PJ in Südafrika – Chirurgie

11. November 2011

in Chancen im Ausland, Chirurgie, Praktisches Jahr im Ausland, Südafrika

Südafrika, Durban, King Edward VIII Hospital (21.02-12.06.2011)

Zur Chirurgie während des Praktischen Jahres ins Ausland. Aber wohin? Zum Beispiel zu einem PJ-Tertial an das King Edward VIII Hospital in Durban in Südafrika. Alle waren wahnsinnig daran interessiert, uns viel beizubringen. Und wenn man dann noch einen „Consultant“ hat, der laut Krankenhauspersonal einer der besten Chirurgen der Umgebung ist und, wie wir fanden, dazu noch einer der nettesten, dann war wirklich alles sehr lehrreich, eine tolle Erfahrung und wir alle begeistert vom Fach Chirurgie.

Meine Motivation

Blick auf die Beachfront von Durban
Blick auf die Beachfront von Durban

Da ich ein sehr reisefreudiger Mensch bin und schon einige positive Erfahrungen durch Famulaturen im Ausland gesammelt hatte, stand für mich fest, auch den Großteil meines Praktischen Jahres im Ausland zu verbringen. Für mein erstes Tertial stand Chirurgie auf dem Plan. Die wichtigsten Ziele für dieses Tertial waren für mich, nicht nur der passive Hakenhalter vom Dienst zu sein, sondern selber aktiv praktische Fähigkeiten im OP, auf Station und in der Notaufnahme üben zu können, fern der oft stark ausgeprägten Hierarchien auf der Chirurgie in Deutschland.

Um auch mein medizinisches Englisch aufzubessern, entschied ich mich letztendlich für ein englischsprachiges Land, was laut Erfahrungen ehemaliger PJler auch meinen Arbeitsvorstellungen entsprechen sollte: Südafrika. Durch Freunde, die auch schon einen PJ-Platz für denselben Zeitraum in Durban hatten, fiel mir die Städtewahl leicht und ich schloss mich ihnen an.

Bewerbung

Durch meine Kommilitonen, die sich schon ein Jahr früher beworben hatten, kannte ich das Bewerbungsprozedere, was sich als sehr aufwendig und zeitraubend herausstellte. Ein paar Infos für „Elective Students“ findet man auf der Homepage der Medical School.

Zunächst schrieb ich im August 2010 eine formlose Bewerbung. Zwei Wochen später bekam ich eine freundliche Antwort von einer der zuständigen Damen der Undergraduate Student Administration der Nelson R Mandela School of Medicine (University of KwaZulu-Natal). Ich musste ihr ein Bewerbungsformular ausgefüllt zurückschicken und sie versprach im Chirurgie Department nach freien PJ-Plätzen zu fragen. Eine endgültige Antwort ließ zwar lange auf sich warten, aber schließlich bekam ich eine vorläufige Zusage per Email Ende Oktober, mit der Bitte folgende Unterlagen vorzulegen, bevor mir eine schriftliche Zusage geschickt werden konnte, die ich für meine Universität und die Bewerbung für ein Visum benötigte:

  • Letter of recommendation
  • Offizielle Übersicht der erworbenen Scheine mit Noten. Beides erhält man auf Anfrage vom Studiendekanat problemlos ausgestellt.
  • Englischer Lebenslauf
  • Überweisungsbeleg über die Studiengebühren von 4.500 Rand (= ca. 450 EUR)
  • HPSCA-Form (Health Professions Council of South Africa). Bekommt man von der Undergraduate Student Administration gemailt, muss ausgefüllt mit Stempel vom Studiendekanat zurückgeschickt werden.
  • Englisches Impfzertifikat, wobei auch eine Kopie des internationalen Impfausweises ausreicht (Hepatitis A+B erforderlich, Typhus empfehlenswert, kein Gelbfieber, Standardimpfungen wie Tetanus, Diphterie, Pertussis, Mumps, Masern, Röteln)

