Famulatur auf La Réunion/Frankreich – Gynäkologie und Geburtshilfe

8. Juni 2011

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Frankreich/La Réunion, Saint-Pierre, Groupe Hospitalier Sud Réunion (01.09.-30.09.2010).

Glück muss man haben! Mein Plan war es, eine Famulatur in einem französischsprachigen Land zu absolvieren. Und wo hatte es mich schließlich hin verschlagen – nach Saint-Pierre auf La Réunion, einer Insel, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte und auch nicht wusste, wo sie liegt. Ja und so verbrachte ich meine Famulatur in Saint-Pierre, weitab von zu Hause an einer Klinik, die ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität von Bordeaux ist, gelegen in einem Überseedepartment Frankreichs.

La Réunion – eine kaum bekannte grüne Insel mitten im Indischen Ozean

La Réunion - kaum bekannt, mitten im indischen Ozean
La Réunion – kaum bekannt, mitten im indischen Ozean

Da ich jedoch recht kurzfristig mit meinen Planungen begann, kam mir der Zufall glücklicherweise entgegen. Eine Freundin bot mir an, ihren Platz in der Gynäkologie im Groupe Hospitalier Sud Réunion (GHRS) in Saint-Pierre zu übernehmen. Ich erkundigte mich über das kleine grüne Fleckchen mitten im Indischen Ozean und war sofort begeistert. Réunion ist ein echter Geheimtipp und touristisch ist diese Insel – außer bei den Franzosen – eher weniger bekannt.

Mein erster Kontakt

Meine Vorbereitung bestand zunächst darin, innerhalb weniger Wochen herauszufinden, ob ich anstelle der Freundin die Famulatur übernehmen könne. Dies begann im Juni, ca. zwei Monate vor der Famulatur im August. Der Kontakt war überaus freundlich und letztlich unkompliziert. Ich musste nur meine Unterlagen (Anschreiben, CV) der Sekretärin per Email zuschicken und erhielt dann innerhalb von 10 Tagen, solange dauert der Postverkehr ungefähr von der Insel nach Deutschland, eine offizielle Zusage vom Sekretariat „des Affaires Médicales“.

Darin wurden nochmals angefordert: ein Passfoto, eine Kopie der Immatrikulationsbescheinigung und eine Zusammenfassung der Kurse, die ich gemacht habe sowie ein ärztliches Attest („certificat médical d’aptitude“) und einen Nachweis meiner Impfungen.

Und sofort begannen die Vorbereitungen

Es gibt leider kaum ausführliche Reiseführer über La Réunion in deutschen Buchläden. Ich kaufte mir schließlich den „Lonely Planet“ (Mauritius, Réunion, Seychelles, 6. Edition von 2007, Preis 18,35€) und bestellte mir bei „atout france“ übers Internet kostenlose Reisebroschüren. Im Nachhinein würde ich aber eher den französischen „Guide Routard“ empfehlen, der recht ausführlich ist.

Als Nachschlagewerk für die Famulatur haben sich die beiden Kitteltaschen-Bücher „Französisch für Mediziner“ von Elsevier sehr bewährt. Ein Band widmet sich dabei ganz den medizinischen Abkürzungen, die im Klinikalltag viel und gerne verwendet werden. Französische Fachbücher sind besonders aus der Reihe „Intermemo“ zu empfehlen und mitzubringen, da es auf der Insel keine Möglichkeit gibt, solche zu kaufen. Ein Kurs „Français médicale“ an meiner Universität frischte meine Schulfranzösisch-Kenntnisse auf und bereitete auf den Klinikalltag vor.

Da Réunion ein Übersee-Département von Frankreich ist, gehört es zur EU. Somit braucht man als deutscher Staatsbürger kein Visum und könnte sogar mit dem Personalausweis einreisen. Allerdings rate ich den Reisepass mitzunehmen, falls man überlegt, z.B. nach Mauritius oder Mayotte zu reisen.

