Krankenpflegepraktikum in Bolivien – Notfallmedizin

19. September 2015

in Bolivien, Chancen im Ausland, Fachgebiet, Krankenpflegepraktikum im Ausland, Land, Notfallmedizin

Bolivien, La Paz, Hospital Arco Iris (16.02.-17.03.2015)

Auf einer Höhe von 3.600 m Höhe lag das Ziel meines Krankenpflegepraktikums – das Hospital Arco Iris in La Paz, Bolivien. Es war eine bereichernde Zeit, in der ich viel gesehen und erlebt habe. Das Praktikum in der Notaufnahme machte jede Menge Spaß, nicht zuletzt, weil das Team im Hospital einfach toll war, mich mit aller Herzlichkeit empfing und ich viel gelernt habe.

Meine Entscheidung für Bolivien…

Mystisch - Heute kann man die als Death Road bekannte Straße in die Yungas mit dem Mountainbike gefahrlos genießen
Mystisch – Heute kann man die als Death Road bekannte Straße in die Yungas mit dem Mountainbike gefahrlos genießen

Schon zu Beginn meines Medizinstudiums hatte ich mir vorgenommen, einen Teil der Ausbildung im Ausland zu verbringen. Bereits in meinem Erststudium hatte ich tolle Auslandserfahrungen machen können und als leidenschaftliche Weltenbummlerin setzte schon bald das Fernweh ein. Da ich noch einen Monat meines Krankenpflegepraktikums zu absolvieren hatte, beschloss ich recht spontan, dass ich dieses gerne im Ausland ableisten würde.

Meine Wahl fiel auf Bolivien. Zum einen, weil mich dieses südamerikanische Land besonders interessierte, zum anderen, weil ich über persönliche Kontakte zum Verein „Arco Iris“ in La Paz verfüge, welcher das Hospital Arco Iris fördert. Außerdem wollte ich dorthin, wo Hilfe nötig ist, denn schließlich haben wir auch als angehende Mediziner eine Verantwortung gegenüber den Benachteiligten auf unserer Welt und ich erhoffte mir, dass ein Krankenpflegepraktikum in Bolivien sehr bereichernd sein würde.

… und meine Motivation

Buntes Treiben beim Karneval in Oruro - er soll wohl noch besser als der Carneval in Rio sein
Buntes Treiben beim Karneval in Oruro – er soll wohl noch besser als der Carneval in Rio sein

Bolivien ist ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung keinen Zugang zum Gesundheitswesen hat. Vor allem die Situation für Kinder und Jugendliche ist schwierig. Aus diesem Grund hatte die „Foundation Arco Iris“, welche sich für Kinder und Jugendliche auf der Straße einsetzt, 2001 ein Hospital in La Paz eröffnet. Gründer der „Fundacion Arco Iris“ ist Pfarrer Josef Maria Neuenhofer. Bevor er nach Bolivien ging, war er Pfarrer in meiner Geburtsstadt Rottweil und in deren Nachbargemeinden. Somit kenne ich die Organisation schon seit längerem und konnte über diesen Kontakt mein Pflegepraktikum im Hospital Arco Iris recht einfach per Mail organisieren.

Besonders bemerkenswert ist, dass in diesem Hospital auch die Menschen medizinisch versorgt werden, die keine finanziellen Mittel haben. Neben den Kindern und Jugendlichen der Wohnheime von Arco Iris sind dies Straßenkinder und arme Familien. Durch Spenden aus deutschen Kliniken und Arztpraxen ist das Hospital gut ausgestattet, verfügt über ein Röntgen- und CT-Gerät und kann eine gute medizinische Versorgung gewährleisten.

Da ich das Praktikum nach Ende meines zweiten Semesters antrat, war mein praktisches medizinisches Wissen – trotz Modellstudiengang der Charité Berlin – noch sehr gering. Nachdem ich durch mein in Deutschland absolviertes Krankenpflegepraktikum bereits einen guten Einblick in pflegerische Abläufe bekommen hatte, sehnte ich mich nach einer größeren Herausforderung, denn oft bleibt die Befriedigung der medizinischen Neugierde während des Pflegepraktikums auf der Strecke. Durch die Sprachbarriere und die kulturellen Unterschiede erhoffte ich mir, meinen Horizont durch dieses Auslandspraktikum zu erweitern und selbst mehr von einem solchen Praktikum profitieren zu können.

