „Place des Arts“ in Downtown Montreal und war erstmal ob der Kälte schockgefrostet. Aber das Beziehen des vorher online reservierten Zimmers in einem privat betriebenen Studentenwohnheim – „Parccité“, Buchung über www.parccite.com – klappte ohne Probleme. In einem solchen Wohnheim zu wohnen, ist nicht sehr günstig, aber dafür unkompliziert und bis auf den hohen Preis zu empfehlen. Ansonsten kann man entgegen der Diktion auf deren Homepage auch beim „on-campus housing service“ der McGill University anfragen. Über die Sommerpause der Universität hinweg werden nämlich auch Zimmer für kurze Zeiträume vermietet. Alternativ lassen sich mit etwas mehr Aufwand auch WG Zimmer finden.

Von meinem Wohnheim aus habe ich 25 Minuten mit dem Fahrrad zum Jewish General Hospital gebraucht, mit der Metro etwa 30 Minuten. Solltet Ihr im Sommer nach Montreal kommen, ist die Investition in ein Fahrrad sehr lohnenswert, so z.B. über https://montreal.craigslist.ca/. Andernfalls kostet die Monatskarte für den ÖV 85 CAD (ca. 60 €).

Mein PJ-Abschnitt in der Radiologie

Das neueste Gebäude des Jewish General Hospital in Montreal
Das neueste Gebäude des Jewish General Hospital in Montreal

Insgesamt war die Arbeit in der Radiologie am Jewish General Hospital in Montreal weniger selbstständig, als ich es im Anschluss in Deutschland erfahren habe. Man hat mehr oder weniger den „Resident“ (Weiterbildungsassistent)  „beschattet“, der an der betreffenden Modalität eingeteilt war. Wenn eine andere „Workstation“ frei war, konnte ich mir die Bilder selbstständig anschauen und hinterher mit dem „Resident“ und dem betreuenden „Staff“ (Facharzt) besprechen

Zweimal am Tag findet außerdem ein einstündiges „Teaching“ statt. Bei diesem werden die „Residents“ strukturiert mit typischen Fällen konfrontiert und besprechen diese mit den rotierenden „Staffs“. Hin und wieder werden diese „Rounds“ durch interdisziplinäre Fallkonferenzen ersetzt und knifflige Fälle werden mit den Teams aus anderen Fachrichtungen diskutiert. Abwechslung vom eher sterilen Alltag in der Diagnostischen Radiologie bietet der Interventionsbereich oder die Sonographie. Hier kann man bei interessanten Prozeduren zuschauen oder, je nach „Resident“, selber den Schallkopf in die Hand nehmen.

An sich hat alles einen eher strengen Eindruck gemacht in meiner Abteilung, aber letztendlich hat es wenig interessiert, wann man kommt und geht, innerhalb der Grenzen des gesunden Menschenverstandes. So sollte man keine zeitaufwendigen Trips ins Hinterland planen, aber von dem einen oder anderen Fehltag als auch dem gelegentlich etwas früher Gehen, wird dort nicht unbedingt Notiz genommen.

Ein typischer Arbeitstag begann um 7:30 Uhr mit der schweißtreibenden Fahrt mit dem Fahrrad, der namensgebende Hausberg der Stadt hat es teilweise in sich, über den Côte St. Cathérine zum Hospital. Um 8:00 Uhr dann die ersten „Rounds“ des Tages. Anschließend holte ich mir in der Regel erstmal Kaffee bei der krankenhauseigenen „Second Cup“ Filiale, dem kanadischen „Starbucks“. Den Vormittag verbrachte ich an der Seite eines „Residents“. Die meiste Zeit habe ich mit dem Betrachten von CT Bildern verbracht. Während des Befundens hat man auch immer wieder Zeit, sich mit den oben genannten Ressourcen Hintergrundwissen über die betreffenden Entitäten anzulesen. Radiologie ist ein kontemplatives Fach!

Selber Befunde erstellen, werdet Ihr in den Abteilungen für Radiologie der McGill University jedoch nicht. Je nach betreuendem „Staff“ bespricht man sich mehrmals oder nur zu einer festen Uhrzeit, meistens um 11:30 Uhr. Dann findet eine umfangreiche Befundbesprechung mit „Teaching“ statt. Die meisten der „Staff“ in der Abteilung weisen ein großes Wissen auf, welches sie auch bereitwillig mit wissensdurstigen „Residents“ und Medizinstudenten teilen.

Die sich anschließende Mittagspause dauert mindestens 30 Minuten und wird am besten in einer der umliegenden Restaurationen verbracht. Diese sind sehr vielseitig und reichen von A wie arabisch bis Z wie zentralasiatisch. Die Kantine des Jewish General Hospitals ist jedoch zu vermeiden, wann immer es geht. Da dort nicht nur die Herausforderung besteht, für viele hundert Menschen zu kochen, sondern auch noch koscheres Essen zu servieren, gibt es meistens irgendetwas Zerkochtes mit Thunfisch.

Zum Verdauen gibt es im Anschluss an die Mittagspause die zweiten „Rounds“ des Tages, bei denen die „Residents“ wieder ordentlich „gepimpt“ werden. Der abschließende Nachmittag des Tages ist dann analog zum Vormittag dem kontemplativen Betrachten von Scans und der Besprechung mit den „Staffs“ gewidmet. Für alle, die nicht „on-call“ sind, mündet dieses Geschehen pünktlich um 17:00 Uhr im Feierabend. Als Student ist man allerdings nicht dazu verpflichtet, „calls“ durchzuführen. Wünscht man dies aus Lerngründen, kann man aber ganz nach Gusto auch abends und nachts einen „Resident“ begleiten.