(Anm.d.Red.: Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man sich rechtzeitig bei der Botschaft des jeweiligen Landes nach den aktuellen Einreisebestimmungen erkundigen. Hierbei sollte man unbedingt erwähnen, dass man sich nicht zu Urlaubszwecken, sondern zu einer medizinischen Tätigkeit im Rahmen seines Medizinstudiums im betreffenden Land aufhalten wird.)

Was Impfungen bzw. geforderte ärztliche Untersuchungen betraf, ließ ich mir das „Certificat Médical d’Aptitude“ von meiner Hausärztin zusammen mit der Bestätigung der Impfungen ausstellen. Meine Ärztin verpasste mir noch eine Typhusimpfung. Malaria ist auf der Insel eher selten, sodass ich nur eine Standby Medikation mitnahm. Stattdessen gibt es dort tagaktive Tigermücken, die das Chikunkunya-Virus übertragen können. Diese Problematik ist seit der Epidemie von 2006 bei den Ärzten bekannt und die Krankheit wird i.d.R. symptomatisch behandelt. Zur eigenen Beruhigung hatte ich neben der üblichen Reiseapotheke ein Moskitonetz sowie Repellents (Antibrumm) mitgenommen.

Was Versicherungen betraf, so hatte ich eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Diese sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall nicht gespart werden.

Am Krankenhaus in Saint-Pierre

Das Krankenhaus in Saint-Pierre

Das Groupe Hospitalier Réunion Sud, kurz GHRS, oder auch Centre Hospitalier Régional (CHR) in Saint-Pierre ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Universität von Bordeaux, da es bis jetzt noch keine medizinische Fakultät auf Réunion gibt. Das GHRS ist ein Krankenhaus-Komplex im Stadtteil Terre Sainte, nahe dem Stadtzentrum, und beherbergt fast alle Fachrichtungen.

Im Krankenhaus begann der Tag in der Gynäkologie um 9:00 Uhr morgens mit der Frühbesprechung. Anwesend waren Ärzte der gynäkologischen und geburtshilflichen Abteilungen sowie einige Hebammen. Dort wurden sämtliche Neuaufnahmen kurz vorgestellt und komplizierte Fälle mit den Kollegen diskutiert. Die Besprechung dauerte meist eine halbe bis eine Stunde.

Da ich nirgendwo fest zugeteilt und die einzige Studentin war, konnte ich mir selbst aussuchen, wohin ich gehen wollte. Ich war zunächst eine Woche in der gynäkologischen Ambulanz und auf Station. Dort nahm ich an den Visiten teil und konnte jederzeit meine Fragen stellen, die der Oberarzt und die Assistenzärzte dann auch recht geduldig und langsam auf Französisch erklärten. Anschließend half ich der Assistenzärztin in der Ambulanz beim Untersuchen der Patientinnen.

Die zweite Woche war ich vormittags meist im OP. Der Ablauf ist vergleichbar mit dem in einem deutschen OP. Zunächst schaute ich bei verschiedenen Eingriffen zu und durfte dann recht schnell als zweite Assistenz steril direkt am OP-Geschehen teilnehmen und Haken halten (z.B. Hysterektomie, Kaiserschnitt). Mit dem Mundschutz war für mich allerdings die Verständigung häufig etwas erschwert. Dennoch war das OP-Pflegepersonal sehr geduldig und die Anästhesisten ließen mich während der OP-Vorbereitungen Zugänge legen und intubieren. Aufregendste operative Maßnahmen waren für mich die Kaiserschnitte, da ich zum ersten Mal gesehen habe, wie diese ablaufen.

Wenn es im OP uninteressant wurde, hängte ich mich an die Fersen einer Assistenzärztin, die die sonographischen Kontrolluntersuchungen bei Schwangeren durchführte. Auch dort wurde mir sehr viel erklärt und nach erfolgter Untersuchung durfte ich auch zur Übung den Schallkopf führen.

Die letzten zwei Wochen verbrachte ich mit den Hebammen im „salle d’accouchement“, im Kreißsaal, und hatte hier die Gelegenheit, bei natürlichen Geburten mit anzupacken. So war ich bei den Aufnahmen und Untersuchungen der Hochschwangeren mit eingespannt und durfte bei den Geburten mit „Vier-Hand-Methode“ gemeinsam mit den Hebammen den Kindern auf die Welt helfen. Das war ein tolles Gefühl für mich und ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, da ich in meinem einwöchigen Blockpraktikum in der Gynäkologie in Deutschland nicht diese Möglichkeit gehabt hätte.

