Medizinstudium in Spanien – Erasmus

26. September 2012

in Chancen im Ausland, Ihre Chance im Traumberuf Arzt

Spanien, Barcelona, Universidad Autònoma de Barcelona (01.08.2010- 30.06.2011)

Über ein ERASMUS-Austauschprogramm ein, zwei Semester Medizin im Ausland studieren.
Für viele Medizinstudierende ist dies ein großes Ziel! Ich selbst bin mit großen Erwartungen nach Barcelona gezogen. 95 Prozent der Gaststudenten sind aufgrund ihres Auslandsaufenthaltes in Spanien restlos begeistert – und was kann ich nun im Nachhinein sagen: „Ich bin es auch!“

Motivation und Vorbereitung auf meine ERASMUS-Zeit in Spanien

Zunächst hatte ich früh durch einige Freunde in Spanien und zahlreiche Urlaube einen Zugang zu diesem Land und der Sprache bekommen. Da Spanisch in meiner Schule nicht angeboten wurde, nahm ich zwei Jahre an einer spanischen Arbeitsgruppe teil. Diese Vorbereitungen zu meinen Spanischkenntnissen wurden von dem ERASMUS-Austauschprogramm, das ich im Nachhinein anstrebte, auch anerkannt.

Zudem konnte ich zuvor in Spanien meine Famulatur in der Allgemeinmedizin durchführen.
Darüber hinaus hatte ich mir einen „Zeitpuffer“ verschafft, indem ich meine letzten beiden Semester zusammengelegt und zu einem früheren Zeitpunkt in einem früheren Semester belegt hatte. Auf diese Weise ging mir durch das Auslandsjahr keine Zeit verloren.

Zur eigenen Information habe ich sämtliche Erfahrungsberichte der Universidad Autònoma de Barcelona (UAB), übrigens heißt es „Universitat“ in „català“, im Internet recherchiert und gelesen, genauso, wie Du gerade meinen Erfahrungsbericht liest!

Leider war es mir nicht möglich gewesen, mich vorher mit Kommilitonen zu treffen, die selbst zuvor vor Ort waren und mir über ihren Aufenthalt hätten berichten können. Aber gerade dazu rate ich jedem, der die Möglichkeit hat. Auch ich habe im Nachhinein einige solcher Treffen gehabt und meine Kommilitonen konnten vorbereitungstechnisch davon profitieren.

Neben den universitär angebotenen Sprachkursen habe ich regelmäßig einen kostengünstigen Sprachkurs besucht: http://www.escuelamediterraneo.com/

Da ich die Menschen und ihre südländische Art schon immer mochte, konnte ich mir auch sehr gut vorstellen, in Spanien einen Teil meines Medizinstudiums zu verbringen, das spanische Gesundheitssystem kennen zu lernen und mit dem deutschen zu vergleichen. So setzte ich mir dieses Vorhaben frühzeitig in den Kopf, nicht zuletzt um die Sprache selber noch einmal richtig zu lernen und im Ausland meine Menschenkenntnis und Charakter-Reife auszubauen.

Dass die Wahl auf Barcelona („Catalunya“) fiel, ging von meiner Universität aus. Als Erasmuspartneruniversität von Barcelona (UAB) und Alicante (Hernandez Miguel) hat meine Heimatuniversität den Rahmen der finanziell unterstützten und organisatorisch handhabbaren Möglichkeiten, mein Spanisch war zu der Zeit noch mager, auf ein Minimum reduziert. So entschied ich mich für Barcelona gegenüber Alicante, da es nicht nur eine reine Touristen/Uni-Stadt, sondern vielmehr das Epizentrum „Catalunyas“ ist. Eine Stadt voller Kultur, eines der besten Verkehrs- und U-Bahnnetze Europas, für Studenten sehr wichtig, und viel internationaler. Beide Städte sollten laut Erfahrungsberichten reine Erasmus-Mekkas sein, doch zog mich Barcelona mehr an. Nicht zuletzt, da ich mir versichern ließ, dass gegenüber den Dörfern außerhalb, in Barcelona selber jeder „castellano“, also spanisch, mit mir sprechen könnte und würde. Dies hat sich, aller nervösen Vorausahnung zum Trotz, dann auch bewahrheitet.

Die Anmeldung an der Partneruniversität

Im Zuge des Erasmus-Programmes und der Partnerschaft zwischen den Universitäten Duisburg-Essen und der Universitat Autònoma de Barcelona war für mich die erste Anlaufstelle das Erasmus-Büro des Mediziner-Campus bei Frau van Linn, jetzt Fr. Liebig, ebenfalls sehr kompetent und zu empfehlen, in der Physiologie bei Prof. Metzen als Erasmuskoordinator für den Bereich Medizin.