Schließlich lag Anfang Dezember endlich die schriftliche Zusage für Südafrika in meinem Briefkasten und ich konnte die Unterlagen für mein Visum einreichen. Die genauen Bewerbungsmodalitäten und Kontaktadressen findet man auf der Homepage der Südafrikanischen Botschaft in Berlin: www.suedafrika.org . Der Anforderungsumfang und auch die Summe an Geld, die man hinterlegen muss bis zur Rückreise, ist, milde gesagt, eine Frechheit, also auch hier muss man Zeit und Geduld mitbringen. Im Januar erhielt ich endlich meinen Reisepass mit dem langersehnten Visa zugeschickt. Die Leute von der Botschaft sind sehr genau, also sollte man darauf achten, dass z.B. auf dem Versicherungsnachweis für eine bestehende Auslandsreisekrankenversicherung der genaue Versicherungszeitraum und der Versicherte draufstehen, wie auch auf dem Finanzierungsnachweis der Kontoinhaber etc.

Vorbereitung und Wohnungssuche

Blick auf die Beachfront von Durban
Blick auf die Beachfront von Durban

Die Suche nach einer Wohnung kann man schon von Deutschland aus beginnen, Adressen bekommt man auch wieder von der Undergraduate Student Administration zugeschickt. Dort muss man sich aber früh melden, denn wir haben darüber keine Bleibe gefunden. Eine gute Adresse ist zum Beispiel der Stadtteil „Bluff“: sicher, direkte Strandnähe, 15 min im morgendlichen Verkehr zum Krankenhaus mit dem Auto. Ich wohnte mit meinen drei Kommilitonen in einem kleinen Haus direkt am Strand mit traumhaftem Blick über den indischen Ozean und das zu einem Spottpreis. Wir sind über die Homepage www.gumtree.co.za rangekommen. Praktischer Weise waren zwei von uns schon etwas früher da und konnten vor Ort Wohnungen besichtigen.

Was man ebenfalls schon frühzeitig von Deutschland aus organisieren kann, ist das Auto. Dies braucht man auf jeden Fall, obwohl es, wenn man alleine da ist, eine relativ kostspielige Angelegenheit wird. Aber auf Dauer sollte man die öffentlichen Verkehrsmittel aus Sicherheitsgründen besser nicht benutzen. Zum Beispiel kann man über www.emietwagen.de günstig buchen. Vor Ort habe ich mit „FirstCar Rental“ gute Erfahrungen gemacht – gutes Preis-Leistungsverhältnis. Leider kann man bei allen Agenturen maximal für einen Monat mieten und so mussten wir jeden Monat einen neuen Vertrag abschließen.

Als Literatur kann ich den guten alten „Lonely Planet“ empfehlen. Die Tipps dort drin haben meiner Meinung nach echt Hand und Fuß und es gibt gute Tipps für Hostels. Wenn man dann vor Ort ist und sich etwas eingelebt hat, ist der „The racist’s guide to the people of South Africa“ eine lustige Lektüre. Er beschreibt herrlich ironisch das Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen: Schwarze, Farbige, Weiße, Inder etc. Interessant, aber teilweise etwas langatmig, ist Nelson Mandelas Buch „Long walk to freedom“.

Meinen Flug hatte ich über STA-Travel online gebucht. Er kostete ca. 700 EUR mit „Emirates“ und hatte den Vorteil, dass Umbuchungen, z.B. für den Rückflug, nur 50 EUR kosteten. Wenn man bei „Emirates“ direkt bucht, kostet es das Doppelte.

Das King Edward VIII Hospital

Das King Edward VIII Hospital in Durban
Das King Edward VIII Hospital in Durban

Während der ersten zwei Wochen im Krankenhaus kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Das King Edward VIII Hospital, ein Universitätskrankenhaus der Nelson R Mandela
School of Medicine der University of KwaZulu-Natal, ist ein relativ heruntergekommenes Krankenhaus direkt auf dem Universitätsgelände der gut erhaltenen Medical School, wo man übrigens den Internetraum benutzen kann mit dem wahrscheinlich schnellsten Internet Südafrikas! Da die Umgebung des Krankenhauses nicht sonderlich sicher ist, durften wir, wie alle Mitarbeiter, direkt auf dem Gelände parken, was Medizinstudenten eigentlich untersagt ist. Dafür benötigten wir eine spezielle Parkscheibe, deren Beschaffung mal wieder abenteuerlich umständlich war, wie so einiges in Südafrika.