Anschließend durfte ich die Neugeborenen versorgen: Nabelschnur durchtrennen, APGAR Score bestimmen, wiegen, messen, anziehen, Vitamin K-Prophylaxe und antibiotische Augentropfen verabreichen und alles im Kinderuntersuchungsheft dokumentieren.

Insgesamt war ich ganz zufrieden mit meiner Famulatur. Natürlich gilt wie überall, dass man immer fragen und einfordern muss. Die Assistenzärzte hatten zwar oft nicht so viel Zeit, aber Fragen haben sie stets gerne beantwortet und auch die Oberärzte hatten immer ein offenes Ohr für mich. Der Chef der Abteilung, Dr. Barau, erkundigte sich sogar zwischendurch persönlich nach meinem Befinden. Die überwiegend kreolischen Patientinnen waren immer sehr freundlich und verständnisvoll.

Da ich die einzige Studentin in der Gynäkologie war, konnte ich jederzeit überallhin. Ich bin meistens bis 16:00 Uhr geblieben und für interessante OPs schon um 8:30 Uhr ins Krankenhaus gegangen. Mittagessen gab es in der Kantine des Krankenhauses, in der ich jeden Tag umsonst und ausgiebig essen konnte.

Die „Externes“, also die französischen Famulanten, sind übrigens in der Regel in den Monaten Juli/August auf Réunion. Um selbst mehr machen zu können, würde ich daher eher empfehlen, sich außerhalb dieser Zeit zu bewerben.

Freizeitaktivitäten

Früh morgens auf dem Weg zum Piton de la Fournaise
Früh morgens auf dem Weg zum Piton de la Fournaise

An den Wochenenden konnte ich dann gemeinsam mit deutschen und französischen Studenten, die ich kennengelernt hatte, die Schönheit der Insel entdecken. Die Insel ist ein Paradies für Natur-und Wanderliebhaber sowie Extremsportler und bietet vielseitige Möglichkeiten, seine Freizeit zu gestalten. Man muss nur immer die Wetterverhältnisse beachten, da diese schnell wechseln können und einem manchmal einen Strich durch die Rechnung machen. Réunion ist nämlich der regenreichste Ort der Erde! Neben den Wanderungen durch die Talkessel von „Salazie“, „Cilaos“ und „Mafate“ sowie auf die Vulkane der Insel kann man Canyoning, Tauchen, Body Board, und vieles mehr machen. Für die Wanderungen bricht man normalerweise früh morgens auf, um bei Anbruch des Tages einen nicht bewölkten klaren Ausblick auf die wunderschöne Natur zu genießen.

Unbedingt muss man den Vulkan „Piton de la Fournaise“ (2.632 m) erklimmen. Dies ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Sonnenschutz, Wasser und warme Kleidung sollte man hierbei nicht vergessen! Einer der unvergesslichsten Momente für mich war die absolute Stille oben am Kraterrand um 9:00 Uhr morgens und der Blick auf den Ozean! Nach den Wanderungen kann man sich dann an einem der Strände in der Sonne erholen und den wunderschönen Sonnenuntergang genießen.

An den Wochenenden muss man sich jedoch darauf gefasst machen, dass die Inselbewohner mit der ganzen Familie an sämtliche großen Strände ausschwärmen und mit ihrer professionellen Picknick-Ausstattung das Bild beherrschen. Zudem muss man beachten, dass an manchen Stränden die Strömung sehr stark ist und das Baden sehr gefährlich sein kann. Einer meiner Lieblingsstrände war „Grand Anse“, zum Body-Boarden ist „Étang-Salé“ die richtige Adresse und wer mehr touristische Strände bevorzugt, sollte unbedingt nach „Saint Gilles les Bains“.

