PJ in Großbritannien – Infektiologie und Tropenmedizin

17. Dezember 2010

in Chancen im Ausland, Großbritannien, Infektiologie, Praktisches Jahr im Ausland, Tropenmedizin

Großbritannien, Newcastle upon Tyne, Royal Victoria Infirmary (06.09.-31.10.2010).
“Cheers!“ – so sagt man in Newcastle, um sich zu verabschieden und um sich zu bedanken, denn was ich dort gelernt habe, wird mich während meines weiteren Arztlebens sicher begleiten. Infektiologie und Tropenmedizin – zu diesen beiden Teilgebieten meines PJ-Tertials in der Inneren Medizin hatte mich der Weg nach Großbritannien geführt, nach Newcastle in die Region Northumberland. Ich hatte im Vorfeld viel Gutes über die medizinische Lehre im Königreich gehört und konnte sie nun selbst erleben.

Vorbereitung und Bewerbung

Die Millennium Bridge in Newcastle
Die Millennium Bridge in Newcastle

Bereits ein Jahr vor Beginn des Praktischen Jahres hatte ich mich entschieden, einen Teil des PJ im englischsprachigen Ausland zu verbringen. Zum Einen, um mein englisches Medizinvokabular zu erweitern, vor allem aber, um einen Einblick in die Abläufe des Gesundheitssystems und der medizinischen Lehre eines anderen Landes zu gewinnen.

Nun ist zwar der englische „National Health Service“ (NHS) eher für seine Finanzsorgen, eine knappe Ausstattung mit technischen Geräten und lange Wartezeiten bekannt, im Gegensatz dazu hat die medizinische Lehre jedoch einen guten Ruf. Als sich nun auch noch die Möglichkeit bot, im Fachbereich Infektiologie, der in Deutschland während des PJ oft nur einen geringen Stellenwert einnimmt, zu arbeiten, stand mein Entschluss fest, die ersten acht Wochen meines Tertials Innere Medizin in Newcastle, Großbritannien zu verbringen. Die Vorbereitungen hierfür konnten beginnen.

Zunächst hatte ich mit einem Arzt im „Department for Infection and Tropical Medicine“ per Email Kontakt aufgenommen. Er kommt aus Deutschland, arbeitet aber schon seit vielen Jahren als Arzt in England. Nachdem ich die Zusage erhalten hatte, dass ich für acht Wochen in seiner Abteilung arbeiten könne, habe ich einen Bewerbungsbogen der Medizinischen Fakultät der „University of Newcastle“ ausgefüllt und abgeschickt. Das Dekanat erwies sich auch für alle weiteren organisatorischen Fragen, vom Internetzugang, über den Krankenhaus-ID-Ausweis, bis hin zur PJ-Bescheinigung immer als zuverlässiger Ratgeber.

Für die Arbeit in England benötigt man kein Visum. Jedoch vereinbart das Studentensekretariat vor dem ersten Arbeitstag in der Klinik einen Termin mit dem Betriebsarzt. Dort wurde mein Impfstatus überprüft und ein Nasenabstrich zur MRSA-Abklärung abgenommen. Man sollte auf jeden Fall einen ausreichenden Impfschutz gegen Hepatitis A und B, MMR und Varizellen nachweisen können. Hilfreich ist auch ein HBsAg-Antikörper Titer. In England ist eine BCG-Schutzimpfung für Krankenhauspersonal immer noch die Regel. Aber mit etwas Überzeugungskunst meinerseits war letztendlich nur ein Tuberkulin-Test notwendig.

Eine Bescheinigung über eine Haftpflichtversicherung bekam ich über meine Heimatuniversität, an der man ja während des PJ noch als Student eingeschrieben ist.