Jede Partneruniversität der UAB hat ein gewisses Kontingent an Plätzen, die zu vergeben sind, daher ist es entscheidend, sich rechtzeitig bei Frau Liebig anzumelden. Sie erklärt dann auch, wo Informationen im Internet (www.uab.cat ) zu erlangen sind, macht mit allen Dokumenten vertraut, die von der UAB erforderlich sind und die sie noch braucht, um die gesammelte Bewerbung eines potentiellen Erasmusstudenten abschicken zu können. Alle Unterlagen gibt es im Internet unter obig angegebener Seite, aber Fr. Liebig unterstützt jeden und die gesamte Bewerbung wird auch von der Universität selber nachher abgeschickt.

Ich muss zugeben, dass ich sehr dankbar war für die Hilfe von Frau van Linn, da ich mich damals selbst auf dieser Website eher schlecht als recht zurechtfand. Mit ihr wird auch die Fächerauswahl getroffen. Dies hat sich bei der UAB bei 99 Prozent der Studenten bisher vor Ort immer noch geändert, sodass ich rate, eine gewisse Flexibilität mitzubringen und seinen Erasmusaufenthalt nicht am Ende des Medizinstudiums zu planen, da es wirklich lange dauert, bis alle Bescheinigungen/ „Transcript of records“ etc. von dem dortigen Erasmusbüro, insbesondere Frau Montserrat Garvin, bearbeitet wird. Bsp.-Zitat: „[…]Außerdem werden Incomings bei uns immer erst nach den Outgoings bearbeitet“.

Ich hatte mich mit einem zeitlichen Vorlauf von einem Jahr im Erasmusbüro informiert, sodass ich mit diesem zeitlichen Vorlauf noch die Möglichkeit hatte zu entscheiden, zu welcher Partneruniversität ich gerne gehen wollte.

Fazit: Den Erasmusaustausch sollte man nicht kurz vor das PJ legen. Das geht zeitlich schief, da ganz wahrscheinlich alle benötigten Bescheinigungen bis zur PJ-Reife bzw. zum PJ-Start des nächsten Semesters noch längst nicht da sein werden. (Erfahrungen von bisher allen UAB-Austauschstudenten der Universität Duisburg-Essen.)

Fazit Bürokratie: Es gibt viel „Papierkram“ und der hört in Barcelona und wieder Zuhause angekommen auch nicht auf. Wer einen Auslandsaufenthalt plant, sollte sich vorher darauf einstellen. Insbesondere dann, wenn Auslands-Bafög und Co noch nebenbei organisiert werden müssen.

Ich habe es gewagt, zwei Semester an der UAB zu studieren. Frau van Linn, ihre Nachfolgerin ist jetzt, wie bereits erwähnt, Frau Liebig, schlug mir damals vor, dass ich immer noch auf ein Semester verkürzen könnte, aber anders herum ginge dies nicht. Also wenn man merkt, das Studium läuft und man hat sich nur für ein Semester angemeldet, dann ist auch nach einem Semester die Austauschzeit vorbei.

Irgendwann sehr viel später, also keine Sorge, wenn man nichts von der Universität hört, bekommt man eine Willkommensemail/-Post vom dortigen Erasmus-Büro mit einigen Informationen zu Sprachkursen, Anmeldung, etc.

Zu allen meinen Fragen hatte auch im weiteren Verlauf Frau Liebig meistens aus Erfahrung eine Antwort und unterstützte mich, wo es nur ging.

Und die Einreiseformalitäten?!

Im Reiseraum der EU ist Visum nicht notwendig. Allerdings ist es für Behördengänge sehr von Vorteil, seine „N.I.E.“ (Número de Identidad de Extranjero) zu wissen. Hierzu erhält jeder Erasmusstudent der Universidad Autònoma de Barcelona bei Anmeldung im Welcome Point (International Office) einen Zettel mit jeweiliger Adresse des zuständigen Amtes bzw. der Polizeistation und einen weiteren Zettel, der einen als Student der UAB ausweist.

Dort angekommen, gibt es zwei lange Wartezeiten, die man über sich ergehen lassen muss, bis man erstens eine Bescheinigung für die nächste Bank für eine Überweisung von 10 EUR erhält (Achtung: nur bestimmte Bank) und zweitens mit dem zusätzlichen Dokument der Bank und Kopie des Personalausweises den offiziellen N.I.E.-Ausweis bekommen kann.

Sehr wichtig ist diese „N.I.E.“ zur Anmeldung für „BICING“. Unter bicing.cat erhält man für 30 EUR pro Jahr in ganz Barcelona Zugang zu allen Fahrradstationen und dies ist eben nur mit dieser „N.I.E.“ möglich. Darüber hinaus, muss ich ehrlich sagen, habe ich dieses offizielle Dokument nicht gebraucht. Auch meinem Vermieter brauchte ich dieses nicht zu zeigen. Wer gerne ein spanisches Bankkonto eröffnen möchte, sollte diese Nummer aber ebenfalls parat haben. So z.B. bei „La Caixa“ – kostet nichts und findet man an jeder Ecke.

