Famulatur in Australien – Innere Medizin/Abteilung Nephrologie

8. August 2014

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Famulatur in Australien – Innere Medizin/Abteilung Nephrologie Australien, Geelong, Geelong Hospital (29.08.-30.09.2013)

„Victoria – the place to be!“ – so lautet die offizielle Aufschrift auf jedem Autoschild aus diesem Teil Australiens. Nach meinen Erlebnissen und Eindrücken bei den freundlichen dort lebenden Menschen und den so positiven Erfahrungen am Geelong Hospital kann ich diese Aussage nur unterstreichen. Ich blicke auf diese Famulatur und den ganzen Aufenthalt „down under“ sehr zufrieden zurück und bin für die neu erworbenen Erfahrungen sehr dankbar.

„Ans andere Ende der Welt“

 

Känguru Mutter mit ihrem "Joey" im Beutel
Känguru Mutter mit ihrem „Joey“ im Beutel

Schaut man sich auf einer Karte Australien an und sucht dann das kleine Deutschland, wird einem erst bewusst, wie weit eigentlich diese beiden Länder voneinander entfernt sind. Es ist quasi das andere Ende der Welt und es gibt nur sehr wenige Orte, die entlegener sind. Alleine dieser Gedanke, neben den vielfältigen Bildern im Kopf aus Erzählungen und Fernsehberichten, weckte in mir schon die Abenteuerlust, als ich mir zum ersten Mal überlegte, eine Famulatur in „Down Under“ zu planen.

Wichtiger aber als die pure Abenteuerlust waren für mich natürlich die Qualität und der Nutzen einer solchen Famulatur in Australien. In der Hoffnung also ein spannendes Land zu bereisen und gleichzeitig eine tolle Famulatur zu erleben, begann ich mit meinen Recherchen. Im Internet fand ich den einen oder anderen Bericht über Famulaturen oder PJ-Tertiale in Australien, wobei diese von sehr enthusiastisch bis eher nüchtern gingen. Gemeinsam hatten sie aber oft, dass das Arzt-Patienten-Verhältnis in den Kliniken als sehr wenig hierarchisch erlebt wurde und dass die Patienten den Ärzten sehr viel mehr auf Augenhöhe begegnen können – genauso wie die famulierenden Medizinstudenten. Eine Sache, die mich sehr positiv stimmte, denn zu oft kann ich als werdender Arzt beobachten, wie in deutschen Krankenhäusern bei manch einem diensthabenden Kollegen genau dieses veraltete, hierarchische Denken gegenüber Patienten oder jüngeren Kollegen immer noch vorherrscht. Zu gerne wollte ich dieses australische Arbeitsklima selbst erleben und recherchierte begeistert weiter.

Die Arbeit und Qualität des australischen Gesundheitssystems und deren Kliniken haben international sehr hohes Ansehen. So belegte das australische Gesundheitssystem 1997 bei einer international angelegten Qualitätsstudie der WHO Rang 12 und lag somit sogar zwei Plätze vor Deutschland. Die Chancen standen also sehr gut, dass ich bei einer Famulatur in Australien maximal viel mitnehmen könnte.

Zum Schluss holte ich mir noch die Meinung eines Freundes ein, der für längere Zeit im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes in Melbourne tätig gewesen war. Er bestätigte mein gutes Gefühl bei der Sache sehr und schwärmte von der offenen und entgegenkommenden Art der australischen Ärzte.

Spätestens jetzt stand mein Entschluss endgültig fest: Ich wollte eine Famulatur in Australien absolvieren.

„Victoria – the place to be!“ 

Ryrie Street - eine der Hauptstraßen in Geelong
Ryrie Street – eine der Hauptstraßen in Geelong

Nun stellte sich natürlich noch die Frage, wo in diesem riesigen Land ich mich am besten bewerben sollte. Dem Rat meines Freundes folgend, entschied ich mich für den Bundesstaat Victoria im Südosten des Landes. „Victoria – the place to be!“ Dies ist die offizielle Aufschrift auf jedem Autoschild aus diesem Teil Australiens. Also schaute ich mich zunächst in Melbourne und der Umgebung nach passenden Krankenhäusern um. Nach viel Recherche, Emailschreiben und Abwägen entschied ich mich schließlich für die Stadt Geelong. Geelong mit seinen 150.000 Einwohnern  ist die zweitgrößte Stadt in Victoria, unweit der Metropole Melbourne, Entfernung mit dem Zug etwa 45 Minuten, und direkt am pazifischen Ozean gelegen. Alles zusammen also eine sehr gute Mischung.