Krankenpflegepraktikum in der Notaufnahme

Das Hospital Arco Iris im Herzen von La Paz
Das Hospital Arco Iris im Herzen von La Paz

Es ist zwar nicht ganz so wie in der TV-Serie und zum Glück geht es nicht bei jedem Patienten um Leben und Tod, dennoch bringt einem das Pflegepraktikum ganz andere Einblicke als auf einer „normalen“ Bettenstation – noch dazu, da wir in Bolivien sind.

Zunächst einmal wurde der Wartebereich der Notaufnahme gerade renoviert und neben Baulärm hieß dies Improvisation bei der Patientenaufnahme. Im Gang, der einem Kellergewölbe ähnelt, wir befinden uns zum Hang hin im Kellergeschoss mit ebenerdigem Eingang, warten auf einer Reihe von Schulbänken weniger dringende Fälle auf die Behandlung und häufig ganze Familien auf Neuigkeiten. Dass Angehörige mit dabei sind, ist gut, denn diese werden direkt mit dem Gang zur Apotheke beauftragt, um benötigte Arzneimittel, Infusionen oder Verbandsmaterial zu besorgen oder bereits verwendete zu ersetzen, welche ich dann in die entsprechenden Schränke sortierte. Außerdem müssen die Untersuchungskosten, soweit möglich, sofort bezahlt werden. Nur so ist es möglich, dass auch Arme und mittellose Kinder eine Behandlung „for free“ bekommen, denn dies hat sich das Krankenhaus Arco Iris vor allem auf die Fahne geschrieben.

So unterschiedlich wie die Gesellschaftsschichten in La Paz sind, waren auch unsere Patienten. Von traditionell gekleideten „Cholitas“ mit ihren langen, schwarzen Zöpfen und bunten, weiten Röcken, mehreren Strumpfhosen und Wollstulpen, da das Leben draußen auf der Straße am Marktstand oder Grill kalt ist, und die daher von uns mühselig ausgezogen werden mussten, bis hin zu europäisch gekleideten Bolivianern, mal wohlhabend, mal nicht, und argentinischen Touristen.

Ich hatte den Eindruck, dass wir nicht nur Notaufnahme, sondern Auffanglager für alle sind. So wurden bei uns Patienten zur OP vorbereitet und je nachdem, wie voll die Bettenstationen waren, auch nach der OP wieder zu uns gebracht.

Viele Schwangere verbrachten die Stunden vor der Geburt bei uns, bevor wir sie auf die dritte Station zur Gynäkologie brachten. Auch wenn die Ärzte in der Notaufnahme ganz gute Allrounder waren, kamen Spezialisten der entsprechenden Fachbereiche und betreuten ihre Patienten bei uns mit. So wurden die Wehen Kontraktionen und die Herztöne des Kindes von Gynäkologen überwacht, wenn möglich im Nebenraum der Notaufnahme, in welchen weitere 4-5 Betten passten. Die entsprechenden Geräte wurden häufig in Deutschland ausgemustert und von Krankenhäusern gespendet – aber sie tun ihren Dienst.

Neben Verkehrs- und Arbeitsunfällen kamen Patienten mit entzündeten Wunden, Abdominal Schmerzen, neben dem Klassiker Blinddarm sind die jungen Frauen häufig schwanger, dann natürlich mit Frakturen und Verbrennungen, aber natürlich auch mit Herz-Kreislaufbeschwerden und nicht immer war sofort klar, wo das Problem liegt.

Wir stabilisierten, ordneten Diagnostik an und versorgten die Wunden, dann ging es bei Bedarf weiter zum Spezialisten. Anders als ich es aus Deutschland kenne, wurde nicht das Blut ins Labor geschickt, sondern das Labor kam zum Patienten. Ein Anruf, schon eilte die entsprechende Fachkraft mit ihrem „Werkzeugkoffer“ herbei, nahm Blut ab, spritzte es dann in die verschiedenen Röhrchen (ja!) und wenig später kam der Befund zu uns zurück und wurde gemeinsam von den Ärzten in Ausbildung und bei Unklarheiten vom Oberarzt ausgewertet.