Ein wichtiger Punkt ist die Mobilität auf der Insel. In die Städte kommt man zwar ohne Probleme mit den „Cars Jaunes“, doch für die Wanderungen ist ein Mietwagen unerlässlich! Man sollte sich außerdem erkundigen, welche Festivals stattfinden. Ich war z.B. einen Tag auf dem „Manapany Surf Festival“ im August und es war echt gut.

Flug und Unterkunft

Für meine Flüge habe ich insgesamt 940,-€ gezahlt. Darin waren die Flüge von Düsseldorf nach Paris-Orly mit Germanwings und von Paris-Orly nach Saint-Denis mit Corsairfly enthalten. Weitere Direktflüge nach Saint-Denis gibt es von Air France. Air Mauritius fliegt mit einem Zwischenstopp auf Mauritius nach Saint-Pierre. Nach meiner Ankunft in Saint-Denis fuhr ich mit der „Navette“ in die Stadt und nahm dort eine der „Cars jaunes“ nach Saint-Pierre (Dauer etwa zweieinhalb Std). Die etwas teurere Linie „Z’éclair“ ist eine Art Sammeltaxi und hält nur an den gewünschten Orten.

Das Krankenhaus bietet für Studenten keine Möglichkeit zur Unterkunft. Aufgrund der späten Zusage seitens des Krankenhauses suchte ich daher zunächst über die Seite http://www.iledelareunion.net/colocation-reunion nach einem möblierten WG-Zimmer. In der Regel sind die Mitbewohner Franzosen, die selbst eine Zeit auf der Insel arbeiten. Ich hatte leider vor meiner Reise kein Zimmer mehr finden können, da für die freien Möglichkeiten ein Monat zu kurz war. Daher beschloss ich, mir zunächst über „Couchsurfing“ eine Übernachtungsgelegenheit zu organisieren und dann vor Ort zu versuchen, eine dauerhafte Bleibe zu finden.

Nach drei Nächten bei einer sehr netten WG, fand ich dann die Pension „les Adelaides“, fünf Geh-Minuten entfernt vom Krankenhaus in „Terre Sainte“. Dort wohnte ich dann mit zwei französischen Krankenpflegeschülern und fünf Studenten der „IUT“ aus Réunion zusammen. Das war sehr gut, denn so habe ich schnell Anschluss gefunden. Ich hatte mein eigenes kleines Zimmer mit integriertem Bad und konnte die Gemeinschaftsküche sowie die gemeinsamen Aufenthaltsräume nutzen. Die Waschmaschine der Vermieterin, einer älteren Dame aus Réunion, durfte einmal wöchentlich umsonst genutzt werden. Im Mietpreis inbegriffen war W-Lan – mit einer leider unberechenbaren Verbindung. Für den einen Monat zahlte ich 380,-€ Miete. Es gab zwei Supermärkte in der Nähe und Stadt als auch Strand waren zu Fuß in 15 Minuten gut zu erreichen.

Die Insel La Réunion und ihre Bewohner

Die bunte Bevölkerung von La Réunion
Die bunte Bevölkerung von La Réunion

Die Insel Réunion hat etwa 810.000 Einwohner, ist 72 km lang, 51 km breit und ist die Nachbarinsel von Mauritius. Die Insel ist durch Vulkanaktivität entstanden und bis heute landschaftlich davon geprägt. Die geographische Vielfalt der Landschaften ist faszinierend. Innerhalb von ein bis zwei Stunden gelangt man von kargen Mondlandschaften am Vulkan mitten in grüne Wälder und Täler oder in belebte Küstenstädte.

Die meisten Menschen sind Créolen, d.h. Nachfahren von Sklaven und kolonialen Siedlern, die ihre eigene kreolische Kultur und Sprache, das réunionesische Créole, besitzen. Gemeinsam leben sie mit madagassischen, indischen, chinesischen und europäischen Einwanderern friedlich zusammen. Als „Zoreil“ werden die neuzugewanderten Franzosen aus der „Métropole“ bezeichnet. Die Mehrheit der Bevölkerung ist christlich, aber es gibt auch Moscheen sowie hinduistische und buddhistische Tempel. Die Religionen bestehen friedlich nebeneinander. Amtssprache ist Französisch, Englisch können die meisten Inselbewohner nicht gut.