Das Entscheidende war aber, dass ich auch beim Krankenhaus ein sehr gutes Gefühl hatte: Als Lehrkrankenhaus der renommierten Deakin University konnte ich davon ausgehen, dass ich Fachwissen auf höchstem Niveau erwarten konnte. Auch hatte ich von Beginn an das Gefühl, dass meine Ansprechpartnerin sich die größte Mühe gab, alles so einfach wie möglich für mich zu machen und mögliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Außerdem war besonders die Nierenheilkunde hier besonders stark ausgebaut und da dies genau das Fachgebiet war, welches ich mir mit dieser Famulatur genauer anschauen wollte, stand mein Entschluss fest und ich bewarb mich.

Meine Bewerbungsschritte

Das Geelong Hospital Lehrkrankenhaus der Deakin University
Das Geelong Hospital Lehrkrankenhaus der Deakin University

Via Internet hatte ich meine Suche nach geeigneten Einrichtungen für eine Famulatur in Australien gestartet. Nachdem ich verschiedene Krankenhäuser angeschrieben und die ersten Antworten erhalten hatte, erschien das Geelong Hospital in Geelong für mich die am meisten geeignete und kooperativste Einrichtung zu sein.

Per Email erhielt ich relativ schnell die Bewerbungsunterlagen für einen Praktikumsplatz sowie für ein Zimmer des Krankenhauswohnheimes. Die gesamte Bewerbung lief nicht direkt über das Krankenhaus selbst sondern über die Verwaltung der Medizinischen Fakultät der Deakin University Geelong.?Das Geelong Hospital ist ein Lehrkrankenhaus dieser Universität. In den Bewerbungspapieren werden alle benötigten Unterlagen aufgelistet (s.u.). Man konnte auf dem Bewerbungsbogen insgesamt drei der angebotenen Fachbereiche ankreuzen, bei welchen man sich eine Famulatur vorstellen kann.

Achtung: Nur wenn alle Unterlagen bei der Verwaltung angekommen sind, wird die Bewerbung bearbeitet. Die Versendung der benötigten Unterlagen ans Krankenhaus erfolgte per Email.

Dazu gehörten:

  • Aktuelle Studienbescheinigung
  • Eine Kopie über akademische Qualifikationen und berufliche Erfahrungen. Ich ?hatte einfach eine Kopie meines Physikums Zeugnisses beigelegt.
  • Eine Garantie der finanziellen Mittel für den gewünschten Zeitraum. Daher entweder eine ?Bankauskunft über den eigenen finanziellen Status , was ich gemacht habe, oder eine Bankauskunft eines Elternteiles mit einer Kopie des Ausweises
  • Ausgefüllter Bewerbungsbogen (Dieser wurde mir per Email zugeschickt.)
  • Eventuell ausgefüllter Bewerbungsbogen für ein Zimmer im Wohnheim des Krankenhauses (Dieser wurde mir ebenfalls per Email zugeschickt.)
  • Bestätigung einer bestehenden Haftpflichtversicherung, diese bekam ich von der Universität
  • Nachweis einer bestehenden Auslandskrankenversicherung
  • Ein unterschriebener Brief des Dekanats meiner Universität –  ein sogenannter „Letter of good standing“
  • Ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis

Zum zeitlichen Aufwand für die Bewerbung ist zu sagen, dass ich die erste Email an ein Krankenhaus in Australien etwa sieben Monate vor meinem Abflug verschickt habe. Da Australien als Reise- und Praktikumsland gerade bei Deutschen wirklich sehr beliebt ist, glaube ich, dass die Devise „je früher desto besser“ hier durchaus stimmt.

Weitere organisatorische Schritte

Das Beantragen des Visums dauerte ca. zwei Monate. Da ich während der Famulatur kein Geld verdient habe, hat ein normales Touristenvisum ausgereicht, welches für EU-Bürger kostenfrei ist. Allerdings sind die Behörden durchaus etwas streng. Da ich ursprünglich aus Russland stamme, musste ich in einem zweiten Schreiben an die zuständige Visumbehörde bestätigen, dass ich niemals für die russische Regierung gearbeitet habe.

