PJ in den USA – Pädiatrie

11. August 2016

in Chancen im Ausland, Im Fokus, Pädiatrie, Praktisches Jahr im Ausland, USA

USA, Chicago, Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago (02.05.-26.06.2016)

Die Zeit in Chicago war in jeder Hinsicht aufregend und lohnenswert! Im Rahmen des Partnerschaftsprogramms der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit der Northwestern University – Feinberg School of Medicine absolvierte ich von Mai bis Juni 2016 ein halbes PJ-Tertial am Ann & Robert H. Lurie Children‘s Hospital der Feinberg School of Medicine in Chicago. Innerhalb meines Wahlfachs Pädiatrie verbrachte ich je vier Wochen in der pädiatrischen Nephrologie und der pädiatrischen Kardiologie. Das Angebot der Ärzte, für Fragen jederzeit zur Verfügung zu stehen, ist tatsächlich wörtlich zu nehmen! Eine so hohe Priorität für die Ausbildung habe ich bisher in keinem anderen Universitätsklinikum erlebt!

Entscheidung für die USA und Motivation

Atemberaubender Blick vom Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital auf Chicago und den Lake Michigan
Atemberaubender Blick vom Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital auf Chicago und den Lake Michigan

Ich sehe in einem Auslandspraktikum, zum Beispiel im Rahmen des PJ, eine sehr gute Gelegenheit, ein anderes Land und sein Gesundheitssystem kennenzulernen und dabei viel tiefere Einblicke zu erhalten, als dies aus der Touristen-Perspektive möglich wäre. Die USA reizten mich hierbei besonders. In Deutschland wird das US-amerikanische Gesundheitssystem häufig sehr kritisch betrachtet, was beispielsweise Kosten oder auch soziale Gerechtigkeit angeht. Auch in den USA selbst ist das System, wie sich am Protest gegenüber „Obamacare“ zeigt, nicht unumstritten.

Gleichzeitig sind die USA das Land, in dem die meiste Forschung stattfindet und das die meisten Innovationen auf dem Feld der modernen Medizin hervorbringt. Auch was die Qualität der medizinischen Ausbildung angeht, haben die Vereinigten Staaten einen sehr guten Ruf. Laut US-News-Ranking handelt es sich beim Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital in Chicago um das sechstbeste Kinderkrankenhaus der USA (Stand: 2016). Entsprechend gespannt war ich darauf, Lehre und klinischen Alltag an solch einer „Elite“-Einrichtung von innen heraus kennenzulernen.

Der Bewerbungsprozess

Die Bewerbung lief über das Büro der Charité International Cooperation (ChIC). Insgesamt ist der Prozess recht aufwändig, mit Frau Heller und Frau Lacroix stehen einem aber auch zwei sehr kompetente und freundliche ChIC-Mitarbeiterinnen bei eventuellen Fragen zur Seite. Nach erfolgreicher schriftlicher Bewerbung wird man zu einem Interview auf Englisch bei Frau Lacroix und einer weiteren ChIC-Mitarbeiterin (i.d.R. englische Muttersprachlerin) eingeladen. Ein paar Wochen nach dem Gespräch erfährt man, ob man von Seiten der Charité angenommen ist. Damit ist dann auch schon die größte Hürde genommen und der Rest vor allem organisatorischer Natur.

Innerhalb des Faches, das man absolvieren möchte, bewirbt man sich wiederum auf ein spezifisches „Clinical Elective“ – diese Bewerbung erfolgt dann direkt an der Northwestern University. Der Katalog für Pädiatrie ist dabei sehr vielfältig. Eine Rotation dauert jeweils immer vier Wochen, weshalb man sich für zwei Rotationen bewirbt. Pro Rotation gibt man wiederum zwei Wünsche an und schreibt zu jedem Wunsch einen „Letter of Motivation“. Zudem schickt man noch seinen CV auf Englisch, ein „Transcript of Records“, dies wird von Frau Heller ausgestellt, ein „Visiting Medical Student Health Record“ Formular, eine „HIPAA-Certification“ und ein ausgefülltes „Infection Control Quiz“ ab.

Weitere organisatorische Schritte

  • Die Aussicht vom Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital of Chicago auf den Lake Michigan
    Die Aussicht vom Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago auf den Lake Michigan

    Zeitspanne

Man muss sich strikt an die Zeiten im vorgegebenen Rotationen-Kalender halten. Dieser ist der Website der Northwestern University zu entnehmen. In der Regel kollidiert das mit den vom LPA vorgegebenen PJ-Zeiten. In Kooperation mit Frau Heller, Frau Lacroix und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LaGeSo) lässt sich dafür aber i.d.R. eine individuelle Lösung finden.