Das Royal Victoria Infirmary

Royal Victoria Infirmary
Royal Victoria Infirmary

In Newcastle gibt es drei Krankenhäuser, die zum NHS-Trust gehören: Das Royal Victoria Infirmary, das Newcastle General Hospital und das Freeman Hospital. Ich habe im „Department for Infection and Tropical Medicine“ des Royal Victoria Infirmary, das in Newcastle überall unter dem Namen „RVI“ bekannt ist, gearbeitet. Die Infektiologie liegt im sechsten Stock des „New Victoria Wing“, dem Neubau des Krankenhauses. Dort befinden sich sowohl die „outpatient clinic“ für die ambulanten Patienten sowie die infektiologische Station „ward 19“. Während meiner Zeit am RVI fanden zwar noch viele Umbauarbeiten statt, die aber bis zum Jahr 2013 vollständig abgeschlossen sein sollen.

Arbeitsbeginn war in der Regel um 09:00 Uhr und am Nachmittag war ich meistens bis ca. 17:00 Uhr in der Klinik. An den Wochenenden habe ich die klinikfreie Zeit – mit der Ausnahme eines Samstagsdienstes – genutzt, um Newcastle und die nähere Umgebung zu erkunden. Es ist jedoch jederzeit möglich, an Nacht- und Wochenenddiensten teilzunehmen.

Bevor ich nun auf den medizinischen Alltag am Royal Victoria Infirmary eingehe, noch einige Worte zur ärztlichen Personalstruktur im Krankenhaus. Nach Abschluss des fünfjährigen Medizinstudiums absolvieren Ärzte in England zunächst zwei Jahre als „Foundation House Officer“ – „FY1“ und „FY2“. Es folgt eine Zeit als „Specialty Registrar“ (SpR) und nach weiteren sechs Jahren kann man zum „Consultant“ aufsteigen, was mit einem Oberarzt in Deutschland zu vergleichen ist. In der Infektiologie gab es fünf Consultants, die alle gleichberechtigt waren, also keinen Chefarzt im eigentlichen Sinne. Ich war in England als „elective student“ bzw. als „final year student“ zu Gast, dies entspricht in etwa dem Kenntnisstand eines „FY1“ und so wurde ich auch mit den entsprechenden Aufgaben eines „FY1“ betraut. Dazu im Folgenden mehr…

Auf der Notaufnahmestation

In der „Emergency Assessment Unit“ (EAU) beginnt der Tag um 09:00 Uhr mit dem “handover”. Die Nachtschicht übergibt dabei an das „day team“, das aus drei bis fünf „Foundation House Officer“ im 1. bzw. 2. Jahr, einem „SpR“ und dem für diesen Tag zuständigen „Consultant“ besteht. Für drei Wochen gehörte auch ich als „elective student“ aus Germany dazu.

Auf der Notaufnahmestation können mehr als 40 Patienten gleichzeitig versorgt werden. Dabei sind häufig anzutreffende Krankheits- und Beschwerdebilder: Durchfall und Erbrechen, Kopf- und Bauchschmerzen, Exazerbation einer COPD, Angina pectoris und Synkopen, die hier liebevoll mit „off legs ? cause“ bezeichnet werden. Neben den normalen Betten und einigen Einzelzimmern für infektiöse Patienten gibt es auch eine Kardiologie-Einheit sowie Betten mit Überwachungsmonitoren.

Inzwischen ist es 9:45 Uhr. Während der „Consultant“ nach der Übergabe damit beginnt, bereits aufgenommene Patienten zu sehen und den endgültigen Behandlungsplan festzulegen, besteht meine Aufgabe im „clerking“, also darin, neue Patienten aufzunehmen. Am Nachmittag werde ich dann diese Patienten dem „Consultant“ vorstellen.

An zwei großen weißen Tafeln stehen die Namen aller Patienten, die an diesem Tag in der „EAU“ betreut werden. Hat man einen Patienten mit dem Kürzel „TBS“ (To Be Seen) identifiziert, verschafft man sich zunächst anhand des MEWS-score (Modified Early Warning System) einen ersten Eindruck darüber, ob der Patient in einem stabilen Zustand ist oder eventuell schnell medizinischer Betreuung bedarf. Dann ersetzt man das „TBS“ durch den eigenen Namen und macht damit kenntlich, dass man sich nun um diesen Patienten kümmert. Dazu werden zunächst einmal alle zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen und Befunde gesichtet sowie erste Informationen in den Aufnahmebogen eingetragen.