Die Menschen sind sehr freundlich als auch gesprächig und freuen sich, wenn man sie anspricht und um Hilfe bittet. Ich werde beispielsweise nie vergessen, wie bei meiner Ankunft in Saint-Pierre die kréolischen Frauen im Bus diskutierten, wer an meiner gesuchten Haltestelle aussteigen und mir helfen würde, die Adresse der WG zu finden.

Neben der „Hauptstadt“ Saint-Denis gibt es noch Saint-Paul und Saint-Pierre als die nächstgrößten Städte. Das landestypische Essen ist das „Carri“ in allen möglichen Variationen. Außerdem sollte man unbedingt die Stände mit den kleinen Leckereien wie „Samoussas“ oder „Bouchons“ ansteuern.

Finanzielles

Leider kam die Zusage zu spät für eine Bewerbung um einen Fahrtkostenzuschuss bei der bvmd. Flug, Miete und den Aufenthalt habe ich letztlich privat finanziert. Man muss dabei bedenken, dass Produkte auf Réunion sich nach den französischen Preisen richten und zusätzlich durch den Import verteuert sind, sodass man sich an eine recht hohe Rechnung im Supermarkt gewöhnen muss. Entschädigt wird man aber durch die schönsten und leckersten Früchte auf den Märkten!

Zudem sollte man bedenken, dass auch die Freizeitaktivitäten Geld kosten und ein Mietwagen bzw. Tickets für die Busse miteinkalkuliert werden müssen. Ein Anfängerkurs zum Tauchen in Saint-Gilles kostet 50,-€, Wale gucken für 2-3 Std in Saint-Leu ca. 30,-€. Zur Kommunikation vor Ort sollte man sich am besten eine Prepaid-SIM-Karte von „Orange“ besorgen. Für ein „Carri“ an einem Imbiss-Stand zahlt man etwa 5-7€ und ist für den Rest des Tages satt.

Sicherheit auf Réunion

Als Frau kann man sich auf der Insel tagsüber wie in Frankreich völlig unbedenklich alleine bewegen. Allerdings sollte man nach Sonnenuntergang nicht mehr alleine herumlaufen. Die Arbeitslosenquote auf der Insel ist recht hoch und so hängen viele junge Männer, auch tagsüber, auf den Straßen herum. Zudem fahren sowohl die Linienbusse als auch die „Car Jaunes“ ab 17:00-18:00 Uhr nicht mehr, was man unbedingt einplanen muss, wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Wanderungen sollten nicht alleine unternommen werden.

Verkehrsmittel

Warten auf die Cars Jaunes

Auf Réunion ist zu empfehlen, sich ein Auto zu mieten, wenn man die Insel erkunden will. Insbesondere für Wanderungen ist ein Auto unerlässlich, da die Ausgangspunkte in der Regel nicht an das öffentliche Straßenverkehrsnetz angebunden sind. Ich konnte mich zum Glück zwei deutschen PJlern mit Mietwagen bei ihren Ausflügen anschließen.

Die Nutzung der „Cars Jaunes“ zwischen den Städten sowie der Linienbusse innerhalb der Stadt ist unbedenklich. Allerdings halten sich die Busse nicht immer an die Zeiten im Fahrplan und kommen schon mal früher oder später. Wichtig zu beachten ist, dass der letzte Bus meist gegen 17:00 Uhr fährt. Die Busfahrer halten nicht an jeder Haltestelle, sodass man per Handzeichen signalisieren muss, wenn der Bus für einen anhalten soll. Wenn man an der nächsten Haltestelle aussteigen will, dann wird vorher rechtzeitig in die Hände geklatscht.

Mein Resümee

Sonnenuntergang am Strand von Grand Anse

Ich bin froh, dass ich für meine letzte Famulatur noch einmal so eine Möglichkeit hatte und würde es sofort wieder tun. Sowohl fachlich habe ich vieles lernen als auch die Insel ein bisschen erkunden können und habe viele unvergessliche Momente erlebt sowie zudem neue Freundschaften geknüpft.