  • Tuberkulose-Test

Vor Praktikumsantritt muss ein innerhalb des letzten Jahres – in den USA durchgeführter! – negativ befundeter TBC-Test vorliegen. Die Kosten für einen solchen belaufen sich z.B. bei einem Quantiferon-Test auf etwa 400 US-Dollar. Wenn man die NU-Krankenversicherung (siehe unten) abschließt, kann man den Quantiferon-Test in der Northwestern University kostenlos durchführen lassen.

  • Krankenversicherung

Die Northwestern University (NU) setzt eine abgeschlossene Krankenversicherung voraus und bietet auch eine eigene für 225 US-Dollar im Monat (405 US-Dollar für zwei Monate) an.  Anscheinend ist es nahezu unmöglich, eine deutsche Auslandskrankenversicherung zu finden, die alle Vorgaben erfüllt, weshalb sich am Ende quasi alle Studenten für die NU-Versicherung entschieden haben. Dafür ist dann auch der obligatorische Tuberkulose-Test inklusive.

  • Visum

Für den Aufenthalt wird spezifisch ein B1-Visum gefordert. Auf der Webseite des Amerikanischen Konsulats kann man dieses beantragen, muss aber dennoch einmal persönlich beim Konsulat vorsprechen. Das Gespräch dort dauert dann etwa fünf bis zehn Minuten, in denen man darüber ausgefragt wird, was man in den USA vorhat, wer das bezahlt etc.. In der Regel gibt es keine Probleme mit der Genehmigung.

  • Kleidung

Medizinstudenten tragen in den USA Jackett artige, hüftlange, weiße Kittel mit langen Ärmeln, knielange Kittel tragen erst die Ärzte. Die Northwestern University schreibt vor, dass man sich einen solchen Kittel vorher besorgt – z. B. im NU-Uniformshop für etwa 30 Dollar.

Die Ärzte in den USA sind sehr formell gekleidet. Bei der Einschreibung wird man nochmal explizit darüber informiert, dass man z.B. Deodorants benutzen und keine offenen Schuhe oder Jeans tragen soll. Männer tragen meist Anzugshose, Hemd und Krawatte, Frauen Bluse und Rock oder feinere Hosen.

Die Klinik

Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital of Chicago
Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago

Das Ann & Robert H. Lurie Children‘s Hospital of Chicago wurde erst im Juni 2012 eröffnet und beherbergt nun das ehemalige Children‘s Memorial Hospital. Es handelt sich um einen beeindruckenden 23-stöckigen Neubau, dessen Einrichtung eher an ein Fünf-Sterne-Hotel als an ein Krankenhaus erinnert. Es verfügt über 288 Betten und beschäftigt über 1.000 Ärzte.

Die Organisation meines Aufenthaltes war nahezu perfekt. Allison McCollum von der „Education Unit“ steht sowohl während der Vorbereitung als auch am ersten Tag als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Frau McCollum ist sehr freundlich, hilfsbereit und antwortet meist noch am gleichen Tag auf E-Mails.

  • Der erste Tag in der Klinik

Um tatsächlich pünktlich mit der ersten Rotation beginnen zu können, ist es notwendig, bereits ein paar Tage vorher anzureisen, um den oben angesprochenen Quantiferon-Test zu absolvieren, da man ohne vorherige Clearance nicht mit der Arbeit auf Station beginnen darf.

Am ersten Tag bekommt man einen Zettel mit diversen Log-ins ausgehändigt, eine Foto-ID und eine Schlüsselkarte, einen Stadtplan der Umgebung und eine Liste nützlicher Adressen für einen Kurzaufenthalt in Chicago.

  • Generelle Info zur ärztlichen Laufbahn in Amerika

Die ärztliche Ausbildung in den USA gliedert sich in der Regel in folgende Stationen:

–  4 Jahre Studium an einem College

–  weitere 4 Jahre Medizinstudium an einer Medical School

–  weitere 3 Jahre sog. „Residency“ – vergleichbar mit der Assistenzarztzeit in Deutschland. Im ersten Jahr ist man ein sog. „Intern“

–  Falls gewünscht: weitere 3 Jahre „Fellowship“ – das bedeutet Subspezialisierung innerhalb eines Fachgebietes

–  nach der „Fellowship“ ist man ein sog. „Attending Physician“ – vergleichbar mit dem deutschen Oberarzt

Die Ausbildung an der Medical School der Northwestern University kostet 80.000 USD pro Jahr. Da für die meisten Studenten noch die Kosten des vorher absolvierten College sowie Lebenshaltungskosten hinzukommen, ist es nicht unüblich, dass Absolventen mit mehr als 400.000 USD Schulden ins Berufsleben gehen.