Und wie sah es nun genau in der „Emergencia“ aus? Die einzelnen Betten waren zum Hauptraum mit Vorhängen abgetrennt und auch zwischen den Betten ließen sich Vorhangabtrennungen einfügen. Dies war aber nicht immer möglich, sodass es eigentlich keine Privatsphäre gab. Im Hauptraum befand sich das Team: Krankenpfleger und Ärzte, meistens vollständig ausgebildete, und mehrere Medizinstudenten in ihrem letzten Jahr.

Röntgenbilder wurden begutachtet, Blutwerte analysiert und Patienten behandelt. Nicht selten standen tatsächlich sechs und mehr Menschen am Patienten, vor allem bei einem Neuzugang. Da ich leider nicht allzu viel verstand, tappte ich oft erst einmal im Dunkeln, aber es wurde sich häufig Zeit genommen, auf meine Nachfragen die Anamnese zu wiederholen, das Röntgenbild und Verdachtsdiagnosen zu übersetzen bzw. zu erklären. Ich sah viel in der Notaufnahme, durfte eigentlich immer dabei stehen und zuschauen, auch mal bei der Wundreinigung assistieren – meistens kein schöner Anblick – oder Elektroden fürs EKG anlegen.

Vom dicken Fuß wegen eines Stichs von einem Skorpion ähnlichem Tier, großen Fleischwunden, Herzinfarkten, rätselhaften Bauchschmerzen und Brüchen – es war einfach alles dabei. Zum Glück habe ich nur eine erfolglose Reanimation miterlebt.

Spannung der anderen Art kam bei Beziehungsdramen auf. So zum Beispiel, wenn der Vater dem Freund der erwachsenen Tochter eine „verpasste“, und diese mit geschwollenen Augen und tief eingerissenem, abstehendem Nasenflügel bei uns tapfer auf der Liege saß und offensichtlich nicht nur im Streit ungeschickt gefallen war. Dann mischten sich unter die Ärzte auch Polizisten.

Natürlich ging es nicht rund um die Uhr so beschäftigt zu. Von keinen Patienten bis fehlenden Betten – innerhalb weniger Minuten konnte sich das Blatt wenden. Manche Tage waren von vielen ruhigen Stunden geprägt, in denen durchaus auch mal Langeweile aufkommen konnte.

Neben dem Beobachten bestanden meine Tätigkeitsfelder wie bei fast jedem Krankenpflegepraktikum ganz banal aus Patientenbetten schieben, Befunde abholen, Patienten zum Röntgen und CT bringen, Medikamente auffüllen und – das ist in Deutschland ungewöhnlich – aus Tupfer rollen!

Angenehm waren die kurzen Wege. Einen Stock höher im Hospital befanden sich aus Deutschland gespendete Röntgengeräte, Ultraschall und sogar ein CT. Hier wuselte es auf den Gängen wie in einem Bienenstock, denn hier warteten die Patienten, die ambulant behandelt wurden. Es reihten sich verschiedene Ärztezimmer aneinander – trotzdem war als Patient viel Geduld gefragt. Auch hier musste die Behandlung beim Termin an der Kasse holen, direkt bezahlt werden. Auf die weiteren vier Stockwerke verteilten sich Bettenstationen und OP-Säle – das Hospital Arco Iris ist damit eines der bestausgestatteten Krankenhäuser in la Paz.

Auch wenn meine Arbeitszeit nicht immer wie im Flug verging, machte das Praktikum jede Menge Spaß. Nicht zuletzt, weil das Team einfach toll war, mich mit aller Herzlichkeit empfing und trotz meines holprigen Spanisch mit Geduld Gespräche suchte. Es wurde viel gelacht, es herrschte eine gute Atmosphäre und wenn ein bestimmter Arzt Schicht hatte, dann schallte auch mal gute Musik durch die „Emergencia“.