Persönliche Empfehlungen für zukünftige ERASMUS-Studierende

Fangt frühzeitig an, Euren eventuellen Wunsch, nach Spanien zu gehen, realer werden zu lassen. Je eher Ihr gewisse Fakten über Fristen habt bzw. wisst, wann man sich noch mal melden soll, desto leichter und entspannter lässt sich mit Professoren, Sekretariaten im Dekanat und dem Akademischen Auslandsamt Eurer Universität etc. reden. Da wir Austauschstudenten, was die fakultätsinternen Kursplanungen bzw. die Semesterumstellung etc. anbelangt, „aus der Reihe tanzen“, bedeuten wir jedem Sekretariat einen Mehraufwand. Die Gunst dieser Mitarbeiter ist umso höher, je eher man mit seinem jeweiligen Anliegen an diese herantritt.

Wo findet man Informationen zu Fächern/Stundenumfang etc.?

Hospital del Mar in Barcelona

Trotz größter Mühe, auf den Internetseiten der Universidad Autònoma de Barcelona Stundenpläne und fächerspezifische Hinweise zu finden, ist dies mir nicht gelungen. Die entsprechenden Unterlagen bekam ich nach Einschreibung im Medizinischen Dekanat bzw. in dem krankenhauseigenen UAB-Sekretariat an die Hand. Dieses Krankenhaus, das Hospital del Mar, hat also noch einmal eine eigene Art Campus mit Sekretariat und Bibliothek.

Ich entschied mich, in Barcelona Mikrobiologie, Chirurgie und Augenheilkunde zu belegen und musste vor Ort feststellen, dass dies trotz Zusage im Vorhinein nicht möglich war und musste kurzfristig umdisponieren. So bekam ich, auch in Anbetracht dieser Umstände, die Erlaubnis, parallele gewisse Prüfungen im Heimatland abzulegen, sodass mir dieser Umstand keinen Verzug bzgl. meiner Studienplanung einbrachte.

Auch musste ich feststellen, dass im Gegensatz zu den drei Tagen unserer Universität, das Augenheilkundepraktikum 15 Tage betrug – Vollzeit. Dies habe ich als Chance gesehen, doch etwas tiefer in dieses Fach einzutauchen.

In den ersten Tagen des Semesters gibt es auch ein Treffen für alle Erasmus-Studenten des Hospital del Mar, bei dem sich das entsprechende Sekretariat, Austauschschüler und Koordinatoren des Krankenhauses zusammenfinden und alle Fragen zu den Fächern noch einmal gestellt werden können.

Noch einige Infos zu den Blockpraktika. Diese gibt es in bekannter Form, wie bei uns häufig in einem klinischen Semester, für die Medizinstudenten der UAB nicht und diesbezüglich natürlich auch keine Informationen. Über die Bewerbungsunterlagen haben wir die Blockpraktika als „práctica“ mit Stundenumfang deklariert und vor Ort habe ich über Frau Sra. Montserrat Garvin von Herrn Sr. Gutierrez (Pneumologie/Geriatrie) als ärztlichem Erasmus-Ansprechpartner im Hospital del Mar erfahren. Dieser Mann ist sehr umgänglich und war ein Segen für die Zeit in Spanien. Er hat mit einer Email ganz einfach bestimmt, wo, wie lange und wann ich die einzelnen Blockpraktika machen könne – und zwar so, wie ich ihm angegeben hatte, wie es an meiner Universität wäre und hat somit seine Kollegen dies betreffend informiert. Mit einer Kopie dieser Email habe ich mich dann einfach jeweils vorher bei jedem Professor im Laufe des ersten Praktikums vorgestellt.

Meine Kurse, Praktika und Vorlesungen

In meinem ersten Semester in Barcelona (Wintersemester) konnte ich leider nicht mehr als ein Fach, nämlich Augenheilkunde, aufgrund der vorangegangen Umstände belegen. Da im Gegensatz zu meinen vorherigen Informationen, meine anderen angemeldeten Fächerwünsche nicht in diesem Semester stattfanden oder für ein Jahr lang erst im Sommersemester anfingen, musste ich umdisponieren. Soviel zum Thema Flexibilität. So gab es neben freiwilligen Vorlesungen aus allen Fachbereichen die regelmäßigen Augenheilkunde-Vorlesungen und das zweiwöchige Praktikum. Ich konnte dieses Semester also überall mal reinschauen und die restliche Zeit fleißig an Spanischkursen teilnehmen und nebenbei auch für mein deutsches Programm lernen.

Da ich für mein zweites Semester in Spanien (Sommersemester) mein gesamtes Blockpraktikum-Semester (Vollzeit) angesetzt hatte, hätte ich in dieser „2. Hälfte“ meines Auslandsaufenthaltes auch nicht zusätzlich Vorlesungen besuchen können, da die Praktika bekanntlich acht Stunden pro Tag bedeuten.