Rotation „Pediatric Kidney Disease“

Der Blick vom Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital auf Chicago
Der Blick vom Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital auf Chicago

Am ersten Tag der Rotation bekommt man einen Stundenplan für die nächsten Wochen. Ein typischer Tagesablauf sah folgendermaßen aus:

–  9:00 – 11:30 Uhr: Inpatient Rounds (= Visite)

–  12:00 – 13:00 Uhr: Pediatric Noon Conference

–  13:00 – 16:00/17:00 Uhr: Outpatient Clinic (= Ambulante Sprechstunde)

In der „Pediatric Noon Conference“ kommen alle „Residents“ (? Assistenzärzte) des Hauses zusammen, um aktuelle Fälle zu präsentieren und durchzusprechen. Moderiert wird das Ganze von einem „Fellow“ (? Facharzt). Jeder Teilnehmer kann sein eigenes Essen mitbringen und oft entwickelten sich lebhafte Diskussionen, welche Symptome nun für welche Diagnose sprechen. Manchmal gibt es außerdem zusätzliche Konferenzen um beispielsweise die aktuelle Studienlage zu einem bestimmten Thema darzustellen. Die Wochenenden sind immer frei und es wird von einem erwartet, dass man am Ende der vier Wochen einen zehnminütigen Vortrag zu einem pädiatrisch-nephrologischen Thema seiner Wahl hält.

Insgesamt war es bei der Visite eher so, dass ich bei einem „Attending“ (? Oberarzt) mitlief und ihm/ihr über die Schulter schaute, als dass ich eigenverantwortlich handelte. In den ambulanten Sprechstunden wird der Patient erst von einer sog. „Advanced Practice Nurse“ aufgenommen, um dann noch einmal von einem „Attending“ untersucht zu werden. „Advanced Practice Nurses“ unterstützen den „Attending“ bei vielen Aufgaben (Anamnese, Patientenberatung, erste körperliche Untersuchung, etc.), die in Deutschland sonst von den Ärzten allein übernommen werden.

Generell ist das Versorgungssystem in den USA spezialisierter und viele bei uns ärztliche Aufgaben werden dort von speziell dafür ausgebildeten Angestellten übernommen – so z.B. von „Advanced Practice Nurses“, „Phlebotomists“, „Sonographers“ etc. Meist bin ich gemeinsam mit einer „Advanced Practice Nurse“ zum Patienten gegangen. Je nachdem, wer gerade im Dienst war, durfte ich den Patienten eigenständig untersuchen oder lediglich observieren. Anschließend wurde der Patient dem „Attending“ vorgestellt, der die Anamnese und Untersuchung in kompakterer Form nochmal durchführte. Zwar durfte ich nicht besonders viel selbst praktisch tätig werden, dafür herrschte aber immer eine angenehme Lernatmosphäre, in der ich alles fragen konnte und meist ausführliche Antworten bekam.

Rotation „Pediatric Cardiology“

Arbeitsplatz eines Assistenzarztes im Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital of Chicago
Arbeitsplatz eines Assistenzarztes im Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago

Diese Rotation mit klar strukturierten Lernzielen und vielen Wahlmöglichkeiten war definitiv die beste meines Aufenthaltes. Am ersten Tag trifft man sich mit dem „Attending“ Dr. Robinson, der gemeinsam mit einem den Stundenplan erstellt. Dabei wird immer wieder betont, dass man ein „adult learner“ sei und es einem freistehe, auch kurzfristig eigene Wünsche in die Planung einzubringen.

Die ersten zwei Wochen war ich in den verschiedenen, teilweise auch in anderen Stadtteilen gelegenen, „Outpatient Clinics“ sowie im Elektrophysiologie-Labor und im Katheter-Labor unterwegs. Der Tagesablauf ähnelte dabei dem in der pädiatrischen Nephrologie. Zwar gibt es auch hier eher wenig Gelegenheit zum eigenverantwortlichen Handeln, dafür ist das Setting deutlich abwechslungsreicher und man kann enorm viele besondere Herzgeräusche auskultieren.

In den darauf folgenden zwei Wochen nahm ich aktiv am Stationsalltag teil. Ich hatte stets ein bis zwei eigene Patienten, die ich untersuchen, in der Visite vorstellen und deren therapeutische Planung ich übernehmen konnte. In der pädiatrischen Kardiologie ist es generell so geregelt, dass ein „Intern“ (= 1. Assistenzarztjahr), ein „Chief Resident“ (= letztes Assistenzarztjahr), ein „Fellow“ (= Facharzt in Subspezialisierung), ein „Attending“ (= Oberarzt) und ein Medizinstudent gemeinsam die Visite durchführen. Jeder Patient wird also jeden Tag von mindestens vier verschiedenen Ärzten gesehen und besprochen.