Ich würde aber jedem raten, ein bis zwei Wochen fürs Reisen anzuhängen, wenn der Geldbeutel es hergibt. Der September eignet sich sehr gut zum Reisen, sowohl bezüglich des Wetters als auch der außertouristischen Saison.

Also packt gutes Schuhwerk, eine Regenjacke als auch gute Wanderlaune ein und auf nach Réunion!

B., J.
Bonn, März 2011

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11 Kommentare

  • Hey,

    ich bin gerade auf der Suche nach einem Famulaturplatz in einem französisch-sprechenden Gebiet und dein Bericht hört sich super an!
    Leider habe ich keine Kontaktdaten Dr. Baraus gefunden, hättest du einen Tipp an wen man sich am besten wenden sollte?
    Würde mich riesig freuen, von dir zu hören!

    Liebste Grüße, Franca

  • Hey!
    Ich würde auch gerne eine Famulatur auf La Réunion machen, auch sehr gerne in der Gynäkologie.
    Hättest du vielleicht Kontaktdaten für mich? Muss ich mich direkt bei der Uni Bordeaux bewerben oder im Krankenhaus selbst?
    Vielen Dank für den tollen Artikel!!
    Liebe Grüße, Charlotte

  • Hey!
    Ich bin auch total begeistert von deinem Artikel und würde total gern auch eine Famulatur auf La Réunion absolvieren 🙂
    Würde mich auch sehr freuen, wenn du mich per Email kontaktieren könntest, oder mit deine EmailAdresse irgendwie zukommen lassen würdest 🙂
    Vielen Dank jetzt schon mal!!

    Liebste Grüße Duygu

  • Hey:)
    Dein Artikel hört sich wirklich toll an, da habe ich richtig Lust bekommen auch eine Famulatur auf Le Reunion zu machen.Es wäre super wenn du mir auch die Kontaktdaten(E mail) schicken könntest.Danke schon mal für die Informationen, würde mich riesig freuen von dir zu hören!

    Liebe Grüße,

    Jana

  • Hi, dein Artikel gefällt mir total gut 🙂 ich würde auch gerne eine Famulatur im französisch sprachigen Raum machen, könntest du mir evtl. die Kontaktdaten senden? Vielen Dank auch für die ausführliche Schilderung 🙂 Lieben Gruss Mara

  • Hi!

    Ich studiere Medizin und würde super gerne versuchen ein Erasmusjahr auf Reunion zu machen.
    Du schreibst, dass das Saint-Pierre Hospital ein Lehrkrankenhaus ist. Andererseits habe ich auch gelesen, dass du ansonsten keine Studenten auf Station getroffen hast.
    Bietet das Saint-Pierre bzw. eine Universität auf Reunion das Medizinstudium an?
    Danke für deine Rückmeldung!
    LG, Roman

  • Hallo,

    vielen dank für deinen tollen Artikel.
    Ich überlege gerade im März 2014 eine Famulaturauf La Reunion zu machen. Hast du einen Kontakt zu dem Krankenhaus, den du mir geben könntest?
    Vielen Dank!
    lg barbara

  • Hey!
    Danke für deinen tollen Artikel!! Ich würde unheimlich gerne auf La Réunion ein PJ Praktikum machen, hatte aber bisher telefonisch kein Erfolg mich anzumelden.
    Hättest Du eine Kontakt-Email? Ich wäre dir echt unheimlich dankbar!!
    Liebe Grüsse, Julia

  • Hi,

    ich bin auch sehr angetan von deinem Artikel. Sowohl deine Beschreibung der fachlichen Komponenten vor Ort, als auch all die anderen Möglichkeiten, die die Insel bieten reizen mich extrem.
    Mich würde auch der Kontakt interessieren, an den ich mich vor Ort wenden kann.
    Vielen Dank schon mal, auch dafür, dass du dir die Zeit genommen hast so einen netten und ausführlichen Artikel zu verfassen.
    Viele Grüße
    Benjamin

  • Hallo!

    Dein Artikel gefällt mir sehr gut und da ich auch mit einer Freundin ein derartiges PJ Tertial machen möchte, wollte ich dich nach der Emailadresse fragen, an die man seine Bewerbung richten kann?

    Vlg Katharina

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