So gerüstet geht man zum Patienten und die Untersuchung kann beginnen, sobald man sich mit Namen und Funktion vorgestellt hat und den Vorhang um das Patientenbett zugezogen hat. In England wird sehr darauf geachtet, die Intimsphäre der Patienten zu schützen, auch wenn das in den Räumen der Notaufnahmestation mit jeweils sechs Betten schwierig ist.

„On examination“: Der erste Handgriff gilt meist der Steuerung des Betts, um den Patienten in die ideale Position für die Untersuchung zu bringen. Dann beginnt die körperliche Untersuchung mit der Inspektion der Hände. Kann man Uhrglasnägel erkennen, Zeichen einer Arthrose oder einer Endokarditis? Nun wird die Rekapillarisierungszeit überprüft und der Radialispuls getastet. Ich möchte hier nicht den kompletten Untersuchungsgang schriftlich festhalten, sondern deutlich machen, dass die Ärzte in England bei der Untersuchung, wann immer möglich, dasselbe Schema verwenden. Außerdem werden alle Befunde stets in der gleichen Weise dokumentiert. Gerade wenn man medizinischer Neuling ist und Erfahrung als auch Routine sich erst noch einstellen müssen, ist diese Struktur ungemein hilfreich. Sie ermöglicht einen ruhigen Untersuchungsablauf, man kann die erhobenen Befunde gut miteinander vergleichen und man vergisst keine wesentlichen Teile der körperlichen Untersuchung. Mit jedem Untersuchungsgang habe ich den Ablauf besser verinnerlicht und konnte das Gelernte nach der Rückkehr aus England auch gleich bei den deutschen Patienten anwenden.

Der Aufnahmebogen endet mit den Abschnitten „Diagnoses/Problems“ und „Initial Management Plan“. Hier wird man aufgefordert, all‘ die Dinge auf den Punkt zu bringen, die für den betreffenden Patienten von Bedeutung sind und die ersten diagnostischen oder therapeutischen Schritte zu planen. Welches Antibiotikum ist geeignet? Ist ein Röntgenbild notwendig? Wird der Patient in seiner Mobilität eingeschränkt sein und braucht Heparin? Wird er sich nach seiner Entlassung selbst zuhause versorgen können? Der erstellte Plan wird mit dem „Consultant“ auf seiner Visite besprochen und ergänzt.

Neben den Aufnahmen gehörten in der „EAU“ auch Blutabnahmen, Viggos und manchmal auch das Legen von Magensonden zu den täglichen Aufgaben. Bei Lumbal- und Pleurapunktionen konnte ich zusehen, bei geeigneten Patienten darf man diese Dinge als „elective student“ aber auch selbst durchführen.

Nachdem gegen 12:30 Uhr bereits die ersten zwei Patienten aufgenommen wurden, braucht man erst einmal eine Stärkung. Im RVI gibt es eine Caféteria, die warmes Essen sowie Sandwiches anbietet und einen kleinen Shop, in dem man abgepackte Salate, Sandwiches, Süßigkeiten und Kaffee bekommt. Die Preise sind hoch und die Qualität durchwachsen… Für ein Sandwich mit Getränk muss man ca. 4 GBP bezahlen, nimmt man noch eine Packung „Crisps“ (Kartoffelchips) dazu, wird das Menü zum „Meal deal“ und kostet weniger. Das warme Essen ist preiswerter. Dort stehen fast täglich „Chips“ (Pommes frites), „Beans“ und „Jacket potatoes“ (gefüllte Kartoffeln) auf dem Speiseplan.

Während der Mittagszeit finden meist auch Fortbildungen, Seminare und Konferenzen statt. Es gibt einen Journal Club, ein immunologisch-infektiologisches Seminar, ein interdisziplinäres HIV-Treffen und man kann die „grand round“ besuchen. Dort werden jeden Dienstag Themen der Inneren Medizin diskutiert und interessante Fälle vorgestellt. Das Lunchtime-Programm begleitete mich während der gesamten acht Wochen in England, sowohl in der Notaufnahmestation, als auch während der fünf Wochen auf der Infektiologischen Station „ward 19“.