Ich hatte mich entschieden, mein Blockpraktikum-Semester in Spanien zu realisieren, da ich mir gerade durch das tägliche Miteinander mit spanischen Medizinstudenten, Ärzten und Krankenpflegepersonal auf Station eine viel größere Einsicht in die spanische Arbeitsweise, die Umgangssprache, das Miteinander und das medizinische System erlauben konnte. Einladungen, an anderen Vorlesungen teilzunehmen, einfach so zum Lernen bzw. um mal reinzuschauen, wurden gerne angeboten.

Mein Blockpraktikum Pädiatrie am Hospital del Mar

Auf der Pädiatrischen Station
Auf der Pädiatrischen Station

Als ich am ersten Morgen meines Kinderheilkundepraktikums im Hospital del Mar die Station („Planta“) erreichte, fiel mir gleich ein sehr netter Umgang miteinander auf. Sowohl das Pflegepersonal als auch die Ärzteschaft haben mich freundlich empfangen und auch untereinander, so schien es mir in meinen zwei Wochen dort, herrschte ein angenehmer Umgang.

Von den Schwestern liebevoll empfangen und zum Sekretariat begleitet, war meine nächste Anlaufstelle direkt Prof. Mur, Chefarzt der Pädiatrie. Er wies mich freundlicherweise direkt Dr. Martinez zu. Ihn kann nichts aus der Ruhe bringen, er ist sehr empfehlenswert und auch die „Residentes“ (Assistenzärzte) mögen ihn. Zunächst hörten wir, wie jeden Morgen, bei den „Secciones“, den morgendlichen Vorlesungen zur Weiterbildung, z.B. über „die Rolle gewisser Membranproteine bei Asthma“, gespannt zu. Dr. Martinez stellte mich danach sofort den „Residentes“, u.a. Marta, vor.

Marta war fortan meine persönliche Supervisorin im Bereich Neonatologie. Sie spricht perfekt espanol/castellano, catalá, deutsch und italienisch. Dies hatte den Vorteil, dass einzelne, nicht verstandene Hintergründe bzw. Untersuchungsabläufe noch einmal kurz auf Deutsch wiederholt werden konnten.

Auf der Frühgeborenen-Station wies sie mich in alle Untersuchungstechniken ein und wir sollten täglich sämtliche Frühchen selbst untersuchen und die Untersuchungsbögen ausfüllen. Danach schauten sich die „Residentes“ alle Frühchen noch einmal an und besprachen ihre Krankheitsbilder mit uns. Zur anschließenden Visite kam der Chefarzt herein, um sich wiederum alle „Risikopatienten“ erläutern zu lassen. Dies sah so aus, dass wir umgeben von Inkubatoren und Untersuchungsbettchen alle an einem Tisch saßen und die entsprechenden Fälle vorgetragen wurden. Marta und die anderen Ärzte sorgten also entscheidend dafür, dass ich täglich bis ca. 12:30 Uhr praktisch wirklich viel lernte. Diesen eins zu eins Unterricht habe ich sehr genossen.

Da sich mir in der Neonatologie nachmittags keine aktiven Lernmöglichkeiten boten, besprach ich mit Marion mein weiteres Einsatzgebiet: „Urgencias“ (Pädiatrische Notfallambulanz). Dort verbrachte ich also in den nächsten Tagen am frühen Nachmittag meine Zeit. Leider schaute ich dort meist zusammen mit vier anderen fragenden, heimischen Medizinstudenten über die Schulter und meist war nicht mehr als ein Patient jeweils anwesend. Die pädiatrische Ambulanz am Hospital del Mar besteht aus vier Betten.

Im weiteren Verlauf verabschiedeten sich die anderen Medizinstudenten zu den Nachmittagsvorlesungen und die Ärzte nahmen mich mit zum Mittagessen. Dort aßen alle Ärzte des Fachbereichs immer gemeinsam. Marion, die Oberärztin und gleichzeitig meine Lieblingsärztin, sorgte sich rührend um mich. Sie versorgte mich mit sämtlichen Aufgaben, wann immer ich einmal nichts zu tun hatte und erkundigte sich nach mir. Sie gab mir Hausaufgaben auf und hatte indirekt immer ein umsorgtes Auge auf mich. So nahm sie mich auch zu den regelmäßigen „Consultas externas“ (Pädiatrische Sprechstunde) mit, die nachmittags stattfanden. Neben dem Untersuchen der Frühchen war diese Zeit für mich persönlich das Highlight des Tages, da außer mir keine anderen Medizinstudenten mehr anwesend waren.

Kurse in Spanien, Kurse in Deutschland – ein Vergleich

Einer der Unterrichtsräume auf dem Campus des Hospital del Mar
Einer der Unterrichtsräume auf dem Campus des Hospital del Mar

Die Arbeitsweise der spanischen Medizinstudenten unterscheidet sich erheblich von dem der deutschen Kollegen – und bezüglich des Arbeitsaufwandes ist dies für mich entscheidend. Dazu im Verlauf mehr.