Abweichend von den regulären Tagen war der Mittwochnachmittag für Vorlesungen reserviert, bei denen die radiologischen „Residents“ der Hospitals der McGill University sich im Royal Victoria Hospital treffen und für drei Stunden Input zu verschiedenen Themengebieten der Radiologie erhalten. Weil man auch als Gaststudent daran teilnehmen kann, habe ich im Rahmen dieser Einheiten eine Menge gelernt.

Freizeit, Sommer und Leben in Montreal

Beeindruckender Blick vom Schiff aus auf die Niagara Fälle in Kanada
Beeindruckender Blick vom Schiff aus auf die Niagara Fälle in Kanada

Nach Feierabend begann der aus meiner Sicht beste Teil meiner Zeit in Montreal – die Freizeit. Während des Sommers blüht die Stadt förmlich auf und es ist eigentlich immer etwas los. Im Winter hingegen, minus 20 Grad Celsius gilt hierbei als mild, zeigt die Stadt wohl ein ganz anderes Gesicht. Für die Winterzeit wäre mein Tipp also, vor allem einen guten Mantel mitzubringen und Indoor Beschäftigungen nachzugehen, die es dort aber auch en masse gibt. Zufälligerweise fiel mein Aufenthalt jedoch auf die Frühlings- und Sommermonate, weshalb ich eher Outdoor Aktivitäten nachgegangen bin.

Die Entscheidung, weiter weg vom Krankenhaus zu wohnen, aber dafür im „Quartier des Spectacles“, erwies sich als Volltreffer. Ab Anfang Juni bis Ende Juli ist eigentlich ständig irgendein Festival in der Stadt. Die „Francopholies“, das internationale Jazz-Festival und das Formel 1 Wochenende möchte ich an dieser Stelle als meine persönlichen Highlights herausstellen. Außerdem bietet die Stadt vielfältige Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. So ist der „Parc Mont Royal“ als Laufrevier top und im Winter werden dort sogar Loipen gespurt. Das Nachtleben Montreals ist trotz meist frühem Ende um 2:00 Uhr morgens herausragend, es gibt Clubs und Bars aller Geschmacksrichtungen. Die Bewohner Montreals sind in der Regel offene und lebensfrohe Menschen, so dass man sicher ins Gespräch kommt.

Wenn man mich fragen würde, was ich an meiner Zeit in Kanada bereue, ist es sicher, dass ich mir nicht mehr Zeit zum Herumreisen nehmen konnte. Reist unbedingt früher an und nutzt Euren Aufenthalt in Nordamerika! Man kann von Montreal aus innerhalb kurzer Zeit New York, Toronto, Québec-Ville sowie die laurentischen Berge erreichen. Als Quell der Inspiration für Aktivitäten und Restauranttipps kann Euch gegebenenfalls der MTL Blog www.mtlblog.com dienen.

Finanzierungs-/Förderungsmöglichkeiten eines solchen Auslandsaufenthaltes

Wenn Ihr jetzt denkt, „Scheint ja ganz geil zu sein, aber wie finanziere ich das alles ohne einen reichen Vater wie BWL-Justus von der TU München zu haben?“, dann habe ich eventuell ein paar Lösungsansätze für Euch. Der Klassiker ist natürlich das Sparen von langer Hand in Kombination mit einem Nebenjob.

Glücklicherweise stellt der DAAD, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Eurer Universität auch über das sogenannte PROMOS Mobilitätsprogramm  (https://www.daad.de/hochschulen/programme-weltweit/mobilitaet/promos/de/23661-programm-zur-steigerung-der-mobilitaet-von-deutschen-studierenden-promos/ ) Gelder zur Verfügung. Diese werden nach den Kriterien und Fristen Eurer Universität verteilt, sprecht dafür am besten mit den hilfreichen Leuten in Eurem jeweiligen Auslandsamt. Die Höhe der Förderung richtet sich nach Eurem Zielland, der Dauer und weiteren Vorgaben Eurer Universität.

Außerdem sei an dieser Stelle auch auf die Auslandsstipendien von Medizinernachwuchs.de (Aktuelle Ausschreibung der Auslandsstipendien) zur Förderung von Medizinstudenten verwiesen. Hier werden Gelder zur finanziellen Unterstützung Eures Auslandsvorhabens vergeben. Das jeweilige Auswahlverfahren wird von einer Expertenkommission begleitet. Eventuell habt Ihr Glück und könnt Euch über womöglich entscheidende 500 € freuen.

Steht Euer Budget, könnt Ihr dies gegen Eure zu erwartenden Kosten aufrechnen. Wenn man meine Ausgaben als Blaupause für Eure Planungen zusammenzählt, kann man Kosten von rund 3.000 € erwarten. Für mich war es aber jeden Cent wert!

Mein Fazit

Abendstimmung im Hudson Park in New York City
Abendstimmung im Hudson Park in New York City

Ich erwartete kaltes, regnerisches Wetter, viel Arbeit und wenig Freizeit. Meine Erwartungen wurden dann aber zum Glück extrem vorteilhaft „enttäuscht“. So war es mir vergönnt, einen Sommer mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen bis heißen Temperaturen in einer pulsierenden Metropole zu verbringen.

Fast wie nebenbei lernte ich auch noch viel und kann jetzt in dem grauen Schneegestöber im PACS tatsächlich grundlegende Befunde erheben. Als wäre dies nicht schon genug, hatte ich als Bonbon noch die Möglichkeit, einmalige Landschaften, faszinierende Städte und meinen 25. Geburtstag in New York City zu erleben.

Jan Alphard Kleeberger

Hannover, August 2016

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