Das staatliche Krankenhaus bot, so glaube ich, alle Fachrichtungen außer Kinderherzchirurgie und Neurochirurgie. Die Allgemeinchirurgie, auf der wir arbeiteten, bestand aus drei Stationen plus Intensivstation und High Care Unit. Eine Station war in zwei große Räume geteilt – einen für Männer und einen für Frauen. Die Betten standen dicht an dicht, dazwischen gab es Vorhänge, fröhliche Schwestern schlurften gemächlich ihrer Arbeit nach und ein unverwechselbarer Geruch nach diabetischen Füssen lag in der Luft. Im Treppenhaus traf man nicht selten auf Ratten und in der Notaufnahme gaben sich Patienten mit Stich- und Schussverletzungen die Hand. Eine sehr andere Welt.

Meine Arbeit am Hospital

Der Tag am King Edward VIII Hospital in Durban begann morgens um 8:00 Uhr mit der Visite, welche, abhängig vom Arzt, meist sehr lehrreich war. Man konnte alles fragen, so dumm es einem auch schien und auf alles gab es hilfreiche und geduldige Antworten. Mit Eile ist hier niemand bei der Arbeit, so dass für Erklärungen immer genug Zeit blieb. Dann halfen wir Medizinstudenten den „Interns“ bei der Stationsarbeit: Blutabnahmen, oft auch arteriell, i.v.-Zugänge, Magensonden, Urinkatheter legen, nach Labor werten fahnden etc. Verpflichtet war man zu dieser Arbeit aber nicht. Wenn es irgendwo spannender war, z.B. im OP, konnten wir jederzeit auch dorthin gehen. Alle waren wahnsinnig daran interessiert, uns viel beizubringen.

Montags und donnerstags war OP-Tag. Man durfte oft assistieren, musste aber auch nicht. Bei spannenden OPs standen immer so viele Leute wie möglich am Tisch und der Rest vom Stationsteam balancierte dahinter auf Treppchen, um möglichst viel zu sehen. Das Thema Sterilität wurde nicht so genau genommen. Unser „Consultant“ war laut Krankenhauspersonal einer der besten Chirurgen der Umgebung und, wie wir fanden, dazu noch einer der nettesten. Er hielt ganze Vorträge, während er gewissenhaft operierte und bildet seine „Registrars“ geduldig aus. Dienstags war Endoskopie und Academic Day, wobei eigentlich täglich irgendwo gute Seminare stattfanden, man musste sich nur an die lokalen Medizinstudenten halten.

Mittwochs wurde im, unter den Studenten sehr beliebten, „Minor Theatre“ operiert: Zirkumzisionen, Lymphonodektomien, Zystexzisionen etc. Hier durften wir viel selber operieren und die „Registrars“ assistierten uns und gaben Tipps. Das hat sehr viel Spaß gemacht und spätestens nach der ersten eigenständigen Zirkumzision waren alle von dem Fach Chirurgie begeistert. Freitags und montags war Sprechstunde in der chirurgischen Ambulanz, bei der die Ärzte in einem kleinen Zimmerchen mehrere Patienten parallel behandelten. Man fühlte sich durch die Überfüllung des Raumes immer etwas überflüssig, aber wenn man geduldig im Stehen ausharrte, gab es hier und da interessante Fälle zum Untersuchen.

Die Arbeitszeiten waren nach Belieben. Meist sind wir zum Mittagessen nach Hause gefahren, außer an den großen OP-Tagen, an denen wir bei spannenden Operationen auch länger blieben oder wenn nachmittags Seminare stattfanden. Kurzes, aber lehrreiches Arbeiten jeden Tag.