Das Niveau kann ich aufgrund meiner zahlreichen praktischen Erfahrungen („práctica“), in denen ich oft auch Seminare mit Studentengruppen besuchte, die auf meiner Station waren und morgens geprüft wurden sowie natürlich aus der Augenheilkunde-Vorlesung bescheinigen bzw. beurteilen. Es variiert von Fach zu Fach. Genau wie in Deutschland wird einem nichts geschenkt. Barcelona ist das Zentrum von Katalonien und möchte seinen Studierenden eine möglichst gute Ausbildung mit auf den Weg geben. So ist die UAB nach der Universitat de Barcelona (UB) regelmäßig in Rankings auf Platz 2 ganz Spaniens. Ja, das Niveau ist dem deutschen entsprechend, wie ich erfahren konnte. Aber die vorher erwähnte Arbeitsweise ist kolossal anders – und zwar…

Da ich die gleichen Medizinstudenten auf Station und in der Vorlesung beobachten konnte, sah ich, wie sie miteinander umgingen. Gemeinschaftliches Arbeiten steht an erster Stelle – auf Station, in den Vorlesungen, in der Vorbereitung der Prüfung. Gemeinschaftlich bedeutet im gesamten Semester! Es sind allerdings kleine Semester sind.

Ein Beispiel: Ausführliche Vorlesungs-Mitschriften. Da die Dozenten ihre Folien auf einem PC, der jedem Vorlesungssaal zugeordnet ist, immer extra hinterließen und immer ein Student mit Diktiergerät und Mitschrift jede Vorlesung für alle anderen Medizinstudenten ausführlich ausarbeitet, das Ganze ist in großen Listen für jedes Fach geregelt, werden für kleine Fächer wie z.B. Augenheilkunde keine Bücher zum Lernen verwendet. Dementsprechend umfangreicher gestalten die Dozenten ihre Folien. Diese Ausarbeitungen werden für alle kopiert, wobei jeder Kurs Studenten, die dies übernehmen. Diese Unterlagen werden regelmäßig pro Woche in die Kursmappen, die an einer Sammelstelle liegen, für jeden Studenten einsortiert. Dies stellt die Grundlage des Lernstoffes dar.

Im Internet gibt es, wie in Deutschland auch, Semesterportale, damit sich ganze Semester über StudiVZ oder private Foren austauschen, dort Passwörter für Zugänge hinterlegen und des Weiteren mehr.

Auf Station gehen grundsätzlich nicht weniger als fünf Personen umher. Meistens ein oder zwei Assistenzärzte mit ca. drei Studenten, die alle Fragen beantworten und sich meist noch aus der Universität kennen. Sie gehen zusammen Labore als auch Krankenakten durch und erklären gerne. Je besser das Spanisch Know-how, desto effektiver für jeden Erasmus-Studenten. Die Medizinstudenten haben jeden Tag morgens und nachmittags Vorlesungen. Dazwischen rotieren sie generell über die Stationen. Am frühen Nachmittag müssen sie dagegen jeden Tag über die Stationen rotieren.

In der Augenheilkunde gibt es allerdings anstatt des Rotierens ein gebündeltes Praktikum von 15 Tagen. So kommt es, dass die Studenten in sehr großen Gruppen noch viel regelmäßiger als in Deutschland wirklich den ganzen Tag zusammen lernen, essen und erst wieder abends in die Dörfer bzw. die Vororte Barcelonas zurückfahren. Die meisten Medizinstudenten wohnen nämlich zu Hause, da sie sich die teuren WG-Zimmer nicht leisten wollen.

Unterrichtssprache in den Kursen

Kurz und knapp geschätzt, würde ich bzgl. Augenheilkunde sagen: 65 Prozent „Castellano“/Spanisch und 35 Prozent „Catalan“. Nur einen Professor habe ich erlebt, der sich geweigert hatte, auf Spanisch zu lehren, da er meinte, dass wir uns ausdrücklich für einen Erasmusaufenthalt in Katalonien entschieden hätten. Alle anderen Dozenten waren sehr bereitwillig, umzuschalten, hatten aber teilweise trotzdem ihre Powerpoints auf „català“. Häufig haben sie aus Gewohnheit wieder auf „català“ umgeschaltet. Meine spanischen Kommilitonen haben oft auch darauf hingewiesen, dass „doch ein deutscher Austauschstudent anwesend sei“. So wurde ich dann kurz „getestet“, konnte regelmäßig mit den Dozenten spanisch sprechen und danach lief der Unterricht auf spanisch weiter.

Welches Sprachniveau war notwendig?