Organisation meines Krankenpflegepraktikums

Für Abenteurer ein Muss - Der Aufstieg zum Gipfel des Huayna Potosí (6088m). Atem(be)raubend
Für Abenteurer ein Muss – Der Aufstieg zum Gipfel des Huayna Potosí (6088m). Atem(be)raubend

Wie bereits erwähnt, ging ich recht spontan nach Bolivien. Nachdem ich im Dezember beschlossen hatte, den letzten Monat meines Krankenpflegepraktikums im Ausland, am liebsten in Bolivien, zu verbringen, setzte ich mich mit meinem Kontakt in Verbindung. Ich hatte Glück und alles verlief erstaunlich reibungslos und unkompliziert. Zwei Mails später hatte ich die Zusage vom Krankenhaus – ich war für das Pflegepraktikum willkommen!

Auch die Wohnungssuche gestaltete sich für mich einfach, da die Betreuerin des Freiwilligendienstes des Vereins Arco Iris mir eine Gästewohnung im Jungenheim organisierte. Somit konnte ich bereits drei Wochen nach meinem Entschluss meinen Flug buchen und mich voller Vorfreude auf den Aufenthalt vorbereiten.

Da das Visum für Bolivien direkt am Flughafen ausgestellt wird, war auch dies – auf den ersten Blick – unkompliziert. Allerdings erhält man momentan zunächst nur ein 30-Tage-Visum. Dieses kann man dann in La Paz zweimal um jeweils weitere 30 Tage verlängern. Da es sich um ein unentgeltliches Praktikum handelte, ist es wie so oft ratsam, mit einem einfachen Touristenvisum einzureisen.

(Anm.d.Red.: Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich rechtzeitig bei der Botschaft des jeweiligen Landes nach den aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen. Hierbei sollte man unbedingt erwähnen, dass man sich nicht zu Urlaubszwecken, sondern zu einer medizinischen Tätigkeit im Rahmen seines Medizinstudiums im betreffenden Land aufhalten wird.)

Wichtig ist allerdings mit der Auslandskrankenversicherung abzuklären, dass man ein Praktikum absolviert! Das einzig Problematische an meinem spontanen Entschluss nach Bolivien zu reisen, waren die empfohlenen Impfungen. Gerade noch rechtzeitig konnte ich die Gelbfieberimpfung erhalten, die außerdem erforderlichen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis Impfungen hatte ich bereits. Ich entschied mich gegen eine Tollwut Impfung, die bei längeren Aufenthalten ebenfalls empfohlen wird und in Anbetracht der vielen Straßenhunde auch sicher nicht verkehrt ist. Da La Paz aufgrund seiner Höhe kein Malariarisikogebiet ist, muss man sich, wenn man nicht ins Tiefland und den Dschungel reist, um eine Prophylaxe keine Gedanken machen, sollte aber entsprechende Tabletten im Gepäck haben, wenn man an den Wochenenden doch mal das Umland erkundigt.

Aufgrund seiner Höhe, La Paz liegt auf 3600m, erfordert es erst eine Eingewöhnung, die bei Ankunft nicht unterschätzt werden sollte!

Wichtige Vorbereitung – die Sprache!

Der Blick von El Alto (4000m) auf das sich im Talkessel erstreckende La Paz
Der Blick von El Alto (4000m) auf das sich im Talkessel erstreckende La Paz

Die größte Zeit meiner Vorbereitung verwandte ich zum Erlernen der Sprache. Ich hatte im Sommer einen Grundkurs Spanisch besucht, allerdings war mein Wissen rein theoretisch, denn ich hatte noch nicht die Gelegenheit gehabt, mein Spanisch wirklich anzuwenden. Somit stieg ich mit einem etwas mulmigen Gefühl aus dem Flieger.

Meine Sorge war berechtigt, denn in den ersten Tagen verstand ich leider gar nichts, was man zu mir sagte, doch dies legte sich zum Glück schnell. Da kaum jemand der Ärzte oder der Krankenpfleger Englisch sprach – und wenn, dann auch nur sehr brüchig – war dies die größte Herausforderung. Zum Glück war ich nicht alleine, sondern hatte einen deutschen FSJler an meiner Seite, der bereits seit sechs Monaten in La Paz lebte und im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres am Krankenhaus arbeitete. Er konnte im Notfall immer als Übersetzer weiterhelfen.

Unterkunft und finanzielle Seite

Mein täglicher Blick aus dem Fenster - grüne Fußballplätze gab es in Bolivien im übrigen überall
Mein täglicher Blick aus dem Fenster – grüne Fußballplätze gab es in Bolivien im übrigen überall

Schönerweise ist Bolivien im Vergleich zu Deutschland relativ günstig. Ich hatte Glück und konnte über den Verein Arco Iris in einer Gästewohnung des Jungenheims für 4€ die Nacht unterkommen. In La Paz gibt es natürlich auch viele schöne und trotzdem günstige Hostels, die sich ebenfalls anbieten. Auch die Lebenshaltungskosten sind viel günstiger, sodass das einzig Teure der Flug ist. Da es noch keine Billigairlines gibt, die den höchsten Flughafen der Welt in „El Alto“ anfliegen, ist der mit ca. 800-1.000€ nicht ganz billig. Fallen in Deutschland keine großen Kosten an, kann man das vor Ort gesparte Geld in den Flug investieren. Ich vermiete mein Zimmer immer unter, sodass man keine unnötigen Ausgaben hat.

Meine lange Recherche nach Stipendien war leider wenig ergiebig. Nach meinem Kenntnisstand schreibt die Initiative des Ärztefinanzzentrums Berlin – Sobe & Partner in Zusammenarbeit mit dem Team von Medizinernachwuchs.de als einzige auch „Auslandsstipendien“ für Krankenpflegepraktika aus.

Leben in Bolivien

Farbenfrohe Läden in der Calle Sagarnaga laden zum Souvenir-Shoppen ein
Farbenfrohe Läden in der Calle Sagarnaga laden zum Souvenir-Shoppen ein

Bolivien ist ein faszinierendes und unglaublich schönes Land. La Paz erstreckt sich über ein riesiges Tal, Häuser säumen die Hänge, sodass man sich nachts in einem wunderschönen Lichtermeer befindet. Über die Stadt La Paz könnte ich seitenweise berichten, denn obwohl ich aus Berlin komme, hat mich diese Stadt zunächst überfordert und zugleich in ihren Bann gezogen. Die vollen Straßen, rasende, vollgepackte Minibusse und kurvige Berg- und Talfahrten, das bunte Treiben der „Cholitas“, Straßenstände, frisch gepresste Säfte an vielen Ecken, Gemüse- und Obststände, die die Straßen säumen und natürlich Straßenhunde.

Dann gibt es aber auch das Viertel mit den Wolkenkratzern und den schicken Häusern – das absolute Kontrastprogramm zu den oftmals nicht fertig gestellten Häusern und Hütten in anderen Gegenden von La Paz und vor allem in „El Alto“. Der westliche und vor allem amerikanische Einfluss ist schon zu spüren, vor allem in der statt Wasser Cola trinkenden Gesellschaft, und dennoch fühlt man sich noch in eine andere Welt versetzt.

Man sollte sich auf jeden Fall Zeit zum Reisen nehmen, um dieses riesige Land zu entdecken. Stundenlange Busfahrten über holprige Straßen sind durch die ziemlich komfortablen Reisebusse gut machbar. Aber auch die Umgebung von La Paz bietet viele Möglichkeiten: Wandern, Bergsteigen, Radfahren und organisierte Touren.

Gerade als Frau sollte man auf seine Sicherheit achten und ein paar Grundregeln befolgen. Aber eigentlich habe ich mich zu keiner Zeit in irgendeiner Art unwohl oder bedroht gefühlt.

Fazit meines Auslands-Krankenpflegepraktikums

Idylle pur - Isla del Sol, Lago Titicaca
Idylle pur – Isla del Sol, Lago Titicaca

Ich hatte eine tolle Zeit im Hospital und habe viel gelernt. Die Erfahrung, in einem anderen Land zu arbeiten und zu leben, welches dem unseren so unähnlich ist, möchte ich in keinem Fall missen und war sehr bereichernd.

Es ist in jedem Fall zu empfehlen, die Sprache ein bisschen besser zu beherrschen, denn dann kann man noch mehr von einem solchen Aufenthalt in Bolivien profitieren.

Ich danke dem Ärztefinanzzentrum Berlin – Sobe & Partner und dem Team von Medizinernachwuchs.de für die finanzielle Unterstützung!

G., L.

Berlin, August 2015

Stipendiatin im Rahmen der Auslandsstipendien 2014-2015

Neue Ausschreibung der Auslandsstipendien

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