(Anm.d.Red.: Um wirklich auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich rechtzeitig bei der Botschaft des jeweiligen Landes nach den aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen. Hierbei sollte man unbedingt erwähnen, dass man sich nicht zu Urlaubszwecken, sondern zu einer medizinischen Tätigkeit im Rahmen seines Medizinstudiums im betreffenden Land aufhalten wird.)

Meinen Flug hatte ich über das Reisebüro STA Travel in Freiburg gebucht, da dieses ein sehr gutes Angebot hatte. Der Flug ging vom Frankfurter Flughafen aus. Die mit Abstand günstigsten Flugpreise bot damals die Airline „China Eastern“ an.

Was eine erforderliche Impfung betraf, so bestand laut meinem Hausarzt sowie der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für Australien zum Zeitpunkt meiner Reise „keine besondere Impfpflicht.“ Die Standardimpfungen gemäß dem Robert-Koch-Institut waren daher ausreichend. Das Ganze ohne Gewähr. Man sollte dies also bitte unbedingt selbst nochmals vor dem Reiseantritt überprüfen.

„Ankunft in Down Under“

So flog ich also sieben Tage vor Beginn meiner Famulatur nach Australien. Dabei ging der Langstreckenflug über Shanghai nach Melbourne. Die Zeitverschiebung von 10 Stunden ist nicht zu unterschätzen und so kam ich auch relativ benebelt in Melbourne an. Doch bereits hier konnte ich die einzigartige Gastfreundschaft der Australier erleben. Sobald man mit fragendem Gesicht an einer Bushaltestelle steht oder mit einem Stadtplan in der Hand sich nach der richtigen Straße umschaut, kam mir stets jemand zur Hilfe und versuchte mir zu helfen.

So kam ich ohne Probleme zu meinem ersten Ziel, die Wohnung eines Freundes in Melbourne. Nachdem ich mich dann zwei Tage etwas akklimatisiert und mir die pulsierende Stadt Melbourne etwas angeschaut hatte, reiste ich in aller Frühe an mein Endziel Geelong. Die Anreise verlief sehr einfach und war günstig.

Meine Famulatur in der Nephrologie

Das Geelong Hospital - Lehrkrankenhaus der Deakin University
Das Geelong Hospital – Lehrkrankenhaus der Deakin University

Angekommen am Krankenhaus in Geelong erwartete mich bereits die zuständige Ansprechpartnerin. Sie zeigte mir meine direkt neben dem Krankenhaus gelegene Unterkunft, stellte mir einen australischen Studentenausweis aus, was sehr hilfreich für einen Preisnachlass in Museen u. ä. ist,  und führte mich etwas durch das Hospital. Am Ende brachte sie mich zur Ambulanz der Nephrologie.

Hier lernte ich Herrn Prof. Dr. John Agar kennen. Ein wirklich unglaublich angenehmer Mensch, welcher sehr interessiert an mir war, mir sofort anbot, ihn mit Vornamen anzusprechen und bei dem ich wirklich das Gefühl hatte, dass er sich freute, mich im Geelong Hospital begrüßen zu können. Er war für die Dauer meines Aufenthaltes mein „Supervisor“ und ich ahnte schon, dass ich mit ihm großes Glück hatte. Kurz darauf stellte er mich Herrn Dr. Hassan Ahmed vor, bei welchem ich von nun an jeden Morgen den Arztvisiten beiwohnte. Auch dieser, alle sprachen sich nur mit Vornamen an, war wirklich von Beginn an sehr freundlich und wir verstanden uns gleich sehr gut.

So begann also meine sehr abwechslungsreiche Zeit am Geelong Hospital.?Mein durchschnittlicher Tag sah in etwa so aus: Morgens begannen wir mit der Visite, welche meistens etwa bis gegen Mittag ging. Neben Dr. Ahmed und mir war noch die Medizinstudentin Kelly stets an unserer Seite. Im Anschluss daran besprachen wir die einzelnen Patienten, Fragen wurden geklärt und Lösungen für die Probleme gesucht. Oft prüfte Dr. Ahmed auch etwas unser Wissen, stellte uns Studenten interessante Fragen und löste sie erst am Ende des Tages auf.