Um es mit dem internationalen Sprachlevel zu vergleichen, denke ich, dass „B2“ schon günstig wäre. Ich war nach meinem Sprachkurs zu Anfang auf „A2“-Level und dies war schon sehr herausfordernd. Trotzdem würde ich jedem empfehlen, auch mit niedrigem Sprachniveau Auslandserfahrung zu sammeln. Da die klausurrelevanten Themen alle auf Handouts von den Studenten zusammengefasst werden, kann man den Stoff ja in Ruhe nacharbeiten. CAVE: Handouts auf „català“ sind nicht rosig, da man ja in erster Linie wegen dem Spanischen kommt. Aus diesem Grund sollte man besser vorher mit den Kommilitonen reden, und sie versuchen zu überzeugen, diese auf Spanisch zu schreiben, was sie jedoch nicht gerne machen, wenn die Vorlesungsinhalte auf „català“ sind.

Wesentliche Unterschiede zu Deutschland

Die Größe der Vorlesungssäle ist viel kleiner, aber ansonsten läuft es dem deutschen entsprechend mit Powerpoint und Co. Die Medizinstudenten sind noch regelmäßiger als bei uns von morgens bis abends in der Universität. Auch, was das PJ betrifft, gibt es ein entsprechendes Pendant. Anstatt der Blockpraktika, sind die Studenten jeden Tag auf Station. „Blockpraktika“ kannte dort kein Professor und so mussten wir uns von jedem Professor Stundenanzahl, Benotung der praktischen Prüfung (Patientenvorstellung etc.) und Daten wie von wann bis wann in offizieller Form auf Englisch und Spanisch bestätigen lassen.

Diese formelle Form wurde vom heimatlichen Erasmusbüro mitgegeben. Ein großes „Aha!?“ kam über mich, als ich die rückwirkende Anerkennung des Landesprüfungsamtes in den Händen hielt und mir schriftlich als auch mündlich mitgeteilt wurde, dass die Anerkennung von Auslandsleistungen grundsätzlich ohne Benotung stattfände und auch so ohne Benotung in die PJ-Reife-Bescheinigung eingehe. Hätte ich dies vorher gewusst…

Welche Kurse würde ich zukünftigen ERASMUS-Studierenden empfehlen?

Empfehlen kann ich die Kurse, die ich selber besucht habe: Augenheilkunde und die Blockpraktika, außer das Wahlfach. Dies hatte ich bereits vorher an meiner Heimatuniversität absolviert. Beides kann ich empfehlen – mit kleiner Einschränkung unter B1-Level auch…

Blockpraktika verlangen sehr viel Eigeninitiative in der Organisation und vor allem in der rückwirkenden Bescheinigung – dies ist nur ein kleiner Abstrich. Ansonsten ohne Einschränkung zu empfehlen.

Die Serviceeinrichtungen vor Ort

Bibliothek auf dem Campus des Hospital del Mar

Viele klinische Kurse/Vorlesungen fanden zum Glück im Hospital del Mar statt. Dies bedeutete also direkt in Barcelona City und damit mit guter öffentlicher Verkehrsanbindung. Das Hospital del Mar besitzt auf der Rückseite einen großen eigenen Campus mit Bibliothek und Vorlesungssälen, sodass ich wirklich nur zu bürokratischen Zwecken nach „Bellaterra“, dem Hauptcampus der UAB, gefahren bin. Die Fahrtzeit mit den „Öffentlichen“ Richtung Norden ins „Landesinnere“ betrug dann anderthalb Stunden.

Sowohl in der Bibliothek des Hospitals del Mar als auch in der großen traditionellen Universitätsbibliothek der UB (Universidad de Barcelona) konnte man gut lernen. Es gab Kopierer sowie Wireless Lan und genügend PCs mit Internetanschluss. Nach Passwortanfragen haben mich Mitarbeiter immer an Informationszentren und ähnliches weitergeleitet, die mir mangels fehlender Einschreibung bei der UB oder anderer fehlender Dokumente der UAB in der Bibliothek des Hospital del Mar aber kein Passwort etc. ausstellen wollten. Daher habe ich gute Erfahrungen am Anfang des Semesters damit gemacht, in Bibliotheken so lange Kommilitonen zu fragen, bis einer netterweise seine Passwörter mir zur Verfügung stellte.

Auf diese Weise habe ich meistens in der UB-Bibliothek gelernt. Es ist eine sehr schöne traditionelle Bibliothek mit nostalgischen Regalen an den Seiten usw., die für die entsprechende Atmosphäre sorgen. Die Möglichkeit in „Bellaterra“ zu lernen, dort sind auch viele Bibliotheken, gibt es ebenfalls. Im Welcome-Point konnten sie mir damals mit Passwörtern nicht weiterhelfen.

Betreuung an der Gasthochschule

Die Universidad Autònoma de Barcelona ist eine der Mekkas für internationale Austauschstudenten. Dementsprechend gibt es zahlreiche Unternehmungen, die zum Kennenlernen Kataloniens organisiert werden. Und das Party-Leben kommt in Barcelona auch nicht zu kurz. Wer sich dafür interessiert, findet in den meisten anderen Erfahrungsberichten reihenweise Hinweise dazu.