Der Tag beginnt meist 6:00 Uhr morgens mit der Übergabe des Nachtdienstes. Danach gehen „Interns“, „Residents“ und Medizinstudenten zu ihren jeweiligen Patienten, um diese gründlich zu untersuchen und die Vorstellung für die Visite vorzubereiten. Die Visite selbst dauert von 8:00 Uhr bis ca. 12:00 Uhr. In dieser Zeit sieht man zwischen sechs und zehn Patienten. Von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr gibt es, gemeinsam mit den anderen pädiatrischen Fachgebieten, die „Pediatric Noon Conference“, über die ich weiter oben berichtet habe. Am Nachmittag gibt es häufig Fortbildungen oder Papierkram, der zu erledigen ist. Wenn es für mich nichts zu tun gab, konnte ich in der Zeit auch immer in der „Outpatient Clinic“ oder im Katheter-Labor vorbeischauen. Als Student darf man meist zwischen 16:00-17:00 Uhr nach Hause gehen.

Auch wenn dies sicherlich meine anstrengendsten Wochen waren, fand ich es sehr gut, in den Stationsalltag eingebunden zu sein. Die Lernatmosphäre war großartig und ich konnte insbesondere fachlich sehr viel mitnehmen. Natürlich gibt es auch hektische Zeiten, aber im Großen und Ganzen wirkt sich die sehr gute Personalsituation sehr positiv auf die Arbeits- und Lernatmosphäre aus, sodass immer Zeit für Fragen oder Erklärungen blieben.

Krankenhausalltag und Gesundheitssystem in den USA

Ein Krankenzimmer im Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital of Chicago
Ein Krankenzimmer im Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago

Ich fand es eine bereichernde Erfahrung, in dem laut „US-News-Ranking“ sechstbesten Kinderkrankenhaus der USA (Stand: 2016) zu arbeiten. Besonders auffallend war für mich die exzellente Personalsituation, die sehr zu einer entspannten Arbeits-und Lehratmosphäre beitrug. Jeder Patient auf Station hat ein Einzelzimmer und wird am Tag von mindestens vier Ärzten, plus Schwestern, plus Physiotherapeuten etc. gesehen. Hinzu kommen nötigenfalls die freizügig angeforderten Konsile mit anderen Subspezialisten.

Die Betreuungssituation für Medizinstudenten und Assistenzärzte ist exzellent. Kaum eine Untersuchung, Anamneseerhebung, und schon gar keine medizinische Entscheidung wird nicht supervidiert. Und das Angebot der Ärzte, für Fragen jederzeit zur Verfügung zu stehen, ist tatsächlich wörtlich zu nehmen. Jeden Tag gibt es mehrere Stunden Fortbildungen oder Fallbesprechungen und eben eine Personaldecke, die es den Assistenten erlaubt, daran teilzunehmen. Eine so hohe Priorität für die Ausbildung habe ich bisher in keinem anderen Universitätsklinikum erlebt.

Viele der bürokratischen Aufgaben, die in Deutschland von den Assistenten erledigt werden, werden hier von den „Advanced Practice Nurses“ übernommen, die auch oft die Koordinationsfunktion der einzelnen Disziplinen und die Rolle des ersten Ansprechpartners für den Patienten innehaben. Der Dokumentationsaufwand erschien mir allerdings mindestens genauso hoch wie in Deutschland. Jeden Tag werden zu jedem Patienten zahlreiche „Notes“ mit Anamnese, Untersuchung, Befunden und Vorgehen nach einem bestimmten Schema verfasst. Die gesamte Dokumentation erfolgt ausschließlich elektronisch.

Ultraschalluntersuchungen erledigen extra dafür ausgebildete „Sonographers“, die Befundung der dabei aufgenommen Bilder übernehmen dann wiederum die Ärzte, für Blutentnahmen gibt es „Phlebotomisten“. Es gibt zahlreiche nichtärztliche Spezialisten wie z.B. Psychologen, Sozialarbeiter, Beschäftigungstherapeuten, Krankengymnasten oder auch Freiwillige, die mit den Kindern spielen, deren Dienste sehr freizügig mit hinzugezogen werden.

Diese Art von Luxusmedizin ist auch in den USA nicht selbstverständlich. Während Kinder und Gutverdienende meist gut abgesichert sind, ist es gerade die untere Mittelschicht, der nur eine sehr rudimentäre medizinische Versorgung zukommt. Außerdem können Kinderkrankenhäuser in den USA nicht kostendeckend arbeiten, weshalb sie auf philanthropische Unterstützung angewiesen sind. Das Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago hat seinen Namen beispielsweise daher erhalten, dass Ann und Robert H. Lurie 100 Millionen (!) USD zum Bau des Krankenhauses beigetragen haben. Auch die restlichen Baukosten von 895 Millionen USD wurden größtenteils über Spenden eingenommen.