Wie es im Anschluss an die Visite weiterging, war von den einzelnen Tagen abhängig. So mussten wir öfter in der Woche die verschiedenen Dialysestationen, auch im Umfeld des Geelong Hospitals, besuchen und die Patienten betreuen. Mittwochs gab es in der Regel Nierenbiopsien für Dr. Ahmed zu erledigen, bei welchen ich ihm zur Hand gehen durfte. Donnerstags gab es immer Treffen der gesamten Nephrologie Abteilung und es wurden Vorträge gehalten, Röntgenbilder oder komplexe Fälle besprochen oder man blieb einfach auf Station und hat dem Personal unter die Arme gegriffen, z.B. Medikamente verabreicht usw. Während meiner Zeit in der Nephrologie Abteilung konnte ich wirklich unglaublich viel von Dr. Ahmed und Prof. Agar lernen. Sie waren wirklich immer sehr hilfsbereit und bei jeder Frage für mich da.

Besonders eingeprägt hat sich in dieser Zeit auch das tolle Arzt-Patienten-Verhältnis bzw. Arzt-Personal-Verhältnis, welche meine Erwartungen sogar noch überstiegen haben. So wurden alle Patienten prinzipiell nur mit Vornamen angesprochen – und andererseits stellte sich auch das gesamte Personal dem Patienten nur mit Vornamen vor! Man hatte das Gefühl, als wären wirklich alle Mitarbeiter des Krankenhauses darauf bedacht, eine gute Stimmung zu verbreiten. So wurde sich sehr viel Zeit für jeden Patienten und seine Geschichte genommen, es wurde viel gelacht und alles dafür getan, dass alle sich bei der Sache wohlfühlen. Außerdem herrschte im Krankenhaus ein absolutes Verbot für weiße Kittel, um auch hier keine Distanz zum Patienten zu schaffen, etwas, was ich allerdings aus hygienischen Gründen etwas schwierig fand.

Unter solchen Voraussetzungen machte natürlich die gesamte Arbeit und Famulatur gleich sehr viel mehr Spaß. Ein anderer großer Vorteil für mich war die direkte Anbindung an die Universität. So fanden sehr oft abends Lehrveranstaltungen für Medizinstudenten statt, welche ich besuchen durfte. Außerdem gab es immer zweimal in der Woche zur Mittagszeit Vorträge, welche entweder von den Medizinstudenten selbst oder von angereisten Fachexperten aus den verschiedensten Fachbereichen für die Studenten gehalten wurde. Und als wäre dies nicht genug gewesen, wurden immer alle Studenten nach den Vorträgen zu einem sehr üppigen Mittagsbuffet eingeladen. Auf diese Weise konnte man also interessante Vorträge mitnehmen, gratis Mittagessen bekommen und man hatte die Möglichkeit, andere Studenten kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Ein weiterer guter Tipp, um einfach Leute kennenzulernen, ist, sich bei der „Deakin University Student Association Inc.“ umzusehen. Hier findet man Informationen über die vielen verschiedenen „Students‘ Clubs“, also Studentengruppen, welche oft tolle Veranstaltungen anbieten wie  z.B. Segelausflüge, Museumsbesuche oder einfach Partys, bei welchen man als Student mitmachen kann.

Informationen findet man auf der Homepage: http://dusa.org.au/

Unterkunft und Finanzielles

Das „Kitchener House“ - eine günstige Wohnmöglichkeit für Medizinstudenten
Das „Kitchener House“ – eine günstige Wohnmöglichkeit für Medizinstudenten

Die zuständige Ansprechpartnerin am Krankenhaus hatte mir in ihrer ersten Email direkt empfohlen, mich um ein Zimmer im Krankenhauswohnheim, dem „Kitchener House“, zu bewerben. Man zahlte damals 140 Australische Dollar pro Woche, was sehr preiswert für australische Verhältnisse ist.

Das Wohnheim ist direkt im Zentrum von Geelong gelegen, nur 10 Minuten zu Fuß vom Strand entfernt. Bad und Küche teilt man sich mit den anderen Wohnheimbewohnern. Entsprechende Bewerbungsunterlagen waren mir per Email zugesandt worden.

Neben den Kosten für das Wohnheimzimmer, gab es eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von 500 Australischen Dollar für die Praktikumsstelle, welche nach Zusage des Krankenhauses an dieses überwiesen werden musste. Ansonsten ist Australien leider kein besonders günstiges Land. Glücklicherweise war die Küche des Wohnheims sehr gut ausgestattet, sodass man sich leicht und preiswert etwas aus dem Supermarkt kochen konnte.