Auf dem Hauptcampus in „Bellaterra“ befindet sich der internationale Welcome-Point, die erste Anlaufstelle der Universität, sobald man in Barcelona angekommen ist. Ein Büro mit mindestens drei Mitarbeitern, die alle Eure Fragen, Formalitäten, Anmeldungen etc. bearbeiten.

Sprachkurse in „Catalan“ und Spanisch werden sowohl parallel zum Semester als auch vor dem Semester als ganztägiger Crashkurs angeboten. Dazu gibt es Anmeldungen und Informationen in der Annahmebestätigung, die Euch die UAB per Post/Email zukommen lassen wird. Diese Kurse sind sehr effektiv und kostengünstig bzw. „catalan“ ist gratis.

Wohnen und leben in Barcelona

Davon, eine Wohnung bereits in Deutschland zu organisieren, würde ich dringend abraten! In meinem Sprachkurs hatte ich jemanden kennengelernt, der folgendes erlebt hatte: Wohnung per Telefon/Internet in Deutschland organisiert, Vertrag unterschrieben. Folge: Musste kompliziert den Rechtsanwalt einschalten, als die Wohnung doch eine ganz andere sein sollte, als die im Internet beschriebene.

Nehmt Euch am besten ein Hostel oder ähnliches, schaut Euch die Inserate in Ruhe an und besichtigt so lange Wohnungen, bis Preis, WG-Partner und Wohnung zutreffen. Beispiel: http://www.loquo.com/es_es Näheres dazu in fast jedem anderen Erfahrungsbericht zu Barcelona. Dies ist in spätestens ein bis zwei Wochen allen anderen Austauschstudenten auch gelungen.

Ich persönlich bin in Barcelona häufig in die International Church of Barcelona (www.icbspain.org ) oder eine kleine andere spanische Kirche gegangen. Dort habe ich spanische Christen in meinem Alter kennengelernt, mit denen ich auch viele Aktivitäten unternommen und darüber hinaus eine wunderbare WG mit zwei Chilenen gefunden habe. An das „Stakkato-Chilenisch“ musste ich mich am Anfang ein wenig gewöhnen, aber der Traum einer echten spanisch sprechenden WG („Piso compartido“) ist mir gelungen. Dies war im Austausch mit anderen Gaststudenten eines der schwereren Ziele, die es zu erreichen gilt, um den Alltag effektiv auf Spanischlernen zu trimmen, was leider vielen nicht gelang, sodass sie sich mit anderen Gaststudenten zusammentun mussten.

Barcelona kann aufgrund der natürlichen Grenzen, den Hausbergen im Hintergrund und dem Meer an der Front, nicht sehr stark expandieren. Folglich wächst alles in die Höhe. Einfamilienhäuser sucht man in Barcelona vergebens. Wie in Paris geht alles erst ab sechs Stockwerken los. Folglich ist der Mietpreis teuer. Wer für 300 EUR ein vernünftiges WG-Zimmer bekommt, das mehr als 7m² hat, der ist schon gut bedient. Dies ist leider wahr. Viele Zimmer werden für durchschnittlich 400 EUR angeboten. Es geht aber auch manchmal günstiger je nach Qualität.

Lidl-Geschäfte oder ersatzweise die günstigen „Día“-Geschäfte Barcelonas sind gering teurer als heimische Supermärkte. Öffentlicher Nahverkehr ist ein großes Thema in Barcelona als auch in ganz Spanien und sehr gut bezahlbar. Handykosten: „Yoigo-prepaid“ haben meine Chilenischen WG-Genossen genutzt. „Carrefour“, ähnlich wie „real“-Geschäfte, hat noch eine günstigere Prepaidkarte, die aber, wie ich finde, nicht so einen guten Empfang hat. Vodafone und „Orange“ sind viel teurer.

Soziales Umfeld und Freizeit

Während der Blockpraktika auf Station kam es immer wieder mal vor, dass man sich mit anderen Gaststudenten austauschen und wertvolle Hinweise sammeln konnte. Selbst während des Unterrichts in den Klassenräumen ist man meist nicht der einzige Gaststudent, aber die Zahl solcher, hält sich in Grenzen, da die Klassengröße klein ist.

Vor allem aber der Kontakt zu den einheimischen Studierenden ist essentiell. So konnte ich schon in Deutschland einen UAB-Studenten kennenlernen, der gerade sein Auslandssemester bei uns absolvierte, den Kontakt halten und vor Ort in Spanien direkt ein Tandem-Sprachlern-Verfahren mit ihm anfangen, wobei er ebenfalls froh war, sein gerade frisch gelerntes Deutsch nicht zu verlernen.