Auf „ward 19“ – der Infektiologischen Station

Royal Victoria Infirmary - New Victoria Wing - der Neubau
Royal Victoria Infirmary – New Victoria Wing – der Neubau

Auch dieser Stationsalltag beginnt um 9:00 Uhr morgens und zwar mit der Visite, die ja nach Belegung der Station zwei bis drei Stunden dauert. Es werden Patienten mit Tuberkulose und Malaria, HIV und Erkrankungen wie Pneumocystis-Pneumonie behandelt. Häufig findet man auch Patienten mit Lungenentzündung oder Erysipel, aber auch einen Masern-Fall und das Bild einer Neurozystizerkose konnte ich sehen.

In der Regel gehen zwei Ärzte mit zur Visite und zwar ein „FY2“ und ein „SpR“. Zusätzlich sind hier alle Patienten einem bestimmten „Consultant“ zugeordnet, der seine Patienten immer montags sieht und alle wichtigen Entscheidungen trifft. Viele Ärzte nehmen ihre Kollegen im „Foundation Year one and two“ und vor allem Medizinstudenten im letzten Jahr als junge Ärzte wahr, für deren weitere Ausbildung sie mitverantwortlich sind. Während einer Visite werden daher des Öfteren bestimmte Krankheitsbilder oder erhobene Untersuchungsbefunde genauer erläutert und man wird aufgefordert, Vorschläge zu vermeintlichen Differentialdiagnosen und zur Therapie zu machen.

Wie auch in der Notaufnahme sind Untersuchung sowie Dokumentation sehr strukturiert und meistens wird die weitere Planung für jeden Patienten explizit am Ende der Visite notiert. Darüber hinaus werden während der Visite alle zu erledigenden Arbeiten in einem Buch festgehalten, um sie dann am Nachmittag bearbeiten zu können. So müssen zum Beispiel noch fehlende Befunde und Laborwerte angefordert werden, Untersuchungen und Konsile angemeldet oder auch Entlassungsbriefe geschrieben werden. Auch ich erledigte einen Teil der Arbeit und kennzeichnete den betreffenden „job“ in dem erwähnten Buch als „done“. Daneben stehen auch einzelne Blutabnahmen und Aufnahmeuntersuchungen auf dem Programm. Darüber hinaus ist sowohl vormittags als auch am Nachmittag die „outpatient-clinic“ für ambulante Patienten geöffnet. Ich verbrachte dort einige Nachmittage in der „Hepatitis-clinic“ und in der regulären Sprechstunde, in welcher auch viele HIV-Patienten betreut werden.

Flug, Unterkunft und Finanzen

Die Anreise: Es gibt eine Flugverbindung zwischen Düsseldorf und Newcastle, wobei der Flug mit Lufthansa und früher Buchung ca. 99.- EUR kostet (Stand August 2010). Die Lebenshaltungskosten sind durchaus mit den Ausgaben in Deutschland zu vergleichen und es gibt zahlreiche Supermärkte, in denen man gut und günstig einkaufen kann.

Bezüglich der Unterkunft bietet es sich an, über die Universität eine Unterkunft zu organisieren, da man als „elective student“ in einem der universitätseigenen Wohnheime unterkommen kann. Ein Zimmer gibt es ab ca. 100 GBP pro Woche, wobei Küche und Bad gemeinsam mit den anderen Bewohnern genutzt werden. Zimmer mit eigenem Bad und Küche sind teurer, aber auch besser ausgestattet. Für beide gilt: Die Räume sind nicht gut isoliert und damit wird es nachts ziemlich kalt! Der Abschluss des Mietvertrags und die Wohnungsübergabe verliefen vollkommen problemlos und man findet alle notwendigen Informationen unter http://www.ncl.ac.uk/accommodation/staff/.

Prinzipiell bietet auch das Krankenhaus Übernachtungsmöglichkeiten für Mitarbeiter an. Ich konnte jedoch keine Informationen zu Preisen und Ausstattung bekommen, da dort bereits alle Plätze belegt waren. Für das PJ-Tertial in Newcastle fallen darüber hinaus keine weiteren Studiengebühren oder Kosten für die Einschreibung an.