Auch wenn man im Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago fast nur die Sonnenseite des amerikanischen Gesundheitssystems mitbekommt, zeigt sich in den Gesprächen mit Ärzten, Medizinstudenten und anderen im Gesundheitsbereich Arbeitenden, dass auch dort zunehmend Kostenbewusstsein Einzug hält und mehr und mehr Probleme mit Krankenversicherungen auftreten, die bestimmte Leistungen nicht tragen wollen. Unter anderem durch den „Patient Protection and Affordable Care Act“ („Obamacare“) ist es gelungen, den Prozentsatz der nicht-versicherten Bevölkerung in den USA auf ca. 10 Prozent, ca. 31 Millionen Menschen Stand 2015, zu senken. Dennoch führen beispielsweise hohe Eigenbeteiligungsraten und Ausschlussklauseln dazu, dass bei weitem nicht alle Menschen in den USA Zugang zu der High-End-Medizin haben, wie sie im Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago praktiziert wird.

Chicago

Chicago bei Nacht
Chicago bei Nacht

Chicago ist eine beeindruckende, sehr vielfältige Stadt. Von Wolkenkratzern und schicken Boutiquen „Downtown“ zu heruntergekommenen Gegenden mit hohen Kriminalitätsraten z.B. im Süden der Stadt wird wohl das gesamte Spektrum einer modernen amerikanischen Stadt abgedeckt.

Das Freizeitangebot ist schier endlos. Es gibt zahlreiche Bars und Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel, Museen, viele Konzerte jeden Genres, zahlreiche Bluesbars, überhaupt sehr viel Live-Musik, und Stand-up-Comedy Events. Viele Parks mit Open-Air-Veranstaltungen im Sommer, von Chicago Pride Parade über Freiluftkino bis hin zum Stadtlauf.

Die meisten Chicagoer habe ich als sehr freundliche, offene und interessierte Menschen kennengelernt.  Politisch gesehen ist Chicago eine Hochburg der Demokraten und fast alle Menschen, die ich getroffen habe, hatten eine sehr liberale und kosmopolitische Weltanschauung.

Wohnen und leben in Chicago

  • Beeindruckender Blick vom Lake Michigan auf die Skyline von Chicago
    Beeindruckender Blick vom Lake Michigan auf die Skyline von Chicago

    Unterkunft

Über www.craigslist.com hatte ich gemeinsam mit einer Kommilitonin in einer Wohnung im Stadtteil „Wicker Park“ für 1.100 US-Dollar im Monat, also 550 USD pro Person, gewohnt. Mit der Miete hatten wir sehr viel Glück, da die ortsüblichen Mieten meist doppelt so hoch sind. „Wicker Park“ ist definitiv der Hipster-Bezirk schlechthin in Chicago. Es gibt sehr viele Restaurants, Galerien und Bars. Die meisten Leute auf den Straßen sind zwischen 20 und 35 Jahren alt. Die Lage ist ideal, um die meisten relevanten Gebiete der Stadt per ÖPNV oder mit Fahrrad zu erreichen.

Generell lässt sich für die Organisation einer Unterkunft die Übersichtsseite der Northwestern University empfehlen. „Wicker Park“, „Pilsen“, „Lincoln Park“ und „Downtown“ sind beispielsweise gut gelegene, relativ sichere Gegenden zum Wohnen. Auch „Hyde Park“ ist sehr schön, aber eigentlich nur gut gelegen, wenn man an der University of Chicago und nicht an der Northwestern University studiert.

  • Mobilität

Nachdem ich mir im ersten Monat noch eine Monatskarte für 100 USD geleistet und insbesondere in der „Rush Hour“ von den unpünktlichen und meist überfüllten Bussen frustriert war, habe ich mir bereits in der 2. Woche eine Mitgliedschaft bei „Divvy-Bikes“ zugelegt (https://www.divvybikes.com/ ). Über die ganze Stadt verteilt gibt es Fahrradparkstationen, ähnlich dem „Call-a-Bike“-Angebot der Deutschen Bahn, an denen man sich für 30 Minuten kostenlos ein Fahrrad ausleihen kann. Da die meisten Punkte innerhalb der Stadt, auch das Krankenhaus, von „Wicker Park“ aus meist problemlos innerhalb einer halben Stunde mit dem Fahrrad zu erreichen sind, war ich am Ende fast ausschließlich per Rad unterwegs. Leider gibt es nur Jahresmitgliedschaften, die mit Kosten von 100 USD aber den Preis einer regulären Monatskarte für den ÖPNV nicht übersteigen.