Alle drei Tage war unser Stationsteam S2 „on call“. Wir sprachen uns ab, so dass immer nur zwei bis drei von uns deutschen PJlern gleichzeitig im Dienst waren, denn auf unserer Station waren wir teilweise zu siebt. Diese 24h-Dienste waren oft sehr lehrreich und aufregend. Man konnte man viel nähen, einen Patienten in der Notaufnahme von A bis Z selbständig aufnehmen und behandeln oder spannende Notoperationen miterleben. Da unser übermotivierter „Consultant“ quasi im Krankenhaus lebte und jedes Mal im Dienst mit dabei war, kamen wir öfters in den Genuss spontaner nächtlicher Seminare oder Knotenkurse, wenn gerade sonst nichts zu tun war.

Von den Krankheitsbildern her gab es ein sehr breites Spektrum. Fast alle Patienten waren HIV positiv und man sah viele assoziierte Pathologien, wie z.B. sehr entstellende Kaposi-Sarkome. Auch Tuberkulose war sehr häufig anzutreffen. Bei Bauchschmerzen und Erbrechen war die Verdachtsdiagnose meist TB Abdomen, wobei man bei uns eher eine Gastroenteritis vermutet hätte. Da viele Menschen in Südafrika erst sehr spät zum Arzt gehen, sei es des Geldes oder dem Glauben an Naturheiler wegen, sah man viele Krankheiten in einem fortgeschrittenen Stadium, wie extrem ausgeprägte Tumore, welche man in Deutschland in dieser Form nur überaus selten antreffen würde.

Sicherheit

Südafrika ist wegen der vielen armen Menschen ein sehr gefährliches Land. Wertsachen sollte man möglichst wenig dabei haben, alles immer in harmlosen Plastiktüten transportieren, persönliche Dinge nie unbeaufsichtigt lassen, nachts mit dem Auto möglichst nicht an roten Ampeln halten und in gefährlichen Gegenden am Tage auch nicht. Abends alleine das Haus zu verlassen, ist natürlich tabu. Man sollte aber auch nicht zu paranoid sein, diese paar Weisheiten beachten und ansonsten mit gesundem Menschenverstand Land und Leute genießen.

Reisen in Südafrika

Die beeindruckenden Drakensberge
Die beeindruckenden Drakensberge

Südafrika ist ideal zum Reisen, solange man ein Auto hat, ansonsten kann es sehr mühsam werden. Falls man doch alleine unterwegs ist, findet man unter www.bazbus.com eine gute Transportalternative.

Vonseiten des Krankenhauses war es kein Problem, zwischendurch mal kurz Urlaub zu nehmen, vielmehr haben es alle begrüßt, wenn wir uns ihr Land anschauten. Was man auf keinen Fall verpassen sollte, in diesem wunderschönen Südafrika anzuschauen sind Städte wie Kapstadt, dann die beeindruckenden „Drakensberge“, die malerische Wild Coast und natürlich, wenn man in Durban ist, der „Hluhluwe-Imfolozi“ Nationalpark.

Mein Fazit

An der malerischen Wild Coast
An der malerischen Wild Coast

Die Zeit am King Edward VIII Hospital war sehr aufregend und oft mühsam, weil man meist ewig nach Material suchen musste, bevor man beispielsweise Blut abnehmen konnte, aber alles war sehr lehrreich und eine tolle Erfahrung.

Die Menschen in Südafrika sind unglaublich herzlich und fröhlich, schlechte Laune und Eile kennt man hier nicht. Die Konfrontation mit den hiesigen Verhältnissen im Krankenhaus und die Lebensart der Menschen in den ländlichen Gebieten haben meinen persönlichen Horizont sehr erweitert und ich kann nur jedem wärmstens empfehlen, diese Erfahrung auch zu machen!