Was die Organisation des Studiums betraf, waren die anderen Studenten mir gegenüber sehr hilfreich, haben bereitwillig per Email viele Fragen beantwortet oder wenn sie selbst nicht weiter wussten, einfach mal bei ihren Kommilitonen für mich rumgefragt. So sind die Spanier auch im Allgemeinen, da muss man sich also keine Sorgen machen.

Einmal in der Woche gibt es einen „inoffiziellen“ Tag, am Wochenende mitunter natürlich auch, an dem sich alle Studenten abends in Barcelona treffen und die Gemeinschaft pflegen. Ansonsten war es generell etwas schwieriger, außerhalb von Campus, Stationstag oder Pausenzeit intensivere Zeiten mit den einheimischen Kommilitonen zu pflegen, da sie abends meistens zurück in ihre Dörfer fuhren.

Über regelmäßig stattfindende Sportveranstaltungen sowie Vereine, kostenlos bis kostengünstig, wird ausführlich im Welcome-Point informiert. Zudem liegen Handouts aus. Dies ist gleichfalls ein idealer Anlaufpunkt, um noch mehr einheimische Kontakte zu knüpfen.
Daneben wurden über facebook („Erasmus UAB“) oder auch offiziell über den Welcome -Point viele kulturelle Aktionen organisiert – leider mit einem sehr geringen Anteil einheimischer Studenten, dafür aber großem Spaßfaktor.

Probleme eines solchen Auslandsaufenthaltes

Finanziell sollte man solch einen Aufenthalt natürlich gut durchdenken. Ich selber habe Auslands-Bafög bezogen und bei einer gewissen Anzahl Geschwister auch einen entsprechenden Betrag monatlich erhalten, sodass ich mich nicht beklagen konnte Dies ist ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand, der nicht zu unterschätzen ist und im Ausland kontinuierlich weitergeht.

Das Schöne bzgl. Bafög ist, dass der Erasmus-Zuschuss nicht angerechnet und davon abgezogen wird. Studenten, die im Heimatland kein Bafög erhalten, haben im Gegensatz dazu allerdings sehr oft die Möglichkeit, Auslands-Bafög zu beziehen.

Am Studienort selber konnte ich nicht die Fächer belegen, die ich eigentlich vorhatte zu belegen und auch nicht andere dafür einsetzen, da mein Medizinstudium schon recht fortgeschritten war und ich alle anderen Scheine schon hatte. Dies war ein wenig frustrierend. Bezüglich der Erasmus-Punkte („Creditpoints“), die ich brauchte, hatte unser heimatsuniversitärer Erasmuskoordinator vorgeschlagen, die Gesamtpunkte über beide Semester durch zwei zu teilen und auf diese Art zu werten, sodass mir aufgrund des Vollzeit Blockpraktikums im 2. Semester in Barcelona mehr als genug „Creditpoints“ somit für beide Auslandssemester zur Verfügung standen.

Im Endeffekt gingen mir keine Semester verloren, da ich in dieser Sache durch das Zusammenlegen zweier Semester ja im Vorfeld schon Zeit einsparen und dies nun so puffern konnte. Ich investierte die Zeit also in umfangreiche Sprachkurse und konnte ferner intensiv Freundschaften aufbauen, die mir bis heute erhalten sind. Spanische Freunde sind bereits in Deutschland bei mir zu Besuch gewesen, sodass sich der zunächst geglaubte Nachteil im Endeffekt zu einem Vorteil wandelte, der bis heute anhält.

Persönliche Erfahrung und Bewertung

Aussicht aus der Abteilung Innere Medizin am Hospital del Mar

„Wer mit großen Erwartungen in eine neue „Sache“ hineingeht, kann auch leichter enttäuscht werden, da sich die Erwartungen nicht erfüllen“. Diese Sichtweise habe ich völlig in den Wind geschlagen und bin mit großen Erwartungen nach Spanien gezogen.
95 Prozent der Gaststudenten sind aufgrund ihres Auslandsaufenthaltes in Spanien restlos begeistert – so auch ich!

Gerade weil die Arbeitsweise der Spanier so anders und die Lebensweise der Spanier vielmehr auf das menschliche Miteinander ausgerichtet ist, war dieses Jahr im Ausland für mich total begeisternd. Ich stecke bereits in den Vorbereitungen für einen nächsten Auslandsaufenthalt während meines Praktischen Jahres.

Hatten sich zu Beginn doch einige ungehoffte Umstände ergeben und musste ich auch mein finanzielles Lebensniveau etwas einschränken, so habe ich doch im Endeffekt Freunde gewonnen, mich in das Land verliebt und v.a. die Menschen fernab von Tourismus in einer Intensität kennengelernt, die mir sonst nicht ermöglicht worden wäre.

Einen Auslandsaufenthalt, nicht zuletzt zur persönlichen Entwicklung und Menschenkenntnis, empfehle ich jedem!

A., J.
Essen, Juli 2012

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