  • Sicherheit

Obwohl Chicago als „murder capital“ der USA gilt, habe ich mich in den Gegenden, in denen ich unterwegs war, stets sicher gefühlt und auch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ein Blick auf http://crime.chicagotribune.com/chicago/homicides zeigt allerdings, dass dieses Sicherheitsgefühl relativ ist und vor allem durch starke Segregation der verschiedenen Bevölkerungsgruppen erkauft wird. So hatten wir beispielsweise Patienten aus der „South Side“ von Chicago, für die es schlicht nicht möglich war, eine Krankenschwester für die Betreuung zu Hause zu organisieren, da fast alle Krankenschwestern sich aus Angst um ihre Sicherheit weigern, in diese Stadtgebiete zu fahren.

  • Kosten und Finanzierung

Die Lebenshaltungskosten sind, insbesondere durch die hohen Mieten, >1.000 USD für ein kleines Zimmer „Downtown“ sind nicht unüblich, deutlich höher als in Berlin. So kostet beispielsweise ein Essen in einem günstigen Restaurant 10-20 USD, ein Bier in einer Kneipe 5-10 USD, ein Sandwich 5-10 USD, Eintritte in Clubs ab 10 USD. Gleichzeitig gibt es aber insbesondere im Sommer viele Gratis-Events – so z.B. „Movies in the Park“. Museen haben i.d.R. einen Tag in der Woche, an denen Einwohner von Illinois kostenlosen Eintritt erhalten. Da an der Ticketkasse aber nur nach einem ZIP-Code gefragt wird, kommt man auch als „Visiting Student“ in den Genuss dieser Reglung.

Zusätzlich zu den höheren Lebenshaltungskosten muss man Hin- und Rückflug (600-1200 €), Kosten für Mobilität (ca. 100 USD/Monat), Auslandskrankenversicherung (405 USD), Kosten für das Visum (ca. 100 €) und Krankenhauskleidung (ca. 30 USD) einplanen. Insgesamt sollte man also individuell mit Kosten zwischen 2.000 bis 4.000 € für einen zweimonatigen Aufenthalt rechnen.

Als Förderungsmöglichkeiten seien an dieser Stelle die Stipendien von Medizinernachwuchs.de (einmalig 500 Euro) oder „Promos“ (einmalig 600 Euro) sowie Auslandszuschläge bei evtl. bereits bestehenden Stipendien genannt.

Things to do in Chicago

Movies in the Park in Chicago
Movies in the Park in Chicago

Chicago hat so viele verschiedene Attraktionen, dass die Empfehlungen hier wirklich nur ein Streiflicht sein können.

Die Architektur der Stadt ist beeindruckend, weshalb eine „Architectural Boat Cruise“ (ca. 40 USD) oder eine „Free Walking Tour“ durch die Stadt, bei der man am Ende gibt, was man für angemessen hält, auf jeden Fall zu empfehlen sind. Einen guten Blick auf die Stadt gepaart mit einem Drink bekommt man aus der „Observation Deck Bar“ im „Hancock Tower“, gleich in der Nähe des Krankenhauses.

Die Museumslandschaft ist sehr vielfältig. Direkt gegenüber dem Krankenhaus befindet sich das „Museum of Contemporary Art“, das vor allen Dingen Werke von Künstlern aus der Region zeigt. Dienstags ist freier Eintritt. Ein definitives „Must See” ist das „Art Institute of Chicago”. Seinem Namen gerecht werdend, beherbergt es nicht nur eine, sondern enorm viele Kunstrichtungen – von Altägyptisch, über Renaissance, Impressionismus, Art Deco bis hin zu Contemporary Art and Photography, die jede für sich genommen einen Besuch wert sind. Donnerstags ist ab 18:00 Uhr freier Eintritt.

Für gutes Essen braucht man in manchen Gegenden von Chicago, z.B. in „Wicker Park“, nur vor die Tür zu gehen. Von klassisch amerikanisch, über indisch, polnisch, japanisch, bis hin zu verschiedenen Fusion-Kreationen, z.Zt. sehr beliebt ist koreanisch-mexikanisch, gibt es etwas für jeden Geschmack. An dieser Stelle besonders zu empfehlen:

–  „Small Cheval“ (http://smallcheval.com/ ): Kein Schnick-Schnack, einfach nur sehr, sehr gute Burger

–  „Giordano’s“ (https://giordanos.com/ ): Neben „Lou Malnati’s“ einer der Klassiker für die berühmte „Chicago-Style Deep Dish Pizza“

–  „Lou Mitchell’s“ (http://www.loumitchellsrestaurant.com/ ): Seit 1923 bestehendes klassisch-amerikanisches Diner. Ideal geeignet für Frühstück bzw. Brunch.

Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist die Theater- als auch eine Stand-Up-Comedy-Szene der Stadt. Sei es in etablierten Theatern wie dem „Looking Glass Theatre“ (http://lookingglasstheatre.org/ ) ganz in der Nähe des Krankenhauses oder eine der vielen Performances in Bars oder „Art Spaces“. Aktuelle Termine und weitere Freizeit-Tipps finden sich beispielsweise auf https://www.timeout.com/chicago .

Fazit

Der Lincoln Park in Chicago
Der Lincoln Park in Chicago

Die Zeit in Chicago war in jeder Hinsicht aufregend und lohnenswert!

Tendenziell war ich im Krankenhaus eher rezeptiv als praktisch oder aktiv tätig, was mit dazu beitrug, dass es eine recht entspannte Zeit für mich war und ich mich nach Feierabend munter in das tolle Stadtleben stürzen konnte.

Wer viel Verantwortung tragen und oft selbst Hand anlegen will, für den wäre dieses hochspezialisierte Uniklinikum vielleicht nicht die erste Wahl. Allen anderen kann ich einen PJ-Aufenthalt am Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago der Northwestern University mit hervorragender Lehratmosphäre in einer der spannendsten Städte der USA aber uneingeschränkt empfehlen.

Extra-Fazit: PJ-Kombination Sambia-USA

Die Krankenhausmensa im Ann & Robert H. Lurie Children's Hospital of Chicago
Die Krankenhausmensa im Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital of Chicago

Innerhalb meines Wahlfachs Pädiatrie habe ich je zwei Monate in Sambia und in den USA verbracht. Mein Ziel war es, einen Einblick in das weite Spektrum moderner Medizin zu erhalten – von einer der bestausgestatteten Universitätskliniken der USA zu einer ressourcenmäßig deutlich schlechter gestellten Universitätsklinik in einem Binnenstaat im südlichen Afrika. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide PJ-Aufenthalte für sich bereits zu empfehlen sind und durch die spezifische Kombination für mich persönlich noch einen zusätzlichen Erfahrungswert gebracht haben.

Mir sind viele Unterschiede zwischen den beiden Universitätskliniken in Sambia und in den USA, die jede für sich genommen, zu den besten des Landes gehören, begegnet. Der Großteil der Unterschiede ließ sich vor allem auf die unterschiedliche Ressourcenausstattung zurückführen. Es war beeindruckend zu sehen,  wie viel in den jeweiligen Gesellschaften jeweils für einen Patienten aufgebracht bzw. auch nicht aufgebracht werden kann.

Hierzu nur beispielhaft:

  • Gerätschaften und Medikamente

In Sambia habe ich Reanimationen erlebt, bei denen der Patient auch nach zehn Minuten nicht intubiert wurde, weil es sowieso kein passendes Beatmungsgerät auf Station gab. Im Gegensatz dazu hatten wir in der Kindernephrologie in Chicago Patienten, die im Rahmen eines atypischen HUS ein Medikament (Eculizumab) erhielten, dessen Jahreskosten sich auf 430.000 USD belaufen – zusätzlich zu den laufenden Kosten des Krankenhausaufenthaltes, die auch bei unkomplizierten Erkrankungen und ohne weitere Diagnostik einzurechnen, zwischen 1.000-5.000 USD pro Tag (!) liegen.

  • Räumlichkeiten und Personalausstattung

Während ein bis zwei Stationsärzte in Lusaka für bis zu 50 Patienten auf Station und zusätzlich für die Notaufnahme, bis zu 100 Patienten am Tag, zuständig sind, waren in der Kinderkardiologie am Ann & Robert H. Lurie Children’s Hospital in Chicago vier Ärzte für sechs bis zehn Patienten zuständig – plus eventuelle Konsultationen auf anderen Stationen.

In Lusaka waren bis zu fünfzig Patienten in einem Saal untergebracht, teilweise mit doppelt belegten Betten – ein Kind am Kopfende und ein Kind am Fußende, während es im Krankenhaus in Chicago ausschließlich Einzelzimmer für die Patienten gab. Die Eltern der Kinder im Universitätsklinikum in Lusaka haben, wenn sie es sich nicht anders leisten konnten, auf einem Stuhl neben dem Krankenbett ihrer Kinder oder direkt unter freiem Himmel auf dem Krankenhausrasen übernachtet. Im Gegensatz dazu gab es in Chicago mehrere sog. „Ronald McDonald-Häuser“, in denen die Eltern schwer-kranker Kinder kostenlos in Krankenhausnähe übernachten konnten. Alternativ war außerdem jedes Krankenzimmer mit einem zusätzlichen Bett für die Eltern ausgestattet.