K., L.
Göttingen, Oktober 2011
Stipendiatin im Rahmen der Auslandsstipendien 2011

Neue Ausschreibung der Auslandsstipendien

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2 Kommentare

  • Erst einmal herzlichen Dank fuer Ihren Kommentar zu Ihrem PJ-Abschnitt in der Chirurgie am King Edward VIII Hospital in Durban in Suedafrika. Es ist stets sehr wichtig, auch Kritikpunkte in Erfahrungsberichten zu Auslandsaufenthalten offen anzusprechen, falls diese vorhanden sind. Bei meinem Aufenthalt vor kurzem in 2013 in Suedafrika hatte ich die Gelegenheit, Frau Pillay an der Nelson R Mandela School of Medicine in Durban persoenlich zu treffen und kennenzulernen. Ich werde sie gerne auf die in Ihrem Kommentar genannten Kritikpunkte ansprechen.

    Schade, dass Ihnen nun Ihr PJ-Aufenthalt in Durban nicht das gebracht hat, was Sie sich davon versprochen hatten. Der Erfolg haengt eben zu einem grossen Teil von dem leitenden Arzt ab, dem man zugeteilt ist – und hier kann man Glueck, aber auch Pech haben. Aber dies kann einem weltweit passieren – sei es z.B. in den USA, in Asien oder eben auch in Afrika. Speziell zu Suedafrika erhalte ich aber sehr oft sehr positives Feedback nach Famulatur- und PJ-Aufenthalten, was man auch in unseren Berichten auf Medizinernachwuchs.de nachlesen kann.

    Sicherheitsaspekte sind in vielen Laendern weltweit zu beachten und so bitten wir unsere Autorinnen und Autoren stets, hierauf gezielt in ihren Berichten einzugehen.

    Bei der Auswahl eines Landes fuer einen 4-monatigen PJ-Auslandsaufenthalt kann uebrigens durchaus das jeweilige Klima ein entscheidender Faktor sein. Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit in Durban, bedingt durch die direkte Lage am Indischen Ozean, ist sicher nicht jedermanns Sache – genauso wenig wie die Hoehenlage von Jo’burg oder der fast staendig wehende Wind in Kapstadt, der sogenannte „Winding Doctor“, wie ihn die Kapstaedter nennen.

    Ich hoffe aber trotz allem, dass die positiven Eindruecke zu Ihrem Aufenthalt in Suedafrika ueberwiegen.

    Peter Karle

  • Ich habe ein PJ-Tertial am King-Edward-VIII-Hospital in Durban absolviert und bin sehr enttaeuscht! Der damals fuer mich zustaendige Oberarzt (Chirurgie) ist alles andere als freundlich und kooperativ. Frau Pillay (Auslands-PJ- Beauftragte) war gluecklicherweise sehr entgegenkommend. Man lernt kaum etwas (Medizin) und darf fast nichts machen. In Sachen „Unterschriften-Vergabe“ stellt sich die gesamte Medizinische Fakultaet leider schwer. Man legt grossen Wert auf korrekte Daten und benoetigt viel Zeit fuer das Ausstellen des PJ-Zeugnis. Ich hatte das Gefuehl, dass ueberall gebettelt wird und versucht wird, sich „quer zu stellen“. Selbst in der Verwaltung wollte man lustigerweise eine Cola-Flasche (10 Rand, ca. 1 Euro) fuer das Ausstellen eines Dokumentes von mir haben. Ich kann das Krankenhaus fuer das PJ nicht empfehlen. Die Landschaft ist toll, allerdings auch sehr gefaehrlich. Die Inder in Durban (davon gibt es dort viele) sind oft sehr arrogant. Mit Schwarzen hatte ich leider nich viel Kontakt, diejenigen die ich kennen gelernt habe, waren sehr gastfreundlich und nett. Die Weissen und die Coulourds waren sehr sympathisch! Durban ist im Sommer (Dezember) sehr warm und feucht. Das Klima empfand ich zu dieser Zeit ueberhaupt nicht angenehm. Nach Beendigung meines Tertials (das Zeugnis wurde mir erst in der letzten Woche uebergeben) war ich sehr gluecklich, wieder nach Hause fliegen zu koennen.

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