Die Region Northumberland

Auf den Spuren der Römer - Der Hadrians Wall
Auf den Spuren der Römer – Der Hadrians Wall

Der Nordosten Englands ist kein von Tourismus geprägtes Gebiet, denn häufig wird dem etwas weiter nördlich gelegenen Schottland der Vorzug gegeben. Zu Unrecht, denn Northumberland ist reich an Sehenswertem und hat mich auf jeden Fall begeistert! Der folgende Abschnitt soll nur einen kurzen Überblick darüber geben, was man neben dem Medizinischen in Newcastle und Umgebung sehen als auch erleben kann. Weitere Informationen findet man in allen gängigen Reiseführern über Nordengland, wobei besonders ein Reiseführer von „DuMont“ empfehlenswert ist.

Noch vor einigen Jahren galt Newcastle als Inbegriff einer Industriestadt, die ihren Bewohnern in Bezug auf Lebensqualität nicht viel zu bieten hatte. Doch das Bild hat sich gewandelt, was man bemerkt, wenn man in der heutigen Zeit durch die Straßen der Stadt und hinab zum Fluss „Tyne“ schlendert. Die Menschen in Newcastle, die „Geordies“, gelten als die freundlichsten Bewohner Englands, was das Reisen und Arbeiten hier angenehm macht. Es kann aber vorkommen, dass man sich zunächst auf den Dialekt der „Geordies“ einstellen muss, was mit etwas Übung jedoch schnell gelingt.

In Newcastle findet man ein breites Kulturangebot von Kino und Theater bis hin zu Konzerten und Museen. Ein Highlight ist auch der „Great North Run“, der jedes Jahr im September stattfindet und als der größte Halb-Marathon der Welt gilt. Von Newcastle aus kommt man mit der Metro zur Küste. Der kleine Ort „Tynemouth“ mit seiner Priorei ist besonders sehenswert. Dort gibt es geniale „Fish & Chips“ und am Wochenende einen Künstlermarkt im Bahnhofsgebäude.

Alternativ kann man auf den Spuren der Römer entlang des „Hadrians Wall“, der in Newcastle beginnt und bis „Carlisle“ führt, die Überreste zahlreicher römischer Forts erkunden. Außerdem lädt die Gegend zu ausgedehnten Wanderungen ein, um die vielen Schafe, die Hügel und die wunderschöne farbenreiche Natur aus der Nähe zu betrachten.
Entlang der englischen Nordostküste liegen außerdem viele imposante Schlösser direkt am Meer, so zum Beispiel „Dunstanburgh“. Im Schlosshof von „Alnwick Castle“ hingegen wurden Szenen aus den ersten Harry Potter Filmen und „Elizabeth“ gedreht. Weitaus interessanter ist vielleicht noch, dass die Familie des Duke of Northumberland dieses Schloss noch immer bewohnt und zwar von Oktober bis April. Über die Geschichte der Familie, die bis ins Jahr 1309 zurückreicht, kann man im Schloss einiges erfahren. Und dann darf natürlich ein Besuch der Gartenanlagen von „Alnwick“ nicht fehlen.

Mein Fazit

Man kann sagen, dass sich die Erwartungen, die ich an mein PJ-Tertial in Newcastle geknüpft hatte, erfüllt haben. Dabei haben sich mir vor allem der strukturierte Ablauf von Anamnese, Untersuchung sowie die Dokumentation eingeprägt und werden mich während meines weiteren Arztlebens sicher begleiten. Außerdem konnte ich den „NHS“ aus der Nähe kennenlernen und habe nebenbei viele interessante Krankheitsbilder gesehen.

Kurz gesagt: Ich kann einen Aufenthalt am Royal Victoria Infirmary als „elective student“ während des PJ auf jeden Fall empfehlen! Ideal ist dabei der Zeitraum von August bis November jeden Jahres, weil zu dieser Zeit nur wenige englische Medizinstudenten im Krankenhaus beschäftigt sind und man so als „elective student“ viel zu sehen und zu tun bekommt.
“Cheers!“ – so sagt man in Newcastle, um sich zu verabschieden und um sich zu bedanken.

Annekathrin Eifler
Karlsruhe, November 2010

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