  • Konfrontation mit schwierigen Situationen

Während ich in Chicago keinen einzigen Patienten habe sterben sehen, obwohl natürlich auch dort Patienten umkommen, war es in Lusaka ein nahezu alltäglicher Anblick, in der Notaufnahme oder in der Mangelernährungsstation Kinder direkt sterben zu sehen, inklusive der meist erfolglosen Reanimationsversuche, bzw. aus Nebenräumen oder vom Krankenhausflur die vor Trauer um ihre Kinder weinenden Mütter zu hören.

  • Gesundheitsaufklärung und hygienische Situation

In Sambia hat sich für mich eindrucksvoll gezeigt, dass die Gesundheit der Menschen in der Bevölkerung nicht nur vom Zugang zu medizinischen Einrichtungen abhängt, sondern viele weitere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. So waren viele der im Universitätsklinikum Lusaka auftretenden Krankheitsbilder insbesondere auf mangelnde Gesundheitsaufklärung in der Bevölkerung, v.a. Mangelernährung, teilweise HIV, oder schlechte hygienische Zustände (Cholera, Tuberkulose) zurückzuführen.

In den USA zeigte sich mir das Verbesserungspotential bei der Gesundheitsaufklärung auf einem deutlich „weniger schwerwiegenden“ Level, z.B. hohe Teenager-Schwangerschaftsraten in bestimmten Bevölkerungsschichten, und die hygienischen Standards im Krankenhaus waren größtenteils vorbildlich.

Neben den vielen Unterschieden, insbesondere in der materiellen Ausstattung, sind mir aber auch viele Gemeinsamkeiten – insbesondere bei „persönlichen/ideellen“ Faktoren – begegnet.  Letztendlich gilt: „People are people“!

  • Ausbildung/Lehre

Ich kann auch im Nachhinein schlecht sagen, ob ich fachlich mehr in Sambia oder in den USA gelernt habe. In beiden Universitätskliniken waren die lehrenden Ärzte auf dem aktuellsten Stand, was die für PJ-Studenten wichtigsten Krankheitsbilder angeht. Während die Ärzte in Chicago zwar deutlich mehr Zeit für jeden einzelnen Medizinstudenten aufbringen konnten, in meiner Kardiologie-Rotation war ich der einzige Student unter vier Ärzten, hat man als PJ-Student in Lusaka die Möglichkeit, deutlich mehr praktische Erfahrung zu sammeln, wie z.B. eine Geburt zu leiten, was in Chicago schlicht undenkbar wäre.

Auch was den Ausbildungsstand von Kommilitonen in Sambia und in den USA angeht, konnte ich keine besonders hervorstechenden Unterschiede feststellen. Natürlich gab es in den jeweiligen Ausbildungen besondere Schwerpunkte. Sambische Medizinstudenten haben z.B. mehr praktische Erfahrungen, während US-Studenten z.B. häufiger in der Forschung aktiv sind. Insgesamt hatte ich jedoch den Eindruck, dass die Medizinstudenten beider Länder grundsätzlich die Eignung mitbringen, um in dem jeweils anderen Land tätig zu werden.

  • Arbeitsbedingungen und Stellung der Ärzte in der Gesellschaft

Sowohl in Sambia als auch in den USA sind Ärzte in der Gesellschaft hoch angesehen und zählen zu den Spitzenverdienern. Gleichzeitig sind die Arbeitsbedingungen speziell für junge Ärzte sehr angespannt. So werden die in den USA offiziell vorgesehenen(!) maximal 80 Arbeitsstunden pro Woche, zum Vergleich in der EU 48 Stunden/Woche, häufig überschritten und auch in Sambia verbringen speziell junge Ärzte den absoluten Großteil der Woche im Krankenhaus und werden zusätzlich zu einem zweijährigem „Rural Posting“ verpflichtet.

  • Generelle Atmosphäre für PJ-Studenten

Sowohl in Lusaka als auch in Chicago bin ich im Krankenhaus, wie auch im sonstigen Alltag, vor allen Dingen offenen und interessierten Menschen begegnet. In Lusaka hatte ich durch die Struktur meiner Rotationen dabei deutlich mehr Gelegenheit, mit sambischen Kommilitonen in Kontakt zu treten als in Chicago, wo ich häufig der einzige Medizinstudent auf Station war. In beiden Universitätskliniken habe ich mich schnell und vollwertig integriert gefühlt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die Zeit in Sambia als auch die Erlebnisse in Chicago – insbesondere in der Kombination miteinander- enorm bereichernd für mich waren. Sie haben mein Verständnis dafür geschärft, unter welch unterschiedlichen Bedingungen moderne Medizin funktionieren kann und mich fachlich wie menschlich weiter gebracht. Ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden!

 

H., L.

Izmir, Juli 2016

 

Stipendiat im Rahmen der Auslandsstipendien 2015-2016

Neue Ausschreibung der Auslandsstipendien

 

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