Der öffentliche Nahverkehr ist in Geelong leider wirklich sehr schlecht ausgebaut. Es fahren zwar ein paar Busse, aber für mich hatten diese sich nie gelohnt. Sehr erfreulich war, dass es eine sehr schnelle und preiswerte Anbindung vom Bahnhof Geelong nach Melbourne gibt. Die Fahrt mit einem sehr angenehmen Zug, die immerhin ca. 45 Minuten dauert, kostet gerade einmal 5 € umgerechnet und das Ticket kann am Ziel für die Straßenbahn weiterverwendet werden. Der Nahverkehr in Melbourne hingegen ist sehr gut ausgebaut. Wichtig ist hier, dass man sich in Melbourne gleich eine „Myki- Card“ holt, auf welche man Geld laden kann. Nur so kann man Bahn und Bus bezahlen. Diese Karten gibt es an jedem Kiosk und Supermarkt.

Vom Bahnhof Geelong fahren außerdem verschiedene Busse relativ preiswert verschiedene Ziele im Bundesstaat Victoria an. So reiste ich zum Beispiel in die ehemalige Goldgräberstadt „Ballarat“. Auch zum Surfer Paradies „Torquay“ kommt man sehr günstig und schnell.

Leben in Australien

Sonnenuntergang am Hafen von Geelong
Sonnenuntergang am Hafen von Geelong

Australien als Land bietet dem Besucher natürlich eine sehr große Vielfalt an Möglichkeiten, seine Freizeit spannend zu verbringen und den „Aussie Way of Life“ zu erleben, und dies zumal mir die Bewohner von Geelong wie auch an anderen Orten dieses atemberaubenden Landes mit viel Freundlichkeit und Interesse begegnet sind. Eine großartige Möglichkeit, junge Leute kennenzulernen, waren natürlich die bereits erwähnten verschiedenen „Students‘ Clubs“. Hier lernte ich ein paar wirklich sehr nette Menschen kennen, mit welchen ich mich in den Strandcafés traf oder auch mal das Nachtleben in Geelong erkundete und mit welchen ich bis heute in Kontakt stehen.
Ein anderer Vorteil von Geelong ist natürlich die sehr gute Anbindung an Melbourne. Die Metropole bietet eine unglaubliche Vielfalt an kulturellen Angeboten, seien es nun Konzerte oder interessante Museen. Außerdem würde ich jedem Besucher Australiens raten, sich wenigstens für eine kurze Dauer ein Fahrzeug zu mieten und die schier endlose Freiheit Australiens zu genießen. Besonders bietet sich hierbei die „Great Ocean Road“ an, welche von Geelong über „Torquay“ zur „Apollo Bay“ verläuft und dem Reisenden wahnsinnig tolle Naturlandschaften bietet.

Wer will kann auf der Strecke halt machen und etwas surfen, auf dem Golfplatz von „Torquay“ Kängurus beobachten und/oder Golf spielen oder die „12 Apostel“ bestaunen, eine majestätische Felsenformation im Ozean.

Mein Blick zurück

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass ich eine tolle Zeit in Geelong hatte und ich in der Tat jedem empfehlen würde, hier eine Famulatur zu absolvieren. Die Menschen dort haben es mir wirklich unglaublich leicht gemacht, dass ich mich dort schnell einleben als auch wohlfühlen konnte und ich habe wirklich das Gefühl, dass mir diese Famulatur etwas fürs Leben gebracht hat.

Ich hoffe der Bericht spiegelt meine Erlebnisse und Eindrücke dieser vergangenen Wochen in Australien wieder. Ich selbst blicke auf diese Famulatur und den ganzen Aufenthalt sehr zufrieden zurück und bin für die neu erworbenen Erfahrungen sehr dankbar.

 

Georgy Barinov

Freiburg, April 2014

 

 

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1 Kommentar

  • Hallo,
    ich studiere im 7. Semester Medizin und interessiere mich für eine Famulatur in Australien. Dein Bericht klingt sehr ansprechend. Könntest du mir die genauen Kontaktdaten, vorzugsweise Email, geben, an die ich meine Bewerbung am besten richte?

    Vielen Dank im Voraus.

    Liebe Grüße,
    